Auf unserem Pfad kommen wir der Heiligen Woche schon sehr nahe. Entsprechend hören wir im heutigen Evangelium (Joh 11,47–54), daß die Feinde des Herrn beschlossen, den Herrn zu töten:
“Da beriefen die Hohenpriester und die Pharisäer eine Versammlung des Hohen Rates ein. Sie sagten: Was sollen wir tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben. Dann werden die Römer kommen und uns die heilige Stätte und das Volk nehmen.” (Joh 11,47–48)
Hier sehen wir die vorgeschobenen Begründungen, denn Jesus bedrohte die Römer nicht mit seiner Verkündigung und mit seinen Taten. Sie, die religiösen Führer, fühlten sich in ihrem Einfluß auf das Volk bedroht.
Die Auferweckung des Lazarus, ein eindeutiges Zeugnis für die göttliche Vollmacht Jesu, war für die religiösen Autoritäten der damaligen Zeit unerträglich. Da sie dem Herrn nichts entgegenzusetzen hatten, ihn also nicht der Sünde und damit der Übertretung des Gesetzes überführen konnten, waren sie entschlossen, ihn zu töten.
