DEN HERZENSFRIEDEN BEWAHREN

“Wer sich weder durch Lob verführen noch durch Tadel in Verwirrung bringen läßt, der besitzt großen Herzensfrieden.” (Thomas a Kempis)

In seinem obigen Wort spricht Thomas von Kempen an, was uns zu verwirren vermag und wodurch wir leicht den Frieden des Herzens verlieren können.

Man muß lernen, mit Lob umzugehen. Gewiß ist echtes Lob etwas Aufbauendes. Doch geistliche Lehrer machen uns auf die Gefahr aufmerksam, daß sich unser Blick nach erfolgtem Lob zunehmend auf uns selbst richten kann. Auf diesem Weg gerät man leicht in Unfreiheit, die darin besteht, daß man sich mit diesem Lob sozusagen “selbst aufbaut” und gar beginnt, seinen inneren Wert daraus zu beziehen. Das würde uns aber von den Menschen abhängig machen. In der Folge kann es geschehen, daß wir ihr Lob suchen und gar enttäuscht sind, wenn es nicht erfolgt. Unser Herz ist dann nicht mehr ungeteilt auf Gott ausgerichtet, von dem der wahre Friede kommt. Wir haben vergessen, alles Lob dem Herrn zuzuschreiben, und halten es sozusagen für uns selbst fest.

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Erinnerung an das Paradies

Weish 8,1-6  (Lesung am Gedenktag der heiligen Hildegard von Bingen)

Machtvoll entfaltet die Weisheit ihre Kraft von einem Ende zum andern und durchwaltet voll Güte das All. Sie habe ich geliebt und gesucht von Jugend auf,

ich suchte sie als Braut heimzuführen und fand Gefallen an ihrer Schönheit. Im Umgang mit Gott beweist sie ihren Adel, der Herr über das All gewann sie lieb.

Eingeweiht in das Wissen Gottes, bestimmte sie seine Werke. Ist Reichtum begehrenswerter Besitz im Leben, was ist dann reicher als die Weisheit, die in allem wirkt? Wenn Klugheit wirksam ist, wer in aller Welt ist ein größerer Meister als sie?

Heute haben wir die Freude, über eine Heilige zu sprechen, die uns, “Harpa Dei”, insbesondere durch ihre Musik begegnet ist. Sie war eine sehr bedeutsame Benediktinerin des frühen Mittelalters und wurde zur Kirchenlehrerin ernannt.

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WIR GEBEN, WAS WIR EMPFANGEN HABEN

“Ich habe nichts zu geben, als das, was du mir selbst gegeben hast!(Heilige Katharina von Siena)

Wie wahr und befreiend ist dieses einfache Wort der heiligen Katharina von Siena. Es nimmt den Schleier weg, unter dem wir Menschen uns oft befinden, und wo wir uns bemühen, etwas zu sein, etwas darzustellen. Gewiß werden Anforderungen dieser Art nicht selten von der Gesellschaft an uns herangetragen, und wir meinen, ihnen entsprechen zu müssen. Und doch: Ist es nicht eine Illusion, wenn wir dabei nur auf uns selbst bauen? Wenn wir vergessen, woher alles kommt? Ist es nicht eine Blindheit, den Ursprung nicht wahrzunehmen – unseren göttlichen Vater, von dem alles kommt?

Der Satz der Heiligen ist der heilige Realismus der Demut, und hat daher die Kraft der Reinheit. Das entbindet uns nicht davon, das Unsrige zu tun, aber wir wissen, wer uns alles geschenkt und in Liebe anvertraut hat.

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DIE WERKE GOTTES TUN

“Warte noch eine Weile und tue Deine Werke. Ich bin Dein Lohn!” (Inneres Wort)

Unser Leben währt kurz, und es für Zeit und Ewigkeit zu nutzen, ist höchste Weisheit. Im Grunde sehnen sich wohl viele Menschen danach, ihre Aufgabe auf der Erde zu erfüllen. Wenn sie Gott noch nicht wirklich begegnet sind, dann sind es die Standespflichten, die ihnen helfen, sich in einer für sie vorgesehenen natürlichen Ordnung sinnvoll zu bewegen.

Doch ändert sich der Blickwinkel bei der Begegnung mit Gott. Man begreift, daß auch die natürlichen Ordnungen von Gott stammen und daß es ihm wohlgefällt und ihn ehrt, wenn man sie sorgfältig erfüllt. Der Blick öffnet sich jedoch noch weiter, denn mit dieser Erkenntnis beginnt man, seinen Dienst im täglichen Leben als einen Beitrag zum Aufbau des Reiches Gottes auf der Erde zu verstehen. In der Folge vollbringt man alles immer bewußter zur Ehre Gottes.

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Der königliche Weg

1 Kor 12,31-13,13

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, läßt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht.

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GOTT KOMMT SEHR NAHE

“Wenn ihr bereit seid, mich aufzunehmen, werde ich euch sehr nahekommen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Es ist eine Verheißung unseres himmlischen Vaters, deren Erfüllung von uns abhängt. Wir wissen, was Gott meint. Es gilt, Gott in unser Herz einzulassen und ihm Wohnung zu geben, sodaß unser himmlischer Vater immer darin einkehren kann. Wenn unser Vater sein Zelt in uns aufgeschlagen hat, wenn wir uns nie von ihm abwenden und diese heilige Liebe pflegen, dann wird der Herr uns sehr nahekommen.

Was bedeutet das?

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Gedächtnis der Schmerzen Mariens

Der heutige Gedenktag geht auf das »Fest der Sieben Schmerzen Mariens« zurück, welches von Papst Benedikt XIII. im Jahre 1721 eingeführt wurde.

Im christlichen Osten ist die Verehrung der Schmerzensmutter, der »Mater Dolorosa«, schon seit frühesten Zeiten bekannt. Der große geistliche Dichter Ephräm der Syrer (+373) besingt die Schmerzensmutter unter dem Kreuz, und viele Schriftsteller des christlichen Altertums weisen auf die Schmerzen Mariens hin. Diese Texte gingen dann in die Liturgie der Ostkirche ein. Seit dem sechsten Jahrhundert ist dort die Darstellung Mariens unter dem Kreuz allgemein verbreitet.

Im Westen breitete sich die Verehrung der Schmerzensmutter erst ab dem 12. Jahrhundert aus. Der 1233 gegründete Servitenorden der Diener Mariens machte die Andacht zur »Mater Dolorosa« in weiten Schichten des Volkes bekannt. In dieser Zeit entstand auch das berühmte »Stabat Mater«, der Hymnus an die Schmerzensmutter. Seit dem Mittelalter ist die Verehrung der Schmerzensmutter tief im Herzen der Katholiken verwurzelt; auch Wallfahrten entstanden zu den Gnadenbildern, die Jesus nach der Kreuzabnahme im Schoß seiner betrübten Mutter zeigen, der Pietà.

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