Die heilige Kaiserin Pulcheria: “Eine zweite Helena” (399 – 453)

Der Herr vermag es, die Seinen zu erwecken und zu großer Heiligkeit zu führen. Das bedeutet jedoch nicht immer, ins Kloster zu gehen oder ihm in einer Einsiedelei zu dienen. Es kann sogar an einem Kaiserhof geschehen, wo Pomp und Wohlleben oft üblich sind. Immer wieder gibt es jedoch herausragende Beispiele von Menschen, die in all dem Luxus, der sie umgeben mag, und trotz der Verführung, die von Macht ausgehen kann, zu leuchtenden Vorbildern für viele werden. Sie haben sich dem Sog eines oft eitlen und leeren höfischen Lebens entzogen und sind stattdessen demütig in den Dienst des Herrn getreten.

Eine solche herausragende Persönlichkeit war die heilige Kaiserin Pulcheria von Ostrom. Der heilige Bischof Cyrill, so wird berichtet, nannte sie “die keuscheste Braut Christi, die Zierde des Erdkreises, den Schmuck der Kirche” und die Väter des Konzils von Chalcedon bezeichneten sie als “die Wächterin des Glaubens, die Stifterin des Friedens, die Bekämpferin der Ketzer, die neue Helena”.

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Der Heilige Petrus Claver: “Der Apostel der afrikanischen Sklaven”  

Wenn man erfahren will, zu welch heroischen Werken ein Mensch durch die Gnade Gottes geführt werden kann, dann gilt es, sich in die Leben der Heiligen zu vertiefen. Immer wird man darauf stoßen, daß die Liebe Gottes sie fähig gemacht hat, in einer Weise zu lieben, die unser menschliches Denken und Empfinden weit übersteigt. Man begegnet einem Feuer der Gottes- und Nächstenliebe, welches noch bis heute aufleuchtet und im Gedächtnis der Kirche gegenwärtig bleibt. Menschen, die in ihrem Streben nach Heiligkeit so geleuchtet haben wie der Heilige, an den wir heute denken, sind immer bereit, uns zu helfen, unseren Weg der Nachfolge Jesu so gut wie möglich zurückzulegen. Ihr Feuer und ihre Opferbereitschaft mögen uns auch manchmal beschämen, an unser Herz anklopfen und uns anfragen, ob wir dem Geist des Herrn genügend folgen, um selbst Zeugen seiner überragenden Liebe zu werden, in der Weise, wie Gott es uns anvertraut.

Der Heilige Petrus Claver, im Jahre 1581 in Verdú in Katalonien als Sohn hochadeliger und frommer Eltern geboren, war sehr begabt, studierte mit glänzender Auszeichnung bei den Jesuiten in Barcelona und wurde 1602 in ihren Orden aufgenommen. Mit Bewilligung seiner Oberen reiste er 1610 als Missionar nach Amerika und landete in Cartagena, einer Stadt in Kolumbien mit damals über 200.000 Einwohnern. Hierher hatte ihn die göttliche Vorsehung geführt, um ein Schutzengel für die afrikanischen Sklaven zu werden, die mit Schiffen an diesen Ort gebracht wurden, um sie zu verkaufen.

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HALTE DICH NICHT SELBST FÜR WEISE

“Halte dich nicht selbst für weise, fürchte den Herrn und fliehe das Böse!” (Spr 3,7)

Wie töricht ist es, sich auf seine Gaben etwas einzubilden und sich so über andere Menschen zu erheben! Was haben wir nicht von unserem Vater empfangen? Selbst wenn wir durch Fleiß und Studium mit unseren Kräften mitgewirkt haben, ist uns doch alles von Gott gegeben.

Das ist eine einfache Erkenntnis, und doch ist sie entscheidend für die Grundhaltung unseres Lebens. Wenn wir alles Gott verdanken und dies entsprechend zum Ausdruck bringen, dann zieht göttliche Weisheit in unsere Seele ein. Die Ehre und das Lob Gottes stehen für uns an erster Stelle. Wir werden uns daher hüten, uns selbst in den Vordergrund zu stellen und uns in Eitelkeit selbst zu betrachten.

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WEISHEIT GEWINNEN

“Wer auf mich hört, wohnt in Sicherheit, ihn stört kein Schrecken.” (Spr 1,33)

Unser Vater macht es dem Menschen einfach, Weisheit zu gewinnen und in der Sicherheit zu leben, nach der er sich sehnt. So war es schon immer – auch zu Zeiten des noch unbeschwerten Lebens im Paradies. Solange der Mensch vor dem Sündenfall auf Gott hörte, lebte er in vollkommener Einheit mit seinem liebenden himmlischen Vater. Dann aber kam das Unheil. Es kam durch den Ungehorsam und durch das Hören auf verlockende teuflische Stimmen.

Seitdem leben wir Menschen nicht mehr im Paradies und haben unter den Folgen des Verlusts des Paradieses zu leiden. Doch unser Vater hat uns dem Unheil nicht überlassen. Er kam selbst in seinem Sohn zu uns, um uns von den Ketten der Schuld zu lösen.

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Fest Mariä Geburt: “Erwählt von Gott”

Mt 1,18-23

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns. Weiterlesen

DENKE, DASS GOTT IMMER BEI DIR IST

“Denke nicht so viel darüber nach, wer für oder gegen dich ist, verwende lieber all deine Sorge darauf, daß Gott bei allem mit dir ist!” (Thomas a Kempis)

Immer wieder hören wir von den geistlichen Lehrern, daß wir uns nicht zu sehr mit anderen Menschen beschäftigen sollen. Das gilt insbesondere für das Nachdenken über andere Menschen und ihre Beziehung zu uns. Wir geraten sonst sehr leicht in Vermutungen aller Art und sind auch nicht davor gefeit, Spekulationen oder gar Gerüchten unser Ohr zu leihen. Auf diese Weise dringen sie in uns ein.

Thomas a Kempis drückt es in einem anderen Wort ähnlich aus:

“Wir würden viel Frieden haben, wenn wir uns nicht so viel mit dem, was andere reden und tun, beschäftigen würden, was uns doch gar nichts angeht.”

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Die Heilung eines Mannes am Sabbat

Lk 6, 6-11

An einem Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber wußte, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund. Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

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