Wenden wir uns nun weiter der heilsamen Lehre von der Auferstehung zu. Sie ist so wesentlich, daß der Heilige Paulus deutlich macht: “Gibt es keine Auferstehung der Toten, dann ist auch Christus nicht auferstanden; ist aber Christus nicht auferstanden, dann ist nichtig unsere Predigt, nichtig auch unser Glaube” (1 Kor 15,13f).
Da unser katholischer Glaube uns das Licht der Wahrheit schenkt, ist er im tiefsten Sinn des Wortes heilsam. Nichts führt den Menschen tiefer zu seiner Bestimmung, als wenn er in der Gnade Gottes die Wahrheit erkennt und die Erlösung annimmt, welche ihm Gott in seiner unendlichen Barmherzigkeit in Christus Jesus anbietet. Wenn er in der Wahrheit lebt, dann wird ihn der himmlische Vater so formen, wie er ihn bei seiner Erschaffung vorgesehen hat. Dies wird sich in der Ewigkeit vollenden. Doch dürfen wir nicht verschweigen, daß der Mensch aus eigener Schuld sein Ziel verfehlen kann und dann für immer von der Anschauung Gottes mit den entsprechenden Qualen getrennt leben muß. Auch diese Lehre ist heilsam, weil sie uns aufwecken soll und uns unsere Verantwortung für das eigene Leben vor Augen stellt, damit wir uns für ein Leben in der Wahrheit entscheiden.
