28. Tag: »Jesu Wort kommt vom Vater«      

Zurückgekehrt zu den biblischen Texten, die uns durch die Fastenzeit begleiten, hören wir zunächst von der Idolatrie der Israeliten. Sie hatten sich ein Goldenes Kalb gemacht und Mose mußte die Worte des Herrn hören:

Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten heraufgeführt hast, läuft ins Verderben. Schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Sie haben sich ein Kalb aus Metall gegossen und werfen sich vor ihm zu Boden. Sie bringen ihm Schlachtopfer dar und sagen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben. Weiter sprach der Herr zu Mose: Ich habe dieses Volk durchschaut: Ein störrisches Volk ist es. Jetzt laß mich, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und sie verzehrt. Dich aber will ich zu einem großen Volk machen.” (Ex 32,7–10)

Immer wieder gerieten die Israeliten im Laufe ihrer Geschichte in die Gefahr, falschen Göttern zu huldigen. Nicht zuletzt deshalb wollte Gott sie von den anderen Völkern absondern, damit sie nicht in den Götzendienst geraten, der vor Gott ein Greuel ist. Die Heilige Schrift macht deutlich, daß diese “falschen Götter” im Gegensatz zu Gott stehen. Vom Heiligen Paulus wissen wir, daß sich hinter den Götzen Dämonen verbergen, die die Menschen täuschen wollen (vgl. 1 Kor 10,19–20). Sie tun auch heute ihre Arbeit, um die Menschen von der Erkenntnis Christi abzuhalten.

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DER DIENST DER FÜRBITTE

Wie weh hat es dem Heiligen Abraham aus Edessa getan, als er hören mußte, daß seine Nichte Maria, die er tief in ein gottbezogenes Büßerleben eingeführt hatte, verführt wurde und vom Weg des Heils abkam! Wie viele Tränen hat er vergossen und welche Werke der Buße getan, bis er sie wieder auf den Weg der Heiligkeit zurückführen konnte!

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27. Tag: »Der Heilige Abraham und seine Nichte, die Heilige Maria«     

Da wir die Reinigung des Tempels bereits am neunten Tag unseres Fastenpfades thematisiert haben (https://elijamission.net/7-tag-im-heiligen-geist-dem-boesen-widerstehen/#more-19907) werde ich heute die Geschichte von zwei Heiligen in unseren Weg integrieren, deren Fest am 16. März ist. Es handelt sich um den heiligen Abraham († 16. März 360) aus Edessa in Mesopotamien und um seine Nichte Maria († 16. März 355).

Schon früh hatte Abraham Sehnsucht nach einem Leben in der Einsamkeit mit Gott und bat seine Eltern um Erlaubnis, ein solches Einsiedlerdasein zu führen. Doch seine Eltern hatten eine Hochzeit mit einer – aus ihrer Sicht – ihm würdigen Jungfrau vorgesehen. Schweren Herzens war Abraham ihnen gehorsam.  Die Legende berichtet Folgendes: Nach der Hochzeitsfeier “erklärte er seiner Braut den gefaßten Entschluß, in immerwährender Enthaltsamkeit zu leben. Dann ging er heimlich davon und verschloß sich in einer einsamen Zelle, die ungefähr eine Stunde von der Stadt Edessa entfernt lag.

Der Ruf Gottes in die Einsamkeit war stärker, sodaß auch alle Versuche, ihn zu seiner Gattin zurückzuführen, vergeblich waren. Er mauerte seine Zelle zu bis auf ein kleines Fenster, durch das er die notwendigsten Dinge für seinen Lebensbedarf erhielt.

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DIE BEGEGNUNG MIT DEM WAHREN KÖNIG

Geliebter Vater, es gibt so viele Anliegen, die wir zu Dir tragen. Doch dieses heute ist mir ein besonderes, und es ist sehr konkret.

In der heutigen Ansprache ist davon die Rede, daß Dein Sohn König ist und daß sich seine Königsherrschaft auf alle Menschen ausbreiten soll. Gewiß, es ist keine Herrschaft, die mit weltlichen Mitteln erzwungen werden kann. Es ist eine Königsherrschaft der Liebe, es ist die Herrschaft des Messias, des Erlösers aller Menschen. Und doch, wenn alle sich dieser Herrschaft liebend unterordnen und Jesus folgen, entsteht Gemeinschaft mit Dir und untereinander.

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26. Tag: »Die Königsherrschaft Christi«      

Auf unserem Fastenweg haben wir die Hälfte der Zeit schon überschritten und kommen der Heiligen Woche immer näher. Der heutige, vierte Fastensonntag ist der Sonntag der Freude (lat. Laetare). Der Priester kann heute Rosa als Farbe tragen, um den Charakter dieses Freudensonntags zu unterstreichen.

Das heutige Evangelium (Joh 6,1–15) führt uns zu der uns so vertrauten Erzählung über das Wunder der Brotvermehrung. Die Menschen hatten den Predigten Jesu zugehört, und der Herr wollte sie die Fürsorge und Herrlichkeit Gottes durch ein Zeichen erkennen lassen und sie speisen. Dies geschah, und es wurden nicht nur alle satt, sondern es blieben sogar noch zwölf Körbe mit Brot übrig. Die Schrift berichtet, daß es fünftausend Männer waren, die sich auf dem Berg versammelt hatten (Joh 6,10).

Das Wunder wurde für die Menschen zum Anlaß, Jesus als den Propheten zu preisen: “Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll!(Joh 6,14). Doch sie zogen einen falschen Schluß aus dieser Erkenntnis, wie es die Schrift bezeugt: “Jesus aber erkannte, daß sie kommen und ihn mit Gewalt fortführen wollten, um ihn zum König zu machen. Er zog sich daher abermals auf den Berg zurück, um allein zu sein.(Joh 6,15).

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25. Tag: »Jesu Umgang mit der Sünderin«      

Neben der langen Lesung (Dan 13,1–9.15–17.19–30.33–62), die uns die Errettung Susannas, der Frau des Joakim, aus der Hand zweier verwerflicher Richter erzählt, die sie lügnerisch eines sittlichen Vergehens beschuldigten, schildert uns das heutige Evangelium eine ungemein lehrreiche Begebenheit (Joh 8,1–11).

Wie geht Jesus mit der Schuld einer Frau um, die Ehebruch begangen hat? Die Schriftgelehrten und Pharisäer führten eine solche Frau zu Jesus und sagten: “Meister, diese Frau ist beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt worden. Nun hat uns Mose im Gesetz befohlen, eine solche Frau zu steinigen. Was sagst Du dazu?(Joh 8,4–5)

Offensichtlich ging es den Anklägern nicht darum, eine Weisung von Jesus zu bekommen, sondern sie wollten einen Grund zur Anklage gegen ihn finden. Trotzdem schenkte Jesus uns eine tiefgehende Weisung für eine solche Situation. Zunächst gab er ihnen keine Antwort, dann aber kommt jene wegweisende Antwort, die tief in uns eindringen soll und unser ganzes Leben bestimmen kann: “Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein!(Joh 8,7b). Dies sagt er zu jenen Pharisäern und Schriftgelehrten, die dastanden und eine Antwort von ihm erheischten. Einer nach dem anderen, angefangen bei den Ältesten, ging nach diesem Wort des Herrn fort. Niemand erhob einen Stein!

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