IN EINEM ANDEREN BUCH LESEN



 

“Lausche am Herzen Gottes! Das ist wichtiger, als vieles zu lesen” (inneres Wort).

Keine Zeit geht verloren, wenn wir am Herzen unseres Vaters lauschen, aber viel Zeit geht verloren, wenn wir die Momente der Einladung Gottes nicht nutzen und sie vorbeigehen lassen. Oft sind wir so in unsere Aktivitäten eingebunden und bereits derart daran gewöhnt, daß wir die wertvollen stillen Momente des Lebens gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Es sind jedoch jene Momente, die sich sehr viel tiefer in uns einprägen und uns zu innerlichen Menschen machen.

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DER SÜSSE SCHMERZ



 

“O teurer Herr, dürfte doch meine Seele deine Geliebte heißen!” (sel. Heinrich Seuse)

Das Wort stammt von einem in Liebe entflammten Mystiker, dem seligen Heinrich Seuse, der in der inneren Begegnung mit dem Herrn die Glut des Heiligen Geistes verspürt hat und so zur Gottesliebe erwachte. Es gibt eine so innige Art des Erwachens zur Gottesliebe, daß die Seele sich nach der Vereinigung mit dem Geliebten sehnt und immer stärker danach verlangt, ihm zu begegnen. Die Seele erleidet einen »süßen Schmerz«. Weiterlesen

IM INNEREN MENSCHEN WOHNT DIE WAHRHEIT



“Gehe nicht hinaus, in dich selbst kehre zurück! Im inneren Menschen wohnt die Wahrheit” (hl. Augustinus).

Wie oft suchen wir draußen, in der Welt, in Ereig

nissen, in den Medien, in Begegnungen, in anderen Menschen das, was wir eigentlich nur in unserem Inneren finden können. Wir vergessen, daß der Dreifaltige Gott selbst Wohnung in unserer Seele genommen und seinen Tempel der Wahrheit errichtet hat, wenn wir im Stand der Gnade leben. In diesen Tempel können wir jederzeit einkehren und in unserem Herzen Zwiesprache mit Gott halten und ihm zuhören.

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DER AUFBLICK ZUM HIMMLISCHEN VATER

“Schaut mit mir auf zum Vater vom Kreuz dieser Welt, welches so viel Leid hervorbringt” (Inneres Wort).

Das unermeßliche Leid, welches der Herr am Kreuz von Golgota trug, hat uns die Erlösung geschenkt. Alles hat unser Herr mit dem Aufblick zum Vater getan, um seinen Willen zu erfüllen. Auch wir sind gerufen, am Leid dieser Welt mitzutragen, wie es uns der heilige Apostel Paulus sagt: “Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Ich ergänze in meinem irdischen Leben, was an den Bedrängnissen Christi noch fehlt an seinem Leib, der die Kirche ist” (Kol 1,24).

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PATER NOSTER (X)

“Erlöse uns von dem Bösen” (Mt 6,13).

Es ist der immerwährende und flehentliche Ruf der geplagten Seele zu Gott, dem Vater: nach Erlösung von dem Bösen im eigenen Herzen, von dem Bösen um uns herum, von den zerstörerischen Kräften des Bösen. Niemals dürfen wir uns an das Böse gewöhnen, an all die Perversitäten und Absurditäten, die wir auf der Erde und in der Welt der Menschen vorfinden! All das hat Gott nie gewollt!

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PATER NOSTER (IX)

“Führe uns nicht in Versuchung” (Mt 6,13).

Wir wissen alle, daß unser himmlischer Vater uns nicht in Versuchungen geraten läßt, die uns übersteigen, sondern daß er uns beisteht, sie zu bewältigen und an ihnen zu wachsen: “Gott ist treu; er wird nicht zulassen, daß ihr über eure Kraft hinaus versucht werdet. Er wird euch mit der Versuchung auch einen Ausweg schaffen, sodaß ihr sie bestehen könnt” (1 Kor 10,3).

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PATER NOSTER (VIII)

“Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern” (vgl. Mt 6,12b).

Wir alle wissen, wie sehr es unserem Vater daran gelegen ist, daß wir, die wir die Barmherzigkeit Gottes erfahren dürfen, barmherzig mit anderen Menschen umgehen. Es gehört tatsächlich zu den schlimmen Dingen, wenn Menschen nicht vergeben wollen. Sie verschließen ihr Herz und üben mit ihrer Anklage weiter Macht aus über jene, die in ihren Augen Unverzeihliches getan haben.

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