“Ihr wißt gut genug, daß unser lieber Herrgott nicht so sehr auf die Größe unserer Taten schaut, nicht einmal auf ihre Schwierigkeit, sondern auf die Liebe, mit der wir sie tun.” (Thérèse von Lisieux)
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Seliger Heinrich von Zwiefalten: »Ein etwas vergessener Heiliger«
Natürlich denkt man am 4. November an den großen Bischof Karl Borromäus mit all seinen Werken für die Erneuerung der Kirche. Zurecht preist die Liturgie Gott für seine Taten. Mir liegt jedoch daran, manchmal etwas vergessene Heilige ins Bewußtsein zu rufen, damit wir uns an ihrem Leben erfreuen und dem Herrn danken können. Es bleibt auch zu hoffen, daß sie sich freuen, wenn wir an sie denken.
Ein solcher etwas vergessener Seliger ist Heinrich von Zwiefalten, von dem man das Grab nicht kennt. Für ihn wurde auch kein Altar errichtet und kein Bildstock – oder wenn, dann ist dieser sehr unbekannt geblieben.
In den Augen Gottes ist er aber nicht vergessen, und auch in alten Chroniken findet man ihn. Seine Lebensgeschichte ist jedenfalls sehr bewegend. Weiterlesen
SICH UM GOTT KÜMMERN
“Jener findet in Gott seine Gelassenheit, der sich bemüht, der Wahrheit zu entsprechen und sich wenig darum kümmert, wie er von den Menschen behandelt oder eingeschätzt wird.” (Seliger Heinrich Seuse)
TREUE UND AUFMERKSAMKEIT
“Bleibe mir bis in die kleinsten Dinge treu und aufmerksam! Das wird deine Kraft stärken.” (Inneres Wort)
Das heutige Wort soll uns tiefer in die Jüngerschaft führen, in welcher der Vater uns lehrt, seine Wege mit größter Aufmerksamkeit zu gehen. Gerade dann, wenn wir mit Nachlässigkeit zu kämpfen haben, gehört es zur Selbsterziehung im Herrn, uns nicht gehen zu lassen und uns nicht von der Dynamik der mangelnden Sorgfalt mitreißen zu lassen. Das kennen wir auch bei weltlichen Angelegenheiten. Wenn wir nicht aufmerksam sind, entgleiten sie uns leicht, und je häufiger das geschieht, desto mehr beginnt diese Haltung uns zu dominieren. Weiterlesen
Heilige Ida von Toggenburg: »Von einem Leben im Schloß zu einem Leben im Wald«
Als ich mir den Heiligenkalender für den 3. November anschaute, berührte mich besonders die bewegende Geschichte der heiligen Ida von Toggenburg, einer Einsiedlerin aus dem 13. Jahrhundert.
Mit 17 Jahren wurde Ida von ihrem frommen Vater, Graf Hartmann, mit dem Grafen Heinrich von Toggenburg vermählt und zog mit ihm in die Schweiz. Ihr angesehener Ehemann, dem viele Schlösser gehörten und der als guter Kriegsmann galt, hatte jedoch ein sehr zorniges Gemüt. Ida, die gottesfürchtig und tugendhaft aufgewachsen war, ertrug dies mit Geduld und Sanftmut. Da das Ehepaar keine Kinder hatte, machte Ida die Armen zu ihren Kindern und wurde für viele Menschen in den Dörfern und Hütten zu einem »Engel des Trostes«. Sie wachte auch über alle, die zu ihrem Schloß gehörten, und führte sie durch ihr Wort und ihr Beispiel zu einem frommen Leben. Überall war sie beliebt.
Es hatte den Anschein, als könne sie dieses Leben zur Ehre Gottes und zum Wohl der Menschen weiterhin in Ruhe führen. Doch es kam anders.
DER VATER DES KÖNIG
“Damit alle diesen König [Jesus] wirklich erkennen können, ist es nötig, auch sein Königreich kennenzulernen. Um diese doppelte Erkenntnis zu erlangen, muß man auch den Vater dieses Königreiches, den Gründer des Königreiches, kennenlernen.” (aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)
Allerseelen – für die Toten beten
2 Makk 12,43–45
In jenen Tagen veranstaltete Judas, der Makkabäer, eine Sammlung, an der sich alle beteiligten, und schickte etwa zweitausend Silberdrachmen nach Jerusalem, damit man dort ein Sündopfer darbringe. Damit handelte er sehr schön und edel; denn er dachte an die Auferstehung. Denn hätte er nicht erwartet, daß die Gefallenen auferstehen werden, wäre es überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten. Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit entschlafen. Ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden.
Das Gedenken an die Entschlafenen schließt sich sehr sinnvoll an das Fest Allerheiligen an. Sie gehören ja zur »leidenden Kirche«, das heißt, sie sind Brüder und Schwestern, die sich im Zustand ihrer letzten Reinigung befinden und somit noch auf die volle Anschauung Gottes warten.
