30. Tag:  »Der Heilige Joseph und die Sendung des Mannes«

Anläßlich des Hochfestes des heiligen Joseph wollen wir heute im Rahmen unseres Weges durch die Fastenzeit ein wenig über den nachdenken, der von Gott erwählt wurde, der Pflegevater unseres Herrn Jesus Christus zu sein.                         

Mt 1,16.18–21.24a

Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus, der Messias, genannt wird. Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammen-gekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Weiterlesen

29. Tag: »Ein Zeugnis für das Volk Gottes des Alten Bundes«

Der 29. Tag unserer Fastenreise lädt uns ein, über das Volk des Alten Bundes nachzudenken, aus dem unser Herr und die Apostel hervorgegangen sind und dem bis heute noch die Erkenntnis des Messias fehlt. Die Folge ist, daß manche Juden noch darauf warten, andere gar im Staat Israel die messianische Verheißung schon erfüllt sehen oder auch in Gefahr sind, einem falschen Messias zu folgen, sofern die Religion noch eine Bedeutung für sie hat.

Das sollte uns als dem Volk des Neuen Bundes ein großes Anliegen der Liebe sein, daß die Juden nach so langer Zeit doch den Messias erkennen mögen, der niemand anders ist als Jesus Christus, der Sohn Gottes.

In der heutigen Lesung kündigt Gott dem Volk Israel an, daß es aus allen Ländern in sein Land zurückkehren wird, und daß es gereinigt und mit einem neuen Herzen ausgestattet wird (Ez 36,23–28).

Diesem Wort ging voraus, daß die Israeliten in ihrem eigenen Land nicht so lebten, wie es Gott wohlgefällig war, und er sie deshalb unter die Völker zerstreute.

“Als Israel in seinem Land wohnte, machten sie das Land durch ihr Verhalten und ihre Taten unrein.  Da goß ich meinen Zorn über sie aus, weil sie Blut vergossen im Land und das Land mit ihren Götzen befleckten. Ich zerstreute sie unter die Völker; in alle Länder wurden sie vertrieben. Nach ihrem Verhalten und nach ihren Taten habe ich sie gerichtet(Ez 36,17-19).

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DIE HEIMKEHR DER JUDEN STEHT NOCH AUS

Geliebter Vater, wie lange wartest Du schon auf die Umkehr Deiner »ersten Liebe«! In unerschütterlicher Treue rufst Du sie bis heute, Deinen Sohn zu erkennen und ihm zu folgen. Noch ist es nicht geschehen, aber bis zum Ende der Zeiten wirst Du nicht aufhören, es zu tun, weil Du Deine Liebe nie verrätst.

Du hast Dein Werk mit dem heiligen Rest weitergeführt und die Apostel Deines Sohnes bis an die Enden der Erde gesandt (vgl. Mt 28,19), um Dir ein Volk aus allen Nationen zu schaffen und es in der Kirche zu sammeln. Hier sind wir nun und sollen allen Völkern Deine Liebe bezeugen. Vielleicht können wir ja auch Deine »erste Liebe« erreichen, denn nichts Besseres könnten wir für sie tun, als ihnen den zu bezeugen, den Du als ihren Erlöser und den der Welt geschickt hast.

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DIE LIEBE DURCH DIE LIEBE BEGREIFEN

Lieber Vater, wie können wir Deine Liebe noch besser begreifen?

Als die Israeliten Dich mit ihrem Tanz um das Goldene Kalb beleidigt haben (Ex 32,8), hast Du das Flehen Deines Dieners Mose angenommen und es ihnen nicht angerechnet. Immer wieder stoßen wir auf Deine Vergebungsbereitschaft, die auch die gräßlichsten Sünden vergeben will – und es gibt so viele davon!

