DAS WASSER DES HEILS

Lieber Vater, wie zart hat Dein Sohn die Frau am Jakobsbrunnen zur Erkenntnis der Wahrheit geführt, sodaß sie ihn als den Messias erkannte und zur Zeugin für viele andere Samariter wurde (Joh 4,6–42).

So machst Du es oft: Einer öffnet das Herz, erkennt Dich in dem Licht, das Du schenkst, und gibt es an andere Menschen weiter. Auch sie sollen wissen: Da ist der, auf den jene Menschen warten, die in der Wahrheit leben wollen.

Diese Menschen werden zu »Wasserträgern«, denn so hat es Dein Sohn gesagt:Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird in Ewigkeit nicht mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, zu einer Quelle werden, deren Wasser in das ewige Leben sprudelt.” (Joh 4,13b–14)

Wer aber, wenn er das Wasser des Lebens empfangen hat, wird nicht anderen Menschen sagen, wo es zu finden ist? Wird er sie denn in der Wüste verdursten lassen? Nein, das kann und will er nicht! Das Wasser, welches Dein Sohn uns schenkt, fließt aus Deinem Herzen! Es ist die göttliche Liebe. Diese aber bleibt nicht für sich – sie genügt sich nicht selbst! Sie will teilen, sie will schenken, sie will die Liebe bekannt machen. Sie will, daß alle Menschen diese Liebe kennenlernen. Und sie ist auch bereit, um dieser Liebe willen zu leiden.

So bietest Du, lieber Vater, allen Menschen dieses Wasser des Heils an. Sie können umsonst aus dieser Quelle schöpfen (vgl. Jes 55,1). Die Samariter kannten den wahren Weg, den Du für die Menschen gebahnt hast, noch nicht, auch wenn sie Dich schon anbeten wollten. Vielen Menschen geht es heute auch so. Sie suchen noch, und können auch in ihren Religionen nicht das finden, was Du ihnen schenken willst. Es gilt, Deinem Sohn zu begegnen und sich zu fragen: Ist er nicht der, auf den ich immer gewartet habe? Bist Du es?

Du wirst ihnen die Antwort geben. Dann werden sie das Wasser des Heils schöpfen und es anderen Menschen sagen!