Eigentlich, lieber Vater, könnte unser Leben so einfach sein, sogar nach dem so schmerzlich verlorenen Paradies, weil Du alles daransetzt, daß wir in der Würde leben, die Du uns geschenkt hast. Eigentlich ist es von einer wunderbaren Einfachheit zu leben: Wir erkennen Dich als den liebenden Vater, hören auf Deine Weisungen und tun mit Deiner Hilfe das, was Du sagst. Wahrer Friede und wahres Glück ziehen in uns ein, auch wenn wir auf dem Weg zu Dir in die Ewigkeit manchen Strauß auf der Erde auszufechten haben. Und selbst wenn Du uns rufst, auch für andere Menschen, die Du als Deine Kinder zu Dir heimführen möchtest und die ferne von Dir leben, am Leid Deines Sohnes teilzuhaben, wie Paulus es uns erklärt – das wahre Glück, das Du bist, bleibt immer da!
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DIE REINHEIT VERBREITET LICHT
Lieber Vater, heute mahnst Du uns durch Deinen Apostel in der Lesung, alle Unreinheit zu meiden. Es ist in der Tat furchtbar, wie die Unreinheit das Leben verdunkelt und wir dann auch das helle Licht der Reinheit der Engel und der heiligen Jungfrauen, die ihr Leben um der Reinheit willen gaben, wohl gar nicht mehr so richtig erkennen können. Und der strahlende Glanz der reinen Jungfrau! All das würde sich verdunkeln, wenn die geistige Unreinheit des Irrtums weiter in unsere Kirche einziehen würde, vielleicht sogar begleitet noch von anderen Formen der Unreinheit! Weiterlesen
12.Tag: »Ein sensibles Thema«
1 Thess 4,1–7
Im Übrigen, Brüder, bitten und ermahnen wir euch im Namen Jesu, des Herrn: Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müßt, um Gott zu gefallen, und ihr lebt auch so; werdet darin noch vollkommener! Ihr wißt ja, welche Ermahnungen wir euch im Auftrag Jesu, des Herrn, gegeben haben. Das ist es, was Gott will: eure Heiligung. Das bedeutet, daß ihr die Unzucht meidet, daß jeder von euch lernt, mit seiner Frau in heiliger und achtungsvoller Weise zu verkehren, nicht in leidenschaftlicher Weise wie die Heiden, die Gott nicht kennen; und daß keiner seine Rechte überschreitet und seinen Bruder bei Geschäften betrügt, denn all das rächt der Herr, wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben. Denn Gott hat uns nicht dazu berufen, unrein zu leben, sondern heilig zu sein.
EIN DANKBARES HERZ
Geliebter Vater, wie kann unser Herz ein Garten der Dankbarkeit werden, aus dem zu allen Menschen hin die Freude an Dir strömen kann? Welch ein Licht könnte dies werden, wo so viele Menschen heute oft die wahren Freuden nicht kennen und ihr Glück in den vergänglichen Dingen des Lebens suchen! Dies wäre auch eine starke Waffe gegen jene Kräfte, die unser Leben verdunkeln wollen. Wir würden ihnen sozusagen die Waffen aus der Hand nehmen, mit denen sie die Menschen so gerne plagen. Gegen ein dankbares Herz, in dem die Freude an Dir wohnt, werden sie schwer ankommen.
11. Tag: »Freude, Gebet und Dankbarkeit«
Heute vernehmen wir verschiedene Weisungen des heiligen Paulus an die Gemeinde in Thessaloniki (1 Thess 5,14–23), nach denen sie leben sollen, damit der Friede Gottes unter ihnen herrscht und sie so “bewahrt bleiben für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus” Drei der Bitten, welche der Apostel an die Gemeinde richtet, werden wir ein wenig genauer betrachten. Da heißt es: “Freut euch allezeit, betet ohne Unterlaß, seid dankbar für alles; denn das will Gott von euch allen in Christus Jesus.”
- “Freut euch allezeit” (1 Thess 5,16)
Hier ist sicher keine emotionale Freude gemeint, so schön diese auch sein mag. Allerdings kann sie rasch wieder weichen und andere Gefühle treten an ihre Stelle. Vielmehr ist eine geistige Freude gemeint, genauer gesagt, die Freude an Gott selbst. Die tägliche Erinnerung daran, daß Gott uns liebt, kann zu einer dauerhaften und tiefen Freude führen – besonders, wenn wir uns bewußt werden, daß die Liebe Gottes auch dann nicht von uns weicht, wenn wir schwach sind und hinter dem zurückbleiben, was wir uns vorgenommen haben. Das grundsätzliche »Ja« Gottes ist über unserem Leben gesprochen, das wir den vielen »Nein«, die uns von innen oder außen begegnen, entgegenstellen.
10 Tag: »Wertvolle Mahnungen«
In der heutigen Lesung aus dem Propheten Ezechiel befindet sich der Herr im Rechtsstreit mit seinem Volk, das ihm vorwirft, ungerecht zu sein. Um was geht es? Der Herr erklärt:
“Wenn der Schuldige sich von allen Sünden, die er getan hat, abwendet, auf alle meine Gesetze achtet und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, dann wird er bestimmt am Leben bleiben und nicht sterben. Keines der Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, wird ihm angerechnet. Wegen seiner Gerechtigkeit wird er am Leben bleiben. Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen – Spruch Gottes, des Herrn – und nicht vielmehr daran, daß er seine bösen Wege verläßt und so am Leben bleibt? Wenn jedoch ein Gerechter sein rechtschaffenes Leben aufgibt, wenn er Unrecht tut und all die Gräueltaten begeht, die auch der Böse verübt, sollte er dann etwa am Leben bleiben? Keine seiner gerechten Taten wird ihm angerechnet. Wegen seiner Treulosigkeit und wegen der Sünde, die er begangen hat, ihretwