Das Geschenk des Heils

 

Gal 3,1-5

Ihr unvernünftigen Galater, wer hat euch verblendet? Ist euch Jesus Christus nicht deutlich als der Gekreuzigte vor Augen gestellt worden? Dies eine möchte ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch die Werke des Gesetzes oder durch die Botschaft des Glaubens empfangen? Seid ihr so unvernünftig? Am Anfang habt ihr auf den Geist vertraut und jetzt erwartet ihr vom Fleisch die Vollendung. Habt ihr denn so Großes vergeblich erfahren? Sollte es wirklich vergeblich gewesen sein? Warum gibt euch denn Gott den Geist und bewirkt Wundertaten unter euch? Weil ihr das Gesetz befolgt oder weil ihr die Botschaft des Glaubens angenommen habt?

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DAS LICHT EINER KERZE

“Die ganze Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzelnen Kerze nicht löschen.” (Hl. Franz von Assisi)

“Ihr seid das Licht der Welt” (Mt 5,13), sagt Jesus zu seinen Jüngern. Dem geht sein Zeugnis über sich selbst voraus: “Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben” (Joh 8,12).

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Aspekte des Vaterunsers

Lk 11,1-4

Jesus betete einmal an einem Ort; und als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat. Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Und erlaß uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung.

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IMMER DIE FREUDE BEWAHREN

“Der Teufel freut sich vor allem, wenn es ihm gelingt, dem Herzen des Dieners Gottes die Freude zu entreißen.” (Hl. Franziskus von Assisi)

Ein mißmutiges Zeugnis unseres heiligen Glaubens wird andere Menschen kaum anstecken, sich dem Glauben intensiver zuzuwenden. Auch ein übertrieben euphorisches Zeugnis wird für wahre Gottsucher wenig anziehend sein. Was es jedoch einfacher macht, Menschen einen Weg zum Glauben zu öffnen, ist ein freudiges Herz, welches von Liebe und Dankbarkeit zu Gott entbrannt ist. In einem solchen Herzen wird jene Freude wohnen, von der der Heilige Franziskus in dem obigen Wort spricht. Auch der heilige Paulus ruft uns zu: “Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!” Diese Freude schenkt den rechten Blick auf die Schönheit des Glaubens. In gewisser Weise ist diese Freude in und an Gott unwiderstehlich.

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DIE WAHRHEIT IST DIE RICHTSCHNUR

“ Es ist ein Verbrechen, den Frieden zu stören, wo die Wahrheit regiert. Es ist ein Verbrechen, im Frieden zu bleiben, wenn man die Wahrheit zerstört. Die Wahrheit ist demnach die Richtschnur und das letzte Ziel der Dinge.” (Blaise Pascal)

In seinem so wichtigen Wort, das wir nie vergessen oder relativieren sollten, läßt uns der Herr verstehen: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich” (Joh 14,6). Weiterlesen

Der rechte und der falsche Eifer

Gal 1,13-24

Brüder! Ihr habt gehört, wie ich früher als gesetzestreuer Jude gelebt habe, und wißt, wie maßlos ich die Kirche Gottes verfolgte und zu vernichten suchte. In der Treue zum jüdischen Gesetz übertraf ich die meisten Altersgenossen in meinem Volk und mit dem größten Eifer setzte ich mich für die Überlieferungen meiner Väter ein. Als aber Gott, der mich schon im Mutterleib auserwählt und durch seine Gnade berufen hat, mir in seiner Güte seinen Sohn offenbarte, damit ich ihn unter den Heiden verkündige, da zog ich keinen Menschen zu Rate; ich ging auch nicht sogleich nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog nach Arabien und kehrte dann wieder nach Damaskus zurück. Drei Jahre später ging ich nach Jerusalem hinauf, um Kephas kennenzulernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. Von den anderen Aposteln habe ich keinen gesehen, nur Jakobus, den Bruder des Herrn. Was ich euch hier schreibe – Gott weiß, daß ich nicht lüge. Danach ging ich in das Gebiet von Syrien und Zilizien. Den Gemeinden Christi in Judäa aber blieb ich persönlich unbekannt, sie hörten nur: Er, der uns einst verfolgte, verkündigt jetzt den Glauben, den er früher vernichten wollte. Und sie lobten Gott um meinetwillen.

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