Die Heilige Radegund von Thüringen (518 bis 587)

Es gibt eine reiche Auswahl an Heiligen, über die man berichten kann, und jedes Mal ist es ein Erlebnis, wahrzunehmen, wie Gottes Gnade einen Menschen erreichen und ihn über sich hinausführen kann.

Die Heiligen zeigen uns, was möglich wird, wenn man den Ruf Gottes hört und ihm folgt. Wir müssen nicht glauben, daß dies nicht auch mit Kämpfen verbunden war, in denen diese Menschen ihre Schwachheit wahrgenommen haben. Doch sie hielten an Gott fest und so konnte der Herr sie führen und sich an ihnen verherrlichen. Es ist bewegend, wenn ein Mensch mit einer hohen gesellschaftlichen Stellung so sehr vom heiligen Glauben angezogen wird, daß er sich nicht scheut, die einfachsten und oft so schwierigen Dienste am Nächsten zu tun. Die Heilige Radegund ist einen solchen Weg gegangen und wurde zum Vorbild für viele andere Adlige, den Weg der Nachfolge Christi zu gehen und ihr Leben zu schenken.

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Dritte Marianische Meditation: »Maria, du Braut des Heiligen Geistes«

 

 

Viele wunderbare Weisen der Liebe leuchten in dir auf, geliebte Jungfrau.

 

Dem Vater gegenüber erkennen wir dich als eine liebende Tochter,

dem Sohn bist du liebende Mutter und Jüngerin,

mit dem Heiligen Geist bist du in bräutlicher Liebe vereinigt.

 

Berührt uns schon hier auf der Erde die zarte Liebe einer menschlichen Braut,

wenn wir wahrnehmen, wie sie aufblüht

und wie sich ihr Herz und ihre Aufmerksamkeit auf den Bräutigam richten,

so gilt dies bei dir noch ungleich mehr,

denn mit dir vereint sich der Heilige Geist.

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Zweite Marianische Meditation: »Maria, du Mutter des Sohnes«      

Welch hohe Erwählung wurde dir zuteil,

geliebte Mutter unseres Herrn Jesus Christus!

 

Staunend nehmen wir wahr,

daß dir nicht nur der Sohn Gottes anvertraut wurde,

sondern auch alle, die zu ihm gehören

und das Lied der Erlösung singen (vgl. Apk 14,3).

Du bist die Mutter aller Menschen

und wirst zum Licht und Trost für jene, die heimkehren.

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DAS LEBEN DER HEILIGEN: Die Heilige Susanna, Märtyrin

In einer Zeit, in der die sittliche Verwirrung leider auch vor unserer heiligen Kirche kaum haltmacht und viele Menschen vom Pfad der Tugend abkommen oder ihn gar nicht erst betreten, ist es wichtig, nicht zu vergessen, daß uns gerade in den Heiligen der frühen Kirche leuchtende Beispiele der Keuschheit geschenkt wurden.

Es ist nicht zu vergessen, daß diese Heiligen, die ihr Leben für die Bewahrung ihrer Keuschheit gegeben haben, nicht nur ihr Licht in diese Dunkelheit tragen, sondern sehr viel Gnade von Gott für die Kirche erhalten haben. Sie sind eine lebendige Vergegenwärtigung und Erinnerung daran, wie wesentlich es ist, die Weisungen des Herrn über alles zu stellen.

Eine von diesen strahlenden Frauen ist Susanna. Es ist nicht die biblische Susanna gemeint, an die wir vielleicht zuerst denken, die aufgrund des Eingreifens von Daniel vor dem Tod gerettet wurde und deren Ehre er vor allem Volk wiederhergestellt hat, sondern Susanna aus Rom.

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DAS LEBEN DER HEILIGEN: Der selige John Felton, Märtyrer “Treu bis in den Tod” † 8.August 1570

Unser heutiger Heiliger – wir nehmen nicht den heiligen Dominikus – führt uns nach England, in einer Zeit großer politischer Spannungen. Besonders ist zu unterstreichen, daß unter der Herrschaft von Heinrich VIII. eine schwere Zeit für die Katholiken begann, die ihrem Glauben treu bleiben wollten.

Heinrich VIII. hatte im Jahr 1509 mit 17 Jahren den Thron seines Vaters übernommen. Zunächst waren seine Landsleute begeistert, denn er schien sich im Vergleich zu seinem Vater positiv abzuheben. Doch im Laufe der Jahre entfaltete er eine bedrückende Herrschaft. Es kam zu einem unheilvollen Bruch mit der katholischen Kirche.

Heinrich VIII. wollte sich von seiner Ehefrau Katharina von Aragón trennen und seine Ehe annullieren lassen, um eine andere Frau zu heiraten. Sie hatte ihm nicht den gewünschten Thronfolger geboren. Doch er erhielt nicht die Zustimmung des Papstes. Seine Leidenschaft für diese Frau – sie hieß Anne Boleyn – war jedoch so groß, daß er den Bruch mit Rom vollzog. Im Jahr 1534 wurden Heinrich VIII. und Anne Boleyn vom Papst exkommuniziert. Noch im selben Jahr erhob Heinrich sich selbst in den Stand des „höchsten Oberhaupts der Kirche von England auf Erden“. Das war die Geburtsstunde der Anglikaner.

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Das Vaterfest: »Der Vater der gesamten Menschheit«     

In den letzten Tagen hatten wir die Möglichkeit, anhand der Betrachtungen Gott Vater näher zu begegnen. Manchmal stehen uns negative Erfahrungen im Weg, um das wahre Bild Gottes zu erkennen. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn die eigene Beziehung zum leiblichen Vater eher problematisch als beglückend war. Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen und erst recht Gott als den liebenden Vater entdecken, der unsere Wunden zu heilen und unsere innere Leere mit sich zu erfüllen vermag.

Wie schon erwähnt, hat Gott Vater selbst darum gebeten, ihn als »Vater der gesamten Menschheit« in einem eigenen Fest zu verehren, wie es uns Mutter Eugenia Ravasio übermittelt hat. Als offizielles Fest kann es jedoch nur von der kirchlichen Hierarchie in den liturgischen Kalender aufgenommen werden. Bereits jetzt aber können Priester, die sich mit diesem Anliegen verbunden wissen, an diesem Tag eine Heilige Messe zur Heiligsten Dreifaltigkeit zelebrieren, besonders der Verehrung von Gottvater geweiht.

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