DER WEG DURCH DEN ADVENT- TAG 13: »Die Geburt des Herrn in uns« »Das innere Leben«      

Die Betrachtungen dieser Woche lenken uns Schritt für Schritt auf das Thema der Kontemplation.

In unserer heiligen Kirche gibt es eine reiche Tradition, in der die tiefe Begegnung zwischen Gott und der Seele beschrieben wird und die dazu einlädt, sich auf einen solchen Weg zu begeben. Wir kennen religiöse Gemeinschaften, die sich ganz dem beschaulichen Gebet widmen und auf diese Weise die Sorgen und Anliegen von Kirche und Welt zu Gott tragen. Sie leben völlig von der Welt zurückgezogen und lassen die Flamme der Gottesliebe in ihren Herzen brennen.

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ICH BIN ES!

“Ich bin es, der vergibt. Ich bin es, der ruft. Ich bin es, der vollendet.” (Inneres Wort)

Vergessen wir nie auf unserem Weg der Nachfolge des Herrn, daß nicht wir ihn ausgesucht haben, sondern daß der Herr uns berufen hat (vgl. Joh 15,16). Das gilt sicher nicht nur für Priester und Ordensleute, sondern für alle Menschen, wie es der Prophet Jesaja so wunderbar sagt: “Ich habe dich bei deinem Namen gerufen: Du bist mein!” (Jes 43,1)

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GOTTES LOHN IST IMMER HERRLICH

“Alles Gute, was andere durch uns veranlaßt tun, vermehrt den Glanz unserer Herrlichkeit im Himmel.” (Heiliger Don Bosco)

Wir dürfen uns daran erfreuen, wenn unsere guten Werke – sei es in Wort oder Tat oder in beidem – für andere Menschen ansteckend sind und sie dazu bewegen, es uns gleichzutun. Das ist in sich eine Freude, und sowohl die gute Tat als auch ihre apostolische Fruchtbarkeit erfreuen das Herz unseres Vaters. Sie geben Zeugnis von seiner Liebe.

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DER WEG DURCH DEN ADVENT – TAG 12: »Die Geburt des Herrn in uns« »Der Herr lebt im Heiligtum der Seele«      

In den bisherigen Texten der zweiten Adventswoche haben wir die Meditation des Wortes Gottes, den Rosenkranz und das Herzensgebet betrachtet und dabei am Rande auf den Empfang der Heiligen Kommunion in der Heiligen Messe hingewiesen. Auf dieses Thema möchte ich in der heutigen Meditation etwas näher eingehen.

Mit der Heiligen Kommunion vollzieht sich eine innige Vereinigung mit dem Herrn, bei der er tief in unsere Seele eindringt. In der von mir oft erwähnten Botschaft von Gott Vater an M. Eugenia Ravasio, schenkt uns der himmlische Vater folgenden Einblick:

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DER WEG DURCH DEN ADVENT – TAG 11: Das Herzensgebet      

Bei verschiedenen Gelegenheiten habe ich über das in der Ostkirche praktizierte Herzensgebet gesprochen bzw. geschrieben. Ich empfehle, die dreiteilige Betrachtung im Archiv nachzulesen bzw. zu hören[1]. Es gibt auch Literatur, um über dieses wertvolle Gebet und seine Geschichte mehr zu erfahren.

Wenn es in dieser Woche um die Vertiefung der Beziehung zu Jesus geht, um seine tiefere Einwohnung in unseren Herzen, dann komme ich immer wieder auf dieses Gebet zurück. Es ist für Seelen, die Stille und Sammlung suchen, nahezu unverzichtbar. Ich selbst praktiziere es seit fast vierzig Jahren, und es ist aus meinem Leben nicht wegzudenken. Jeder, der den geistigen Geschmack dieses Gebetes gekostet hat, wird mir zustimmen und verstehen, warum ich das Jesusgebet allen Christen ans Herz lege. In seiner Schlichtheit ist es unübertreffbar und darüber hinaus geeignet, es überall zu beten. Deshalb möchte ich nochmals einige Hinweise über dieses wertvolle Gebet geben. Weiterlesen

DAS GROSSE GUT DER WAHRHEIT

“Verleugne nie, was du als Wahrheit erkannt hast!” (Inneres Wort)

Dieser Aufforderung zu folgen, ist für uns Christen eine große Herausforderung.

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, nie die Wahrheit zu verleugnen, denn Gott selbst ist die Wahrheit, und sie zu bekennen, entspricht unserem tiefsten Wesen. Doch die Schrift macht uns deutlich: “Das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfaßt” (Joh 1,5). Und nicht nur das! Die Finsternis versucht nicht nur, die Wahrheit zu verdecken, sie bekämpft sie und zieht sie sogar ins Lächerliche.

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DER WEG DURCH DEN ADVENT – TAG 10: Die Geburt des Herrn in uns »Das Wort im Herzen bewegen«     

Die Verinnerlichung unseres Glaubens ist ein entscheidendes Moment, in welchem Maß sich die von Gott geschenkte Gnade in unserem Leben entfalten kann.

Der Glaube drängt danach, verinnerlicht zu werden, damit er sich nicht nur in äußeren Gebärden und Vollzügen manifestiert – ohne ihnen ihren Wert abzusprechen –, sondern sich auch tief in unseren Herzen verankert. So formt sich ein reiches, gottverbundenes Innenleben, das immer da ist und wächst.

Gott bietet uns verschiedene Wege der Verinnerlichung an.

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