Staunend stehen wir dieser Liebe gegenüber. Gewiß, wir kennen sie! Sie wird uns Tag für Tag durch den Heiligen Geist bezeugt und wir vermögen sie immer besser kennenzulernen. Es gibt so viele Beispiele in der Heiligen Schrift, und auch im Leben der Heiligen begegnen wir nicht selten der unfaßbaren Güte, die sich in ihrem Leben zeigt und durch die Du Dich kundtust.

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28. Tag: »Jesu Wort kommt vom Vater«      

Zurückgekehrt zu den biblischen Texten, die uns durch die Fastenzeit begleiten, hören wir zunächst von der Idolatrie der Israeliten. Sie hatten sich ein Goldenes Kalb gemacht und Mose mußte die Worte des Herrn hören:

Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten heraufgeführt hast, läuft ins Verderben. Schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Sie haben sich ein Kalb aus Metall gegossen und werfen sich vor ihm zu Boden. Sie bringen ihm Schlachtopfer dar und sagen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben. Weiter sprach der Herr zu Mose: Ich habe dieses Volk durchschaut: Ein störrisches Volk ist es. Jetzt laß mich, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und sie verzehrt. Dich aber will ich zu einem großen Volk machen.” (Ex 32,7–10)

Immer wieder gerieten die Israeliten im Laufe ihrer Geschichte in die Gefahr, falschen Göttern zu huldigen. Nicht zuletzt deshalb wollte Gott sie von den anderen Völkern absondern, damit sie nicht in den Götzendienst geraten, der vor Gott ein Greuel ist. Die Heilige Schrift macht deutlich, daß diese “falschen Götter” im Gegensatz zu Gott stehen. Vom Heiligen Paulus wissen wir, daß sich hinter den Götzen Dämonen verbergen, die die Menschen täuschen wollen (vgl. 1 Kor 10,19–20). Sie tun auch heute ihre Arbeit, um die Menschen von der Erkenntnis Christi abzuhalten.

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DER DIENST DER FÜRBITTE

Wie weh hat es dem Heiligen Abraham aus Edessa getan, als er hören mußte, daß seine Nichte Maria, die er tief in ein gottbezogenes Büßerleben eingeführt hatte, verführt wurde und vom Weg des Heils abkam! Wie viele Tränen hat er vergossen und welche Werke der Buße getan, bis er sie wieder auf den Weg der Heiligkeit zurückführen konnte!

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27. Tag: »Der Heilige Abraham und seine Nichte, die Heilige Maria«     

Da wir die Reinigung des Tempels bereits am neunten Tag unseres Fastenpfades thematisiert haben (https://elijamission.net/7-tag-im-heiligen-geist-dem-boesen-widerstehen/#more-19907) werde ich heute die Geschichte von zwei Heiligen in unseren Weg integrieren, deren Fest am 16. März ist. Es handelt sich um den heiligen Abraham († 16. März 360) aus Edessa in Mesopotamien und um seine Nichte Maria († 16. März 355).

Schon früh hatte Abraham Sehnsucht nach einem Leben in der Einsamkeit mit Gott und bat seine Eltern um Erlaubnis, ein solches Einsiedlerdasein zu führen. Doch seine Eltern hatten eine Hochzeit mit einer – aus ihrer Sicht – ihm würdigen Jungfrau vorgesehen. Schweren Herzens war Abraham ihnen gehorsam.  Die Legende berichtet Folgendes: Nach der Hochzeitsfeier “erklärte er seiner Braut den gefaßten Entschluß, in immerwährender Enthaltsamkeit zu leben. Dann ging er heimlich davon und verschloß sich in einer einsamen Zelle, die ungefähr eine Stunde von der Stadt Edessa entfernt lag.

Der Ruf Gottes in die Einsamkeit war stärker, sodaß auch alle Versuche, ihn zu seiner Gattin zurückzuführen, vergeblich waren. Er mauerte seine Zelle zu bis auf ein kleines Fenster, durch das er die notwendigsten Dinge für seinen Lebensbedarf erhielt.

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