DIE BRUNNENSCHALE  

“Sei wie eine Brunnenschale, die zuerst das Wasser in sich sammelt und es dann überfließend weitergibt.” (Bernhard von Clairvaux)

Der heilige Bernhard verweist darauf, daß der Schwerpunkt zunächst auf den eigenen Weg der Heiligkeit gelegt werden sollte, der dann große Frucht bringen wird, wenn die Gnade Gottes reichhaltig in uns wirksam wird. Das werden alle geistlichen Lehrer bestätigen, und es ist völlig folgerichtig: “Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund” (Lk 6,45).

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MARIA, DIE MITTLERIN

“Es kommt keine Gnade vom Himmel, die nicht durch Marias Hände ginge. Je größere Sünder wir sind, desto größer ist ihr Mitleid mit uns.” (Heiliger Bernhard von Clairvaux)

Hier begegnen wir einem Heiligen, der offensichtlich keine Bedenken hatte, Maria offiziell als Mittlerin aller Gnaden anzusehen. Er folgt in seinem Denken einfach dem inkarnatorischen Weg und überträgt diesen auf den mystischen Leib Christi. Die Gottesmutter ist die Mutter des Sohnes und zugleich seines mystischen Leibes!

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DIE UNBEDINGTE NOTWENDIGKEIT DES GEBETS      

“Wer betet, wird sicher gerettet. Wer nicht betet, geht sicher verloren.” (Heiliger Alfons von Liguori)

Die geistlichen Lehrer werden nicht müde, uns immer wieder auf das Gebet zu verweisen. Es ist »das große Gespräch mit Gott«, wie die heilige Teresa von Ávila es nennt. Heute legt es uns der heilige Alfons sehr ans Herz und geht sogar so weit zu sagen, daß wir, wenn wir nicht beten, verlorengehen. Das ist noch eine ganz andere Dimension! Er weiß sehr wohl, daß, wenn wir das Gebet vernachlässigen – was an sich schon eine Versuchung ist – weitere Versuchungen folgen, und es wird uns immer schwerer fallen, ihnen zu widerstehen.

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DER SPEICHER DER QUELLE

“Mein Sohn ist der Speicher dieser Quelle, damit die Menschen kommen können, um aus seinem Herzen zu schöpfen, das immer bis zum Rand gefüllt ist mit dem Wasser des Heiles!” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).

Hier begegnen wir dem Liebesgeheimnis Gottes, der seine unerschöpfliche Liebe durch seinen Sohn zu uns fließen läßt. Wir brauchen nur zu kommen und an das Herz Jesu anzuklopfen, und schon wird sich seine Liebe über uns ergießen. Das Wasser in diesem Speicher ist immer frisch und dafür da, daß die Menschen kommen und davon trinken. Welch trauriger Zustand ist es aber, wenn die Menschen in der Wüste ihres irdischen Lebens das heilbringende Wasser nicht finden – oder sich gar nicht erst aufmachen, es zu suchen, vielleicht sogar faules Wasser zu sich nehmen!

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DER WAHRE TROST      

“Sucht keinen Trost bei Menschen! Welchen Trost können sie euch schon geben? Geht zum Tabernakel, schüttet dort euer Herz aus. Dort werdet ihr Trost finden!” (Pater Pio von Pietrelcina)

Wo suchen wir Trost? Oft genug bei Menschen! Manchmal auch in der Ansammlung von Reichtum oder bei der »unvernünftigen Kreatur«. Immer wieder gilt: Hier werden wir keinen wahren Trost empfangen, denn dieser kommt vom Heiligen Geist.

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EIN SICHERER ZUFLUCHTSORT      

“In mir und im Herzen deiner Mutter hast du immer einen Zufluchtsort. Niemand kann dich daraus entführen!” (Inneres Wort)

Diesen Zufluchtsort brauchen wir dringend in den Wirrnissen, die uns umgeben – einen Ort der Liebe und Sicherheit. Selbst wenn wir schon viele Jahre in der Nachfolge des Herrn leben und gute Schritte auf diesem Weg gemacht haben, werden wir diesen Ort immer brauchen – und er ist ja auch für uns da! Unser Vater hat ihn uns in seiner Weisheit geschenkt, um in diesem inneren Ort unserer Seele zu Hause zu sein. Mag noch so viel um uns toben, mag der Teufel uns zu erschrecken versuchen – die Tür ins Innere unseres Herzens bleibt für uns offen und dort kann uns auch niemand entführen. Dieser innere Raum, der auch gerne »innere Zelle« genannt wird, dient ja nicht nur als Zufluchtsort, sondern ist zur täglichen Vertiefung der Liebe zwischen unserem Vater und uns da. Es ist sozusagen der heilige Ort in unserer Seele, den der Böse nicht antasten kann, denn dort wohnt Gott.

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