In der Schule der Wüstenväter: Teil IV – DER KAMPF UM DIE REINHEIT        

In den letzten drei Betrachtungen sind wir indirekt einem Rat des weisen Wüstenvaters Antonius gefolgt und haben über das Hören, Reden und Sehen nachgedacht. Dabei habe ich darauf hingewiesen, daß diese wichtigen Bereiche des menschlichen Lebens unter die Herrschaft Gottes gestellt und gegen vielfältige Angriffe verteidigt werden müssen.

“Wer in der Wüste sitzt und die Herzensruhe pflegt, wird drei Kämpfen entrissen: dem Hören, dem Reden und dem Sehen. Er hat nur noch einen Kampf zu führen: den gegen die Unreinheit.”

Jetzt bleibt uns also noch, den Kampf gegen die Unreinheit in den Blick zu nehmen – einer der schwersten Kämpfe des Menschen. Dabei geht es nicht nur um die körperliche Neigung zur Unreinheit, sondern auch um negative seelische Neigungen. Heute konzentrieren wir uns jedoch auf die leibliche Dimension.

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DEMUT IST WAHRHEIT

“Die Demut ist Wahrheit, sie versetzt uns in unseren wahrheitsgemäßen Zustand. Denn in der Tat: Was sind wir denn vor Gott?”  (Heilige Francesca Saverio Cabrini)

Demut ist Wahrheit und erweckt uns daher zur wahren Sicht unseres Lebens. Wie unsinnig ist doch der Stolz, der unseren klaren Blick eintrübt und uns auf Dauer blendet! Denken wir an den gefallenen Engel, der sich an seiner Schönheit berauschte und sich in seinem Wahn gegen unseren himmlischen Vater erhob.

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In der Schule der Wüstenväter: Teil III – DAS SEHEN

Betrachten wir noch einmal das Wort des Heiligen Antonius:

“Wer in der Wüste sitzt und die Herzensruhe pflegt, wird drei Kämpfen entrissen: dem Hören, dem Reden und dem Sehen. Er hat nur noch einen Kampf zu führen: den gegen die Unreinheit.”

In den letzten beiden Tagen haben wir über den Kampf nachgedacht, den uns das richtige Hören und Reden kostet. Heute wenden wir uns dem Kampf zu, den unser Auge uns bereitet.

Wenn wir die Versuchungen betrachten wollen, die uns über die Augen erreichen, dann ist der Begriff »Augenlust« sehr treffend.

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In der Schule der Wüstenväter: Teil II – DAS REDEN

Der heutige Text ist eine Fortsetzung des Themas vom gestrigen Gedenktag des heiligen Wüstenvaters Antonius. Hören wir noch einmal das Wort des Wüstenvaters, das den Kampf beschreibt, zu dem wir als Christen gerufen sind.

“Wer in der Wüste sitzt und die Herzensruhe pflegt, wird drei Kämpfen entrissen: dem Hören, dem Reden, dem Sehen. Er hat nur noch einen Kampf zu führen: den gegen die Unreinheit.”

Nachdem wir gestern über das Hören nachgedacht haben, betrachten wir heute den Kampf mit dem Reden.

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DIE SIEGHAFTE LIEBE

“Verzage nicht, wenn andere dich ablehnen oder gar hassen. Bleibe du in der Liebe, wie ich es immer gewesen bin. Dann wirst du sie vielleicht gewinnen.” (Inneres Wort)

Gewiß ist es schwer zu ertragen, wenn andere Menschen uns ablehnen. Denn aus Liebe sind wir von unserem himmlischen Vater ins Leben gerufen, und auf die Liebe hin sind wir geschaffen. Auf diesem Weg der Liebe entfaltet sich unser Leben in wahrer Harmonie. In gewisser Weise stellen Ablehnung und Haß vonseiten der Menschen unsere Existenz quasi in Frage. Und das intensiviert sich noch, wenn es sich um Personen handelt, die uns nahestehen oder einmal nahestanden.

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In der Schule der Wüstenväter: Teil I – DAS HÖREN

Eph 6,10-13.18 (Lesung am Gedenktag des Heiligen Antonius)

Brüder: Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt. Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist! Seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.

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