DIE HEILIGE THEODORUS VON HERAKLEA: »Der Drachentöter«      

Die zahlreichen aufgezeichneten Heiligengeschichten sind sehr reichhaltig und stellen uns jene Menschen vor Augen, die ihren Glauben durch ein überzeugendes Leben der Nachfolge unseres Herrn konsequent gelebt haben. Sicherlich gibt es darunter viele Berichte, in denen uns die Radikalität der Heiligen erschrecken könnte. Manche Heilige sind dadurch mehr zu bewundern als nachzuahmen.

Eines sollte uns jedoch immer gegenwärtig sein, und das würden diese wunderbaren Menschen auch unterstreichen: Es ist immer die Gnade unseres himmlischen Vaters, die sie befähigt hat, die außergewöhnlichsten Dinge zu tun: Seien es die unermüdlichen Missionare, die sich nicht scheuten, bis ans Ende der Erde zu gehen, um das Evangelium zu verkünden; seien es diejenigen, die bis zur völligen Selbstverleugnung die Werke der Barmherzigkeit vollbracht haben, seien es Mönche, die in strenger Ordenszucht des Mönchswesens, in der sie dienten und zum Aufbau der Kirche beitrugen. Nicht zu vergessen sind jene Heilige, die mehr verborgen, aber nicht weniger fruchtbar, unserem Herrn in heroischer Pflichterfüllung dienten. Immer ist es die Gegenwart unseres Herrn, welche die Menschen zu Heiligen formt. In diesem Sinne ist das Leben jedes Heiligen, von dem wir hören, auch eine an uns gerichtete Botschaft Christi, die wir lesen sollten. Sie kann uns dazu aufrufen, den Weg zu gehen, den Gott für uns bereitet hat, und uns ermutigen, unserem Ruf zur Heiligkeit zu entsprechen.

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DER HEILIGE PAUL MIKI UND GEFÄHRTEN: »Der Sieg des Glaubens und der Liebe«

Die Kirche ist reich an Missionaren und Märtyrern, in denen sich der Sieg des Glaubens und der Liebe offenbart hat. Das trifft auch auf die japanischen Blutzeugen Paul Miki und seine Gefährten zu, deren Gedenktag wir heute feiern.

Japan wurde 1542/43 von den Portugiesen entdeckt. Schon 1549 begann der Heilige Franz Xaver dort zu missionieren. Im Jahr 1590 gab es bereits eine halbe Million Christen in Japan.

Der anfangs tolerante japanische Herrscher wandte sich zunehmend gegen das Christentum und nahm im Jahr 1596 in Osaka sechsundzwanzig Christen fest: drei japanische Jesuiten, sechs spanische Franziskaner – darunter Petrus Baptista – und 17 japanische Tertiaren des heiligen Franziskus, also Laien, die dem Dritten Orden angehörten. Darunter waren drei Ministranten im Alter von zwölf bis vierzehn Jahren.

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DIE HEILIGE AGATHA: »Tapferkeit und Geist der Stärke«      

Lk 9,23-26  – Evangelium am Gedenktag der Heiligen Agatha

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt? Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn schämen, wenn er in seiner Hoheit kommt und in der Hoheit des Vaters und der heiligen Engel.

Heute begegnen wir erneut einer der Heiligen, die in jungen Jahren unter grausamen Verfolgungen aus Liebe zu Christus das Martyrium erlitt. In der Heiligen Agatha erkennen wir eine liebende Seele, wie wir sie kürzlich in der Heiligen Agnes antrafen. Sie stehen als Zeugen vor uns, die in der Nachfolge ihres Herrn die Worte des heutigen Evangeliums verwirklicht haben.

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DER HEILIGE JOSEPH DESIDERIO VON LEONISSA: »Der Ruf des Herrn geht vor!«      

Wie schwer Menschen, die für große Aufgaben bestimmt sind, es manchmal gemacht wird, kann man am Leben des heutigen Heiligen erkennen. In seinem Fall waren es zunächst nicht die äußeren Feinde – diese kamen später noch hinzu –, sondern die eigene Verwandtschaft. Das mag sogar noch schwieriger sein, weil es Menschen sind, mit denen man im familiären Bund aufgewachsen ist und mit denen man durch die Bande des Blutes, vielleicht auch der Freundschaft, verbunden ist. So war es beim heiligen Joseph Desiderio im 16. Jahrhundert. Seine Verwandten stellten sich in ihrem Unverstand gegen Gottes Vorsehung.

