Heiliger Geist, am Anfang schwebtest Du über den Wassern (vgl. Gen 1,2) und brachtest Ordnung in das Chaos. Du willst auch Ordnung in das Chaos bringen, das durch die Sünde verursacht wurde, Ordnung in unser inneres und äußeres Leben. So viel ist mit der Erbsünde und den ihr folgenden Sünden durcheinandergekommen, daß selbst Dein Freund Paulus stöhnte, daß in seinem Geist ein anderes Gesetz wohnt als in seinem Leib und – schlimmer noch – daß er dem Gesetz des Fleisches folgt (vgl. Röm 7,23)! Mit ihm stöhnen wir: Wer erlöst mich aus diesem Leib? (Vers 24)
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Die Sanftmut – Dritte Meditation über den Heiligen Geist
Geliebter Heiliger Geist, Du milder Seelengast, senke den Geist der Sanftmut in uns ein, jenen Geist, der alles durchdringt, der unser Herz umwandelt und geschmeidig macht, es läutert von allen Härten; der so mild ist, wie Deine wunderbare Braut, unsere Mutter!
Selig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben (Mt 5,5)!
Die Reinheit des Herzens – Zweite Meditation über den Heiligen Geist
Geliebter Heiliger Geist, komm Du als ewiges und reines Licht und durchdringe uns, daß nichts vor Dir verborgen bleiben, kein Schatten in unserer Seele weiterleben kann, jede Dunkelheit weiche und alles von Deiner Liebe entzündet werde! Wecke uns aus aller Trägheit und reinige unser Herz, damit es lieben kann, wie Gott liebt; lieben, wie Du liebst, damit Du und ich aufs Innigste vereint seien im Lobpreis der Herrlichkeit Gottes!
Die Langmut – erste Meditation über den Heiligen Geist
Von heute an bis zum heiligen Pfingstfest verlassen wir das gewohnte System von Schriftlesung und Auslegung zugunsten von dreizehn kurzen Betrachtungen, welche uns den Heiligen Geist näher bringen möchten.
“Du Heiliger Geist, Du Kuß des Vaters und des Sohnes, Du süßester und innigster Kuß” (heiliger Bernhard von Clairveaux), wir wollen Dich besser kennen und lieben lernen! Steige deshalb hinab in unsere Seele, “gleich der Sonne, die alles, wo sie kein Hindernis findet, erhellt.
Karsamtag – Trauer um den Herrn
Trauer um den Herrn!
Trauer um die Menschen, die ihren Erlöser nicht erkannt und ihn gekreuzigt haben!
Trauer der Gottesmutter um ihren geliebten Sohn!
Trauer und auch Ratlosigkeit bei den Jüngern!
Karfreitag – Aus Liebe erlöst!
Judas hat seinen Verrat vollendet und Jesus wird gefangengenommen! Das geschieht, nachdem der Herr in Gethsemane das Leiden aus der Hand des Vaters entgegengenommen hat und zu all dem, was nun vor ihm lag, sein Ja gesprochen hat!
Ein Ja, das durch Angst und Todesschmerz hindurchging!
Ein Ja, nachdem er seinen Vater gebeten hatte daß doch dieser Kelch an ihm vorübergehen solle!
Gründonnerstag – Der sich hingebende Dienst Christi!
(betrachtete Bibelstelle: Joh 13,1-15)
Jesus stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war (Joh 13,4-5).
Welch großer Liebe und welch großen Gesten begegnen wir am heutigen Tag! Der Herr des Himmels und der Erde wäscht seinen Jüngern die Füße und eröffnet ihnen noch tiefer das Verständnis, wie seine Nachfolge aussieht! Es ist der Dienst: Gott dient dem Menschen in seiner unendlichen Liebe und ruft uns in denselben Dienst!