Wahre Einheit unter den Menschen

Lk 8,19-21

In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm, konnten aber wegen der Volksmenge nicht zu ihm gelangen. Da wurde ihm berichtet: Deine Mutter und Deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen. Er aber antwortete: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln!

Mit diesen Worten öffnet uns der Herr den Blick für die höchste Dimension der Verwandtschaft unter den Menschen, nämlich die Verwandtschaft all derer, die als Kinder Gottes leben. Sie übersteigt jede natürliche Verwandtschaft, die Blutsverwandtschaft, da die Kinder Gottes gemeinsam auf ihn, den Herrn, ausgerichtet sind. Mit niemandem können wir eine so selbstverständliche Beziehung pflegen wie mit denen, die ernsthaft nach dem Willen Gottes Ausschau halten und ihn täglich zu erfüllen versuchen.

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AUF GOTT SCHAUEN

“Schau nicht so sehr auf deine Schwächen und Begrenzungen, sondern auf mich, der dich gerufen hat und an dir festhält, komme, was da wolle.” (Inneres Wort)

Auf unserem Weg der Nachfolge ist dieses Wort eine wichtige Orientierung. Manchmal kann es geschehen, daß uns der Mut sinkt, wenn wir unsere Schwächen und Begrenzungen wahrnehmen. Die eigene Unfähigkeit zu ertragen, ist in der Tat nicht so einfach. Wir können dann nur schwer aus der eigenen Kraft schöpfen und wirken vielleicht sogar wie gelähmt.

Doch hier gilt es, den Blick auf unseren Vater zu richten und uns immer wieder klar zu werden, daß Gott uns gerufen hat und von seiner Seite aus alles getan wird, um uns sicher auf den Weg in die Ewigkeit zu führen. Das ist es, was uns durchträgt, wenn wir an uns selbst arges Ungenügen finden. Dies hilft uns zugleich, den Schwerpunkt unseres Lebens zu verlagern. Denn ob wir nun zu selbstsicher oder zu unsicher sind: Beides bindet uns an die eigene Person.

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Fest des Heiligen Apostels Matthäus: “Die Tugend der Geduld”  

Eph 4,1-7.11-13

Brüder! Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe, und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist. Aber jeder von uns empfing die Gnade in dem Maß, wie Christus sie ihm geschenkt hat. Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi. So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen.

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ALS SÖHNE UND TÖCHTER DES VATERS LEBEN

“[…] Ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Herrscher über die ganze Schöpfung.” (2 Kor 6,18)

Im Vaterbüchlein von Madre Eugenia werden diese heiligen Worte des Neuen Testaments vergegenwärtigt: “Ich habe euch mit dem wahren Geist des neuen Gesetzes ausgestattet.” Damit ist der neue Bund gemeint, den der Herr durch das Kommen seines Sohnes mit den Seinen geschlossen hat. “Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.” (Joh 1,17)

So sind nach den Worten des Vaters alle Menschen zu jener Würde erhoben, die Kindern Gottes gebührt.

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Die Demut, eine schöne Blume im Garten des Herrn

Wir nehmen heute die Lesung des XVII. Sonntags nach Pfingsten gemäß der Leseordnung des Alten Ritus.

Eph 4,1-6

Brüder! Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe, und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.

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UMGANG MIT GEDANKEN

“Kümmere dich nicht um ihre Einblasungen! Sie sind nicht wichtig und schädlich und wollen dir nur den Frieden und die Zuversicht rauben.” (Inneres Wort)

Hier sind falsche und irrige Gedanken in den Blick genommen, die aus unserem Herzen aufsteigen können oder von den Mächten des Bösen »eingeflüstert« werden. Auch Gerüchte oder schlechte Gedanken, die andere Menschen möglicherweise über uns haben, vermögen in irgendeiner Weise indirekt auf uns einzuwirken und uns zu beunruhigen.

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Mit Blick auf die Ewigkeit

Hebr 10,32-36 (Lesung am Gedenktag des Heiligen Januarius)

Erinnert euch an die früheren Tage, als ihr nach eurer Erleuchtung manchen harten Leidenskampf bestanden habt: Ihr seid vor aller Welt beschimpft und gequält worden, oder ihr seid mitbetroffen gewesen vom Geschick derer, denen es so erging; denn ihr habt mit den Gefangenen gelitten und auch den Raub eures Vermögens freudig hingenommen, da ihr wußtet, daß ihr einen besseren Besitz habt, der euch bleibt. Werft also eure Zuversicht nicht weg, die großen Lohn mit sich bringt. Was ihr braucht, ist Ausdauer, damit ihr den Willen Gottes erfüllen könnt und so das verheißene Gut erlangt.

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