“Vertraue dich Gott ganz an. Er ist ein Vater und ein äußerst liebevoller Vater, der eher Himmel und Erde zusammenbrechen lassen würde, als jemanden aufzugeben, der auf ihn vertraut hat.” (Heiliger Paul vom Kreuz)
Immer wieder lädt der Herr durch die Heiligen oder mit eigenen Worten zum Vertrauen ein. Es ist ein goldener Schlüssel zum Herzen unseres Vaters und er schätzt unser Vertrauen so sehr, selbst wenn es nur eine ganz kleine Flamme, ja nur ein Funke ist.
Umso mehr müßte in uns die Sehnsucht erwachen, unserem Vater doch das uneingeschränkte Vertrauen zu schenken. Es ist das, was er von uns erbittet, und es ist das, was uns am schnellsten ins Herz unseres himmlischen Vaters hineinträgt.
Gewiß ist es zuerst eine Gnade, und diese sollten wir erbitten. Unsere eigene Beteiligung ist jedoch auch angefragt. Was können wir neben dem flehentlichen Bitten um großes Vertrauen also tun?
Ganz oben dürfte die Dankbarkeit stehen – für alles, was wir von unserem Vater an geistigen und natürlichen Gütern erhalten haben. Die Dankbarkeit wird uns den Weg öffnen, alles tiefer zu entdecken und unser Herz immer neu zur Liebe erwachen zu lassen!
Schauen wir auf die Gottesmutter Maria, wie sie das Wort des Herrn im Herzen bewegt (vgl. Lk 2,9)! So dringt das Wort in uns ein und verbreitet sein Licht. Es hat die Kraft, uns zu verwandeln und uns für den Willen Gottes gefügig zu machen. Das bewirkt ein tieferes Vertrauen, denn der Wille Gottes wird unsere geistige Nahrung, von der wir leben. Diese Speise ist immer für uns da – sei es in der Wüste oder beim Festmahl des Herrn. Wir übergeben dem Wort die Führung unseres Lebens.
Viele kleine Willensakte sind hilfreich, die zeigen, daß wir dem Herrn vertrauen und nicht unseren Ideen und Ängsten folgen wollen. Wir beginnen mit kleinen Schritten, die von unserem Vater erwartet und begleitet werden. Und dann machen wir den großen Schritt und lassen uns ganz in die Arme Gottes fallen und sind dort zu Hause. Jetzt hat die Liebe gesiegt und das Vertrauen war ihr Führer!
