“Wissen ohne Liebe bläht auf, Liebe ohne Wissen gerät in Irrtum.” (Heiliger Bernhard von Clairvaux)
Es ist der hl. Bernhard, der uns diesen Leitspruch geschenkt hat. Derselbe, der auch gesagt hat: “Glühen ist besser als Wissen”. Weiterlesen
“Wissen ohne Liebe bläht auf, Liebe ohne Wissen gerät in Irrtum.” (Heiliger Bernhard von Clairvaux)
Es ist der hl. Bernhard, der uns diesen Leitspruch geschenkt hat. Derselbe, der auch gesagt hat: “Glühen ist besser als Wissen”. Weiterlesen
Der Glaube stellt unsere wahre Verbindung mit Gott wieder her. Er wird genährt durch das Wort Gottes, das uns immer tiefer das Licht der Wahrheit schenkt und uns aufrichtet. Durch die Vergebung der Sünden öffnet Gott sein Herz weit für uns und wir erfahren seine unaussprechliche Barmherzigkeit. In der Begegnung mit der Liebe Gottes, die uns in den Sakramenten der Taufe und Buße geschenkt wird, heilt unsere Seele mehr und mehr von den Folgen ihres Abfalls von Gott. Sie lebt nun nicht mehr in der Finsternis, sondern hat den Weg gefunden, trotz noch anhaltender Kämpfe, sich für die Gnade Gottes empfänglich zu machen und so die heilende Güte Gottes aufzunehmen. Ein wahrhaft anderes Leben hat begonnen, ein Leben, das dem Menschen seine ursprüngliche Schönheit wiederschenkt und ihm seine Würde zurückgibt.
“Sei heiter und froh, denn meine Liebe ist größer als deine Schwachheit.” (Inneres Wort)
Ein wunderbares Wort des Trostes! Wie oft begegnen wir unserer eigenen Schwachheit, wenn wir einen realistischen Blick auf uns selbst richten. Dann kann es passieren, daß wir sehr betrübt sind, wenn wir wieder einmal das nicht erreicht haben, was wir uns vorgenommen haben, oder wenn »die alten Schwächen« uns wieder bedrängen, die wir noch nicht wirklich überwunden haben.
Durch das Geschenk des Glaubens wird die wahre transzendente Bestimmung des Menschen wiedererweckt. Das Wort Gottes nährt uns täglich, erleuchtet unseren Verstand und vertreibt die Finsternis der Unwissenheit und des Irrtums.
Doch all dies kann erst dann in der Tiefe wirksam werden, wenn uns unsere Schuld vergeben wird, die unser Leben belastet und unsere Beziehung zu Gott verdunkelt.
Durch Tod und Auferstehung seines Sohnes bietet Gott dem Menschen die Vergebung seiner Schuld an. Es ist ein Akt unendlicher Barmherzigkeit und Liebe, daß Gott die Schuld des Menschen auf sich nimmt und ihn so wiederaufrichtet.
“Zweifeln kann man an der Gesinnung des Menschen, nicht aber an den Plänen Gottes. Sie entfalten sich – ob gelegen oder ungelegen – durch Irrungen und Finsternisse hindurch.” (Inneres Wort)
Gestern haben wir unseren Blick darauf gerichtet, wie mit der Annahme des wahren Glaubens ein umfassender Heilungsprozess beginnt. Dank des Glaubens, der unsere Antwort auf Gottes Liebe und Suche nach uns ist, findet die transzendente Bestimmung unseres Lebens ihren Weg: Nun ist eine bewußte Beziehung mit Gott wiederhergestellt und das Leben Gottes kann sich uns mitteilen.
Wichtig ist die Betonung des »wahren Glaubens«, so wie er uns durch die Heilige Schrift und das authentische Lehramt der Kirche vermittelt wird. Damit ist nicht gemeint, daß nicht auch Elemente der Wahrheit in anderen Religionen vorhanden sein können. Sie sind jedoch häufig noch mit Irrtümern und einem Mangel an Gotteserkenntnis durchsetzt. Daher stellen sie keinen gültigen Heilsweg dar und können die Seele auch nicht so heilen, wie es allein der authentische Weg des Glaubens an Jesus Christus vermag. Auf diesen Weg ruft Gott alle Menschen.
“Bittet mich, damit ich das Werk meiner Liebe in allen Seelen vollbringen kann.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).