ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC: »Die Mission wird konkret« (III)

In den kommenden Jahren ihres Heranwachsens trug Jeanne d’Arc dieses Geheimnis zwischen Gott und ihr verborgen in sich. Sie sprach mit niemandem darüber, weder mit dem zuständigen Pfarrer noch mit ihren Eltern oder Freunden. Unter der Führung ihrer Heiligen richtete sie ihr ganzes Leben danach aus, und erfuhr nach und nach mehr über ihre Mission.

Die schwierige Kriegslage Frankreichs war der jungen Jeanne bewußt, denn der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich machte auch vor ihrem Dorf keinen Halt. Die politische Zerrissenheit des Landes, die verschiedenen Kriegsparteien und die herumstreunenden, plündernden Banden stellten eine ständige Bedrohung dar. Es bestand keine Aussicht auf Frieden. Gewiß war diese unheilvolle Situation das tägliche, sorgenvolle Gesprächsthema aller Bewohner Domrémys und Umgebung.

Im Laufe dieses Krieges hatten die Engländer nach und nach große Gebiete Frankreichs unter ihre Kontrolle gebracht. Sie verbündeten sich mit den französischen Burgundern, sodaß die Eroberung ganz Frankreichs und die damit einhergehende Herrschaft des englischen Königs sich immer stärker abzeichnete.

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ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC: »Das Herz der Heiligen« (II)  

Jeanne kam am 6. Januar 1412 in Domrémy (Frankreich) als viertes Kind von Jacques d’Arc und seiner Frau Isabelle zur Welt. Sie wuchs in einfachen bäuerlichen Verhältnissen auf, konnte weder lesen noch schreiben, erlernte das Spinnen und Nähen und hütete manchmal das Hauswesen. Ihre Eltern galten als rechtschaffene Christen. Von ihrer Mutter wurde Jeanne im Glauben unterwiesen.

Als im Jahr 1456 im Zuge der Rechtfertigung von Jeanne, (König Karl VII. hatte den Auftrag gegeben, die Wahrheit über den kirchlichen Prozeß gegen Jeanne herauszufinden) Zeugen aus dem Dorf Domrémy befragt wurden, gaben sie ein einhelliges Zeugnis über sie ab. Sie galt als frommes Mädchen, das gerne zur Kirche ging und den Menschen half. Möge das Zeugnis des Bauern Simonin Musnier vom 30. Januar 1456 für viele ähnliche Zeugnisse stehen:

“Ich bin mit Jeanne, die man Jungfrau genannt hat, aufgewachsen. Ich wohnte in der Nähe vom Haus ihres Vaters. Wirklich, ich weiß wie gut sie war, wie schlicht und fromm! Sie verehrte Gott und seine Heiligen. Sie ging oft und gerne zur Kirche und zu den geweihten Orten, tröstete die Kranken und gab den Armen Almosen: das konnte ich selbst erfahren: Als ich klein war, ging es mir nicht gut, und Jeanne kam, um mich zu trösten.”

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DER UMGANG MIT DEN SORGEN

Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? […] Euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles braucht.” (Mt 6,31–32)

Sehr oft werden wir in der Heiligen Schrift gemahnt, uns nicht den Sorgen zu überlassen, denn leicht sehen wir dann keinen Ausweg mehr. Die Sorgen können uns ständig begleiten, an unserer Lebenskraft nagen, und wir schauen »vergrämt« in die Welt. Schon am Morgen sind sie da, und auch am Abend verlassen sie uns nicht. Weiterlesen

ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC: »Das Herz der Heiligen« (I)

Es war der 30. Mai 1431 in Rouen in Frankreich – einen Tag nach dem Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Am Morgen hatten sich auf dem dortigen alten Marktplatz in der Nähe der Erlöserkirche viele Menschen versammelt. Neben dem Volk, das sich dort einfand, und dem Klerus, waren viele Soldaten anwesend. Allerdings waren es keine französischen Soldaten, sondern englische, denn Rouen war eine der Städte, die im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England noch unter englischer Herrschaft stand.

Auf dem Marktplatz war ein Gerüst aufgebaut, und dort stand eine junge Frau, neunzehn Jahre alt. Wegen dieser Frau hatten sich die Menschen versammelt, geistliche und weltliche Herren.

Auf diese junge Frau richteten sich alle Blicke.

Wer war sie? Warum stand sie dort?

Nun hielt Nicolaus Midi, Doktor der Heiligen Theologie, vor der ganzen Versammlung eine Predigt über Vers 26 aus dem zwölften Kapitel des ersten Briefes des Apostels Paulus an die Korinther:

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DAS GEBET DES HERRN

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Es ist das Gebet, das Jesus uns anvertraut hat, damit wir mit ihm unseren göttlichen Vater auf diese vertraute Weise ansprechen können. Weiterlesen

Tag 14 – Die Geduld    

Geliebter Heiliger Geist, mit der heutigen Meditation beenden wir diese Vorbereitung auf das große Fest Deines Kommens. Mögen Deine Früchte in uns wachsen und reifen, denn so können wir den verherrlichen, von dem alles kommt, und Dich vor der Welt bezeugen!

Dazu brauchen wir Geduld, denn diese Früchte reifen mit jedem Tag mehr. Geduld brauchen wir erst recht mit den anderen Menschen, daß sie aufnehmen können, was Gott für sie bereitet hat.

Wie viel Geduld hat Gott mit uns! Wie versucht er uns immer wieder zu erreichen, die ganze Menschheit, die oft so irrige Wege geht!

Auch wenn wir mit Sehnsucht auf die Wiederkunft Christi warten und uns Tag für Tag vorbereiten – sei es für die Stunde des Todes oder die Parusie am Ende der Zeiten –wissen wir:

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IM VERBORGENEN DEN HERRN SUCHEN

“Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater!” (Mt 6,6)

Welchen vertrauten Raum bietet uns der Herr doch an!

So schön die Kirchen und heiligen Orte auch sein mögen, wenn sie Stätten würdiger Liturgien und des gemeinsamen gläubigen Gebetes sind, so öffnet uns der Vater doch noch einen anderen und immerwährenden Zugang zu sich. Sein Herz steht für uns offen, und immer hört er uns. Das erlaubt uns, in ein immerwährendes Gebet zu ihm einzutreten. Dieses verborgene Gebet ist ungemein wertvoll und braucht keine äußeren Gesten, sondern nur ein offenes Herz gegenüber unserem Vater. Weiterlesen