Die Gaben des Heiligen Geistes: »Die Gabe des Rates«

“Rede, Herr, Dein Diener hört!” (1 Sam 3,9)

Der Heilige Geist erinnert uns an alles, was Jesus gesagt und getan hat (Joh 14,26). Er wohnt in uns und berät uns, wie wir das auf die konkreten Fälle des Lebens anwenden können. Durch die Gabe des Rates werden wir fähig, die lautlose Stimme des Heiligen Geistes in unserem Inneren wahrzunehmen und sie von anderen Stimmen zu unterscheiden. Allerdings braucht es dazu die Fähigkeit eines inneren Schweigens und die Bereitschaft, dem Wirrwarr verschiedener Meinungen und Sichtweisen zu entrinnen, sowohl außerhalb als auch innerhalb von uns.

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LEUCHTENDE GABEN

“O unendlicher guter Gott! Niemals entziehst Du uns Deine Gaben, außer wir ziehen unsere Herzen von Dir zurück.” (Hl. Franz von Sales)

Unsere wunderbaren Gaben – seien sie natürlicher oder übernatürlicher Art – sind uns zum Lobpreis der Herrlichkeit Gottes geschenkt. Erst wenn sie auf dieses Ziel hin eingesetzt werden, kommen sie richtig zur Entfaltung. Wie hohl ist die Kunst, wenn sie Gott nicht verherrlicht! Wie nichtig sind Worte, wenn sie nicht Gott und den Menschen dienen! Und wie leer wird das Leben, wenn es an Gott vorbeigelebt wird!

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DIE FREUDE DES HERRN AN DEN FROMMEN

“Ich habe keine größere Freude, als die, zu hören, daß meine Kinder in der Wahrheit leben.” (3 Joh 4)

So heißt es im dritten Johannesbrief, der an einen sonst unbekannt gebliebenen Gaius gerichtet ist. Ohne Zweifel kann man diese Worte auch unserem himmlischen Vater in den Mund legen. “In der Wahrheit leben” bedeutet, wie es uns der ganze Brief bezeugt, daß wir unser Leben in Wort und Zeugnis in Übereinstimmung mit unserem Herrn Jesus Christus verbringen.

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Die Gaben des Heiligen Geistes: »Die Gabe der Stärke«            

“Wenn ein Starker, wohl bewaffnet, sein Haus bewacht, ist sein Besitz sicher.” (Lk 11,21)

Die Gabe der Stärke will die Seele kräftigen, damit sie immer tapferer im Dienst des Herrn wird. Sie gibt uns die Kraft, den Einsprechungen und Einladungen des Heiligen Geistes zu folgen und alles anzunehmen und zu wollen, was Gott möchte.

Besonders bei hohen Anforderungen eines schon fortgeschrittenen geistlichen Lebens kommt die Tugend des Starkmutes an ihre Grenzen. Wir wollen uns Gott schon hingeben, aber wir fürchten uns davor, ganz loszulassen, Gott alles zu geben. Wir erkennen zwar, was Gott von uns will und wollen es auch, sind aber zu schwach, es zu verwirklichen. Gott greift mit dem Geist der Stärke unmittelbar ein und hilft uns, die entscheidenden Schritte zu tun. Die gekräftigte Seele ist dann bereit, den Willen des Vaters zu tun – auch unter großen Opfern.

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Die Gaben des Heiligen Geistes: »Die Gabe der Frömmigkeit«

 

Der Geist selber bezeugt unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind.” (Röm 8,16)

Die Gabe der Gottesfurcht führt uns dazu, Gott mit einer kindlichen Liebe anzuhangen und ihn auf keinen Fall beleidigen zu wollen.

Die Gabe der Frömmigkeit berührt und belebt unser geistliches Leben auf eine neue, sehr milde und sanfte Art. Unter ihrem Einfluß soll sich in der Beziehung zu Gott und zum Nächsten noch eine andere Qualität der Liebe entfalten. Die Frömmigkeit möchte das Herz Gottes, den sie als ihren geliebten Vater erkennt, erobern.

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TREUE UND INNERES LEBEN

“Halte immer an mir fest und gehe tief in das Innere!” (Inneres Wort)

In der Nachfolge unseres Herrn ist es wesentlich, daß wir unser inneres Leben pflegen. Andernfalls besteht die Gefahr, daß ein rein äußerliches Christentum weder die Schönheit des Glaubens noch die Überzeugungskraft besitzt, um unserem himmlischen Vater dabei zu helfen, die Menschen in sein Reich einzuladen – zur Hochzeit des Lammes.

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Die Gaben des Heiligen Geistes: »Die Gottesfurcht«  

Welch einen großartigen Wandel können wir bei den Aposteln nach der Herabkunft des Heiligen Geistes erkennen! Die ehemals Verzagten werden durch die Gegenwart des Heiligen Geistes zu vollmächtigen Boten der Liebe Gottes und verkünden furchtlos das Evangelium. Das große Zeichen, daß alle Zuhörer, die aus den verschiedensten Gebieten kamen, die Botschaft der Apostel in ihrer eigenen Sprache verstehen konnten (vgl. Apg 1,8), war ein Zeichen für die Zukunft. Es war, als wäre für einen Moment die Sprachverwirrung aufgehoben gewesen, um die Großtaten Gottes zu verkünden, denn diese sollten alle Menschen hören.

Der Heilige Geist ist also für die Evangelisierung gesandt, um das Werk des Herrn weiterzuführen und um die Kirche zu erleuchten, zu stärken und zu bewegen, die diesen Auftrag vom Auferstandenen empfangen hat! Er ist somit der »große Evangelisator«!

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