Lieber Vater, das geht zu weit: Deinen Sohn zu verdächtigen, daß er mit dem Teufel im Bunde steht, wenn er Wunder tut (Mt 12,24), und daß er von einem Dämon besessen ist, wenn er Worte der Weisheit spricht (Joh 8,52), wie es in Israel geschah!
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DAS LICHT DER WELT
“Ich bin das Licht der Welt.” (Joh 8,12)
Kaum gibt es ein schöneres Wort, lieber Vater, das Du uns durch Deinen Sohn schenkst. Wir alle sehnen uns doch nach dem Licht! Schon das natürliche Licht ist uns eine Freude und das übernatürliche Licht, das alles erleuchtet, noch viel mehr.
Warum nur gehen so viele Menschen an diesem Licht vorüber? Lieben sie tatsächlich die Finsternis mehr als das Licht, wie es die Schrift bezeugt: “Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse” (Joh 3,19)?
32. Tag: »Das Licht der Welt«
Im heutigen Evangelium (Joh 8,12–20) spricht Jesus zur Volksmenge der Juden Worte, die für alle Zeit gelten: “Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandert nicht in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.” (V. 12)
Es sind Worte, die aufgenommen werden wollen; Worte, die erleuchten und uns mit dem Licht verbinden, das Jesus selbst ist. Jesus mutet den Hörenden dieses Wort zu, auch wenn sie noch nicht alles verstehen konnten. Schwierig wurde es mit den Pharisäern.
Sie stoßen sich am Anspruch, der ihnen aus den Worten Jesu entgegenkommt und der sie zur Erkenntnis seiner Person führen soll, damit sich ihnen der Weg zur Wahrheit öffnet und sie ihn als den Messias erkennen. Wenn man Jesus als den Messias erkennt, öffnet sich auch die Tür zu einer tieferen Erkenntnis Gottes, des himmlischen Vaters, der ihn gesandt hat. Geht man diesen Weg der Erkenntnis, dann kann das Licht des Heiligen Geistes immer mehr offenbaren, die Gotteserkenntnis wird genauer und umfassender und die Liebe zu Gott wächst.
31. Tag: » Totenerweckungen als Zeichen der liebenden Allmacht Gottes«
Nachdem wir gestern im Rahmen unseres Fastenpfades einen Blick auf den Heiligen Joseph geworfen haben, berichten heute sowohl die Lesung (1 Kön 17,17–24) als auch das Evangelium (Joh 11,1–45) von einer Totenerweckung. Im einen Fall handelt es sich um den Propheten Elija, der den Sohn der Witwe, die ihm Gastfreundschaft gewährte, erweckte. Die Erweckung ihres Sohnes brachte die Witwe zur vollen Überzeugung, daß es sich bei Elija um einen Propheten handelt: “Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes bist, und daß das Wort des Herrn in deinem Munde wahr ist” (V. 24).
Damit hat sie eine Dimension erfaßt, die ein solches Wunder bewirken soll, nämlich den Glauben zu erwecken, daß Gott am Werk ist. Eigentlich könnte man sagen: Eine Totenerweckung ist der physische Beweis dafür, daß Gott der Herr über Leben und Tod ist und daß nur ein Mann Gottes ein solches Wunder bewirken kann. Doch leider wird dieser Schluß nicht von allen gezogen, wie wir es schmerzhaft in den Zeugnissen des Evangeliums zu hören bekommen.
TOTENERWECKUNG UND EWIGES LEBEN
Warum, geliebter Vater, haben die Totenerweckungen nicht ausgereicht, um die Pharisäer zum Umdenken zu führen? Ist es nicht genug, wenn ein Wunder solchen Ausmaßes geschieht, um deutlich zu machen, daß Du am Werk bist? Was müßte denn noch geschehen?
Aber Deine Antwort können wir voraussehen, denn Du hast sie uns schon durch das Zeugnis der Schrift gegeben, und auch im Leben der Heiligen war es nicht selten so, daß selbst die größten Wunder die Tyrannen nicht zur Umkehr führten.
GEISTLICHE WACHSAMKEIT
“Laß mich dich immer wach vorfinden, damit ich immer mit dir rechnen und auf dich zählen kann!” (Inneres Wort)
»Wachsamkeit« ist ein Schlüsselbegriff für unser geistliches Leben. Sie gilt für sehr viele Bereiche und wird in der Heiligen Schrift unzählige Male thematisiert. Die ganz große und übergeordnete Perspektive für die Wachsamkeit ist die Wiederkunft des Herrn am Ende der Zeiten, auf die wir zuleben, was jedoch von uns Christen oft gar nicht wirklich realisiert wird. Dennoch ist diese Perspektive entscheidend für die Haltung, mit der wir unsere Aufgaben in der Welt angehen.
30. Tag: »Der Heilige Joseph und die Sendung des Mannes«
Anläßlich des Hochfestes des heiligen Joseph wollen wir heute im Rahmen unseres Weges durch die Fastenzeit ein wenig über den nachdenken, der von Gott erwählt wurde, der Pflegevater unseres Herrn Jesus Christus zu sein.
Mt 1,16.18–21.24a
Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus, der Messias, genannt wird. Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammen-gekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Weiterlesen
