EINE ANDERE QUALITÄT DES LEBENS

“Ich bin mitten unter euch. Selig sind, die diese Wahrheit glauben und diese Zeit nutzen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Was würde sich nicht alles ändern, wenn wir dieses Wort unseres Vaters im Leben verwirklichen würden! Es reicht nicht aus, nur an die allgemeine Anwesenheit Gottes in dieser Welt zu glauben, und zu erkennen, daß Gott all die Dinge in seiner Hand behält, so wichtig das auch ist!

Diese Aussage gilt jedoch auch für das konkrete liebende Walten Gottes im Leben eines jeden Menschen. Im Glauben öffnet sich bereits ein Blick, der dann in der Ewigkeit ins Schauen übergeht. Und das hat eine große Auswirkung.

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DER BLICK AUF GOTTES BESONDERE GÜTE

“Wie wunderbar muß doch der Himmel sein, daß Gott eine so peinlich genaue Reinigung der Seelen vornimmt.” (Heilige Katharina von Siena)

Dieses Wort schenkt uns die heilige Katharina von Siena, die es wissen muß, denn sie war sehr tief mit unserem Herrn verbunden und wurde zur Kirchenlehrerin erhoben.

Sie geht das Thema der notwendigen Reinigung vor dem Tod in der rechten Weise an mit dem Blick auf die Ewigkeit. Um in die Herrlichkeit des Himmels eintreten zu können, müssen wir vollkommen gereinigt sein. Nichts vom Schmutz der Sünde und deren Auswirkungen kann und soll in das Reich der ewigen Liebe mitgenommen werden.

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Unerschrocken das Evangelium verkünden

Joh 1,45-51

Philippus traf Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazareth, der Sohn Josefs. Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazareth? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh! Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Nathanael fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Nathanael antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, daß ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

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EIN ANDERES MARTYRIUM

“Das Martyrium besteht nicht nur im Sterben für den Glauben. Das Martyrium besteht auch darin, Gott mit Liebe und Reinheit des Herzens jeden Tag seines Lebens zu dienen.”  (Heiliger Hieronymus)

Mit diesen Worten des heiligen Hieronymus sind wir alle eingeladen, jeden Tag das Martyrium der Liebe – wenn man es so will – zu erleiden oder besser zu vollziehen. Nicht nur das hochgeschätzte Blutmartyrium für den heiligen Glauben erstrahlt in hellem Licht, sondern auch das verborgene Leben in Christus, das wir als den Weg der Heiligkeit bezeichnen. Das gilt auch, wenn niemand davon Kenntnis nimmt, denn unser himmlischer Vater sieht unsere Bemühungen sehr genau, stützt sie und regt sie mit seiner Gnade an.

Es ist ein Weg, der Ausdauer braucht und immer wieder Ermutigung, wenn wir die Grenzen unserer Liebesfähigkeit wahrnehmen. Sie zu bemerken, ist hilfreich, aber enttäuscht über sich stehenzubleiben, ist verkehrt!

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Gottes Weisheit in allem

Röm 11,33-35

O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege!  Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?  Wer hat ihm etwas gegeben, sodaß Gott ihm etwas zurückgeben müßte?  Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Dieser Ausruf kommt aus dem Herzen und dem Geist des Heiligen Paulus, welcher die wunderbaren Führungen Gottes erkennt, trotz der Widerstände des Volkes Israel. Ihm ist eine große Erkenntnis Gottes geschenkt, und aus seinen eigenen Worten wissen wir, daß Gott ihm sogar ein bestimmtes Leiden gelassen hat, damit er sich wegen seiner hohen Erkenntnisse nicht überhebe (vgl. 2 Kor 12,7).

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Die Schule der Demut

Mt 23,1-12

In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

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DIE NEUHEIT DER GNADE

“Wir wollen jeden Tag ein neues Leben beginnen.”  (Heilige Teresa Benedikta vom Kreuz – Edith Stein)

Was kann die Heilige damit gemeint haben? Sie hat wohl darunter verstanden, daß jeder Tag, den man bewußt mit unserem himmlischen Vater lebt, ein sogenannter Kairos ist. Um es einfach auszudrücken, ist damit die Stunde der Gnade gemeint, die wir ergreifen sollen.

Es gibt ja nicht wenige Momente im Leben, in denen man den Eindruck gewinnt, man würde gerne ein neues Leben beginnen. Vielleicht ist uns das Leben aus der Hand geglitten, wir haben es aber bereut und wollen neu anfangen. Vielleicht haben wir endlich eine richtige Entscheidung getroffen, die schon lange anstand. Vielleicht haben wir etwas überwunden, was uns lange festgehalten hat.

Nach solchen Momenten spürt man durch die Gnade Gottes einen inneren Aufschwung. Wir werden durch sie belebt und können Schritte nach vorne tun.

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