Themen des geistlichen Lebens: »Gebetsleiden« (I)   

Aufgrund der außerordentlichen Bedeutung eines geregelten Gebetslebens folgen nun zunächst zwei Teile aus einer Serie über das Gebet aus dem Jahr 2024.

Wer sich ernsthaft auf den Weg des Gebets begibt, wer also nicht nur gelegentlich und bei besonderen Anlässen – beispielsweise in großer Not – betet, der wird merken, daß das Gebet ihn nicht immer einfach nur trägt, sondern daß es Leiden gibt, die das Gebet sogar anstrengend machen. Dies hat mit der Trägheit unserer menschlichen Natur zu tun, mit Reinigungsprozessen, aber natürlich auch mit verschiedenen Anfechtungen und Versuchungen, die uns leicht mutlos machen könnten. Es kann sogar so weit gehen, daß man geneigt ist, am Sinn des Gebets zu zweifeln, weil Gott einen scheinbar nicht erhört und das Gebet so gut wie keine Freude macht. Die Seele ist in Gefahr, den »mühseligen Umgang« mit Gott wieder aufzugeben.

Zunächst sei gesagt, daß sich der Mensch an das Gebet gewöhnen muß. Zwar gibt es Phasen, in denen es uns leichtfällt, weil wir Freude daran haben, »nach Hause« zu kommen, und weil wir mit religiösen Gefühlen beschenkt werden, welche uns beglücken. Doch langfristig gesehen braucht es Disziplin und Durchhaltevermögen, um ein regelmäßiges Gebetsleben zu führen. Wie immer gibt es Ausnahmen. Manchen Menschen fällt das Gebet leicht. Doch die Regel dürfte eher das zuvor Erwähnte sein.

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“Augusta Flavia Julia Helena” Gedenktag der Heiligen Helena          

Die Betrachtung des heutigen Tages wollen wir der Heiligen Helena widmen, denn der 18. August gilt als ihr Todestag und entsprechend wird in der katholischen Kirche meist ihr Gedenken an diesem Tag gefeiert.

Als biblische Lesung nehmen wir nur einen kurzen Auszug aus dem Magnifikat:

“Er (der Herr) stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.” (Lk 1,52)

Helena, die große Kaiserin, die sich um die Ausbreitung des Christentums so verdient gemacht hat, wurde in der Mitte des dritten Jahrhunderts in Bithynien in Kleinasien als Kind armer Eltern geboren. Als junge Frau diente sie als Magd in einem Gasthaus. Dort begegnete sie dem kaiserlichen Offizier Konstantin Chlorus, der sie – trotz aller Standesunterschiede – zu seiner Gattin machte. Helena blieb in ihrer hohen Stellung bescheiden. Im Jahre 284 hat sie ihm einen Sohn geschenkt, den wir als Konstantin den Großen kennen.

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Die Heilige Radegund von Thüringen (518 bis 587)

Es gibt eine reiche Auswahl an Heiligen, über die man berichten kann, und jedes Mal ist es ein Erlebnis, wahrzunehmen, wie Gottes Gnade einen Menschen erreichen und ihn über sich hinausführen kann.

Die Heiligen zeigen uns, was möglich wird, wenn man den Ruf Gottes hört und ihm folgt. Wir müssen nicht glauben, daß dies nicht auch mit Kämpfen verbunden war, in denen diese Menschen ihre Schwachheit wahrgenommen haben. Doch sie hielten an Gott fest und so konnte der Herr sie führen und sich an ihnen verherrlichen. Es ist bewegend, wenn ein Mensch mit einer hohen gesellschaftlichen Stellung so sehr vom heiligen Glauben angezogen wird, daß er sich nicht scheut, die einfachsten und oft so schwierigen Dienste am Nächsten zu tun. Die Heilige Radegund ist einen solchen Weg gegangen und wurde zum Vorbild für viele andere Adlige, den Weg der Nachfolge Christi zu gehen und ihr Leben zu schenken.

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Dritte Marianische Meditation: »Maria, du Braut des Heiligen Geistes«

 

 

Viele wunderbare Weisen der Liebe leuchten in dir auf, geliebte Jungfrau.

 

Dem Vater gegenüber erkennen wir dich als eine liebende Tochter,

dem Sohn bist du liebende Mutter und Jüngerin,

mit dem Heiligen Geist bist du in bräutlicher Liebe vereinigt.

 

Berührt uns schon hier auf der Erde die zarte Liebe einer menschlichen Braut,

wenn wir wahrnehmen, wie sie aufblüht

und wie sich ihr Herz und ihre Aufmerksamkeit auf den Bräutigam richten,

so gilt dies bei dir noch ungleich mehr,

denn mit dir vereint sich der Heilige Geist.

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Zweite Marianische Meditation: »Maria, du Mutter des Sohnes«      

Welch hohe Erwählung wurde dir zuteil,

geliebte Mutter unseres Herrn Jesus Christus!

 

Staunend nehmen wir wahr,

daß dir nicht nur der Sohn Gottes anvertraut wurde,

sondern auch alle, die zu ihm gehören

und das Lied der Erlösung singen (vgl. Apk 14,3).

Du bist die Mutter aller Menschen

und wirst zum Licht und Trost für jene, die heimkehren.

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DAS LEBEN DER HEILIGEN: Die Heilige Susanna, Märtyrin

In einer Zeit, in der die sittliche Verwirrung leider auch vor unserer heiligen Kirche kaum haltmacht und viele Menschen vom Pfad der Tugend abkommen oder ihn gar nicht erst betreten, ist es wichtig, nicht zu vergessen, daß uns gerade in den Heiligen der frühen Kirche leuchtende Beispiele der Keuschheit geschenkt wurden.

Es ist nicht zu vergessen, daß diese Heiligen, die ihr Leben für die Bewahrung ihrer Keuschheit gegeben haben, nicht nur ihr Licht in diese Dunkelheit tragen, sondern sehr viel Gnade von Gott für die Kirche erhalten haben. Sie sind eine lebendige Vergegenwärtigung und Erinnerung daran, wie wesentlich es ist, die Weisungen des Herrn über alles zu stellen.

Eine von diesen strahlenden Frauen ist Susanna. Es ist nicht die biblische Susanna gemeint, an die wir vielleicht zuerst denken, die aufgrund des Eingreifens von Daniel vor dem Tod gerettet wurde und deren Ehre er vor allem Volk wiederhergestellt hat, sondern Susanna aus Rom.

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