15.Tag: »Die Friedensblume«      

Diese Betrachtung für den 15. Tag des Fastenwegs schreibe ich in Jerusalem im Schatten ernster Kriegshandlungen zwischen USA/Israel und dem Iran. Am 28. Februar 2026 hat am Morgen ein Bombardement Irans unter dem Namen »Operation Roaring Lion« (brüllender Löwe) begonnen, mit Raketenvergeltungsschlägen des Iran, die mit Sirenen in weiten Teilen Israels – auch in Jerusalem – angekündigt werden.

Der Lesungstext vom 4. März aus dem Buch Esther spricht von der Allmacht Gottes, das Evangelium (Mt 20,17–28) von der Königsherrschaft Christi.

Es wird berichtet, daß im Reich des persischen Königs Artaxerxes durch den Einfluß von Haman, dem zweiten Mann nach dem König, die Vernichtung aller Juden durchgeführt werden sollte. Im Buch Esther wird uns ein Gebet überliefert, welches in höchster Not zu Gott emporgetragen wurde:

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14.Tag: »Für den Herrn der erste Platz«      

Heute begegnen wir dem Propheten Elija (1 Kön 17,8–16), der von Gott zu einer Witwe geschickt wird, der Gott geboten hat, ihn zu ernähren. Als Elija ihr beim Holzauflesen am Stadttor begegnet, bittet er sie, ihm Wasser und etwas Brot zu bringen. Die arme Witwe erwidert ihm: “So wahr der Herr, dein Gott, lebt: Ich habe kein Brot mehr, nur noch so viel Mehl im Gefäß, wie eine Hand fassen kann, und ein wenig Öl im Krug. Ich lese ein paar Stücke Holz auf, um hinzugehen und für mich und meinen Sohn Brot zu bereiten, damit wir es essen und dann sterben” (V.12).

Doch Elija ermutigte sie, zu tun, was er gesagt hatte, ihr zuerst ein wenig Brot zu bringen und dann für sich und ihren Sohn zu sorgen, und er fügt hinzu: “Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Das Mehl soll im Gefäß nicht zu Ende gehen und der Ölkrug nicht leer werden bis zu dem Tage, an dem der Herr Regen auf die Erde senden wird” (V. 14).

Die Witwe tat, wie Elija gesagt hatte, und es geschah, wie vorhergesagt.

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ZUERST DER HERR!

Lieber Vater, als ich heute die Betrachtung über die Geschichte von Elija und der Witwe aus Sarepta niederschrieb – der Du in Deiner Güte ob ihres Hörens auf den Propheten ihre Not gewendet hast –, behielt ich so stark in Erinnerung, daß Du in allem, was wir tun, immer der Erste sein solltest. In den Zeiten des Alten Bundes brachte man Dir die Erstlingsgaben dar, und heute sollte es nicht anders sein! Im Gegenteil: Mit dem Licht des Neuen Testamentes und dem Kommen Deines Sohnes können wir Dich und Deine Liebe noch besser erkennen. Das erste Wort sei Dir am Morgen geweiht, das letzte am Abend. Immer sind wir gerufen, den Blick zu Dir zu erheben, wie es Dein geliebter Sohn getan hat, der Dich in allem verherrlicht hat.

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13. Tag: »Ursachen des Elends auf der Erde«      

Heute begegnen wir auf unserem Fastenpfad einem flehentlichen Gebet Daniels. Er weiß sehr wohl, warum Jerusalem in große Not geraten ist.

Dan 9,15-19

Wir haben gesündigt, haben Unrecht getan, o Herr! gegen alle deine Satzungen; gib doch, daß Dein Zorn und Dein Grimm von Deiner Stadt Jerusalem und Deinem heiligen Berge abgewendet werde; denn um unserer Sünden willen und um der Verschuldungen unserer Väter willen ist Jerusalem und dein Volk zum Spott geworden allen, die um uns her wohnen. So erhöre nun, unser Gott! das Gebet deines Dieners und sein Flehen und zeige Dein Angesicht um deiner selbst willen über deinem Heiligtum, das verwüstet liegt. Neige, mein Gott, Dein Ohr und höre! Öffne Deine Augen und schaue die Verwüstung und die Stadt, über welche Dein Name angerufen ist, denn nicht auf unsere Gerechtigkeit vertrauend, bringen wir vor deinem Angesicht unser Flehen dar, sondern auf deine großen Erbarmungen bauend. Erhöre, Herr! Sei gnädig, Herr! Merke auf und handle! Säume nicht um Deiner selbst willen, mein Gott! Denn über die Stadt und Dein Volk ist Dein Name angerufen. Weiterlesen

NICHT DIE HOFFNUNG VERLIEREN

Eigentlich, lieber Vater, könnte unser Leben so einfach sein, sogar nach dem so schmerzlich verlorenen Paradies, weil Du alles daransetzt, daß wir in der Würde leben, die Du uns geschenkt hast. Eigentlich ist es von einer wunderbaren Einfachheit zu leben: Wir erkennen Dich als den liebenden Vater, hören auf Deine Weisungen und tun mit Deiner Hilfe das, was Du sagst. Wahrer Friede und wahres Glück ziehen in uns ein, auch wenn wir auf dem Weg zu Dir in die Ewigkeit manchen Strauß auf der Erde auszufechten haben. Und selbst wenn Du uns rufst, auch für andere Menschen, die Du als Deine Kinder zu Dir heimführen möchtest und die ferne von Dir leben, am Leid Deines Sohnes teilzuhaben, wie Paulus es uns erklärt – das wahre Glück, das Du bist, bleibt immer da!

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DIE REINHEIT VERBREITET LICHT

Lieber Vater, heute mahnst Du uns durch Deinen Apostel in der Lesung, alle Unreinheit zu meiden. Es ist in der Tat furchtbar, wie die Unreinheit das Leben verdunkelt und wir dann auch das helle Licht der Reinheit der Engel und der heiligen Jungfrauen, die ihr Leben um der Reinheit willen gaben, wohl gar nicht mehr so richtig erkennen können. Und der strahlende Glanz der reinen Jungfrau! All das würde sich verdunkeln, wenn die geistige Unreinheit des Irrtums weiter in unsere Kirche einziehen würde, vielleicht sogar begleitet noch von anderen Formen der Unreinheit! Weiterlesen

12.Tag: »Ein sensibles Thema«      

1 Thess 4,17

Im Übrigen, Brüder, bitten und ermahnen wir euch im Namen Jesu, des Herrn: Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müßt, um Gott zu gefallen, und ihr lebt auch so; werdet darin noch vollkommener! Ihr wißt ja, welche Ermahnungen wir euch im Auftrag Jesu, des Herrn, gegeben haben. Das ist es, was Gott will: eure Heiligung. Das bedeutet, daß ihr die Unzucht meidet, daß jeder von euch lernt, mit seiner Frau in heiliger und achtungsvoller Weise zu verkehren, nicht in leidenschaftlicher Weise wie die Heiden, die Gott nicht kennen; und daß keiner seine Rechte überschreitet und seinen Bruder bei Geschäften betrügt, denn all das rächt der Herr, wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben. Denn Gott hat uns nicht dazu berufen, unrein zu leben, sondern heilig zu sein.

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