Sie hatten sich für den frommen Jüngling eine herrliche weltliche Laufbahn erhofft. Seine Vermählung mit einem Edelfräulein von ausgezeichneter Schönheit und großem Reichtum war schon geplant. Doch Joseph entfloh und bat in Assisi, der Heimatstadt des heiligen Franziskus, um das Ordenskleid der Kapuziner. Doch selbst dort ließen ihn seine Verwandten nicht los, obwohl er inzwischen das Noviziat begonnen hatte. Es wird folgende Begebenheit berichtet:

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Die Briefe des Heiligen Ignatius

Der Heilige Ignatius von Antiochien, dessen Gedenktag wir heute im Vetus Ordo begehen (im Novus Ordo am 17. Oktober), war laut kirchlicher Tradition ein Schüler der Apostel Petrus und Johannes. Später wurde er Bischof der syrischen Hauptstadt Antiochia, starb als Märtyrer und wurde sehr früh als Heiliger verehrt. Er selbst nannte sich immer mit seinem zweiten Namen: Theophóros (θεοφόρος) – Gottesträger.

Ignatius war als Nachfolger des Evodius der dritte Bischof von Antiochien, wenn man den Apostel Petrus als ersten Bischof zählt, wie uns Origenes, Eusebius und Hieronymus überliefern. Sicher erwiesen ist, daß er Bischof war und unter Kaiser Trajan zum Tode verurteilt wurde. Auf der Reise von Antiochien nach Rom verfaßte er die uns erhaltenen sieben Briefe, die wir heute als Kleinod altchristlichen Glaubens und tiefer Frömmigkeit schätzen.

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Ein Weizenkorn, das Frucht bringt

Im Vetus Ordo gedenken wir heute der Heiligen Martina von Rom. In ihr begegnet uns wiederum eine der heiligen Jungfrauen, die ganz am Anfang der Ausbreitung des Christentums im römischen Reich das Martyrium erlitten haben und so zum Weizenkorn wurden, das große Frucht brachte für das Reich Gottes (vgl. Joh 12,24). Es ist bewundernswert, mit welch großem Glauben und mit welcher Entschlossenheit sie dem Herrn treu geblieben sind und sich nicht gebeugt haben. Wir sollten uns nicht nur die Erinnerung an diese Heiligen wachhalten und ihr Beispiel vor Augen haben, sondern sie auch konkret bitten, daß auch wir dem Herrn treu bleiben, wenn wir Verleumdungen und Verfolgungen zu erleiden haben.

Wie ich es in meinen Schriftauslegungen und Vorträgen manchmal erwähne, denke ich, daß unser Glaube heute zunehmend von außen, aber auch von innen bedroht ist. Gewiß war das schon immer so, doch ist nicht zu übersehen, daß wir in einer Zeit leben, in der weltweit – in verschiedenen Ländern vielleicht mit unterschiedlicher Intensität – die Wahrheit unseres Glaubens angegriffen wird und es durchaus zu größeren Verfolgungen kommen kann.

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Franz von Sales und seine Weisheit

Im Kalender der traditionellen Messe wird heute der Heilige Franz von Sales gefeiert. Ihm ist diese Meditation gewidmet. Wer den Tagestext des Novus Ordo bevorzugt, kann die entsprechende Betrachtung über folgenden Link aufrufen: https://elijamission.net/das-licht-gehoert-auf-den-leuchter/#more-5835

Franz von Sales wurde am 21. August 1567 in Savoyen in Frankreich geboren. Für den adligen jungen Mann war zunächst eine weltliche Laufbahn vorgesehen. Er studierte Rechtswissenschaften in Paris und Padua. Nebenbei, und weil ihm die calvinistische Prädestinationslehre schwer zu schaffen machte, studierte er auch Theologie. Nach seiner Promotion in weltlichem und kirchlichem Recht sollte er Senator werden, setzte sich aber gegen seinen Vater durch mit seinem Entschluß, Priester zu werden.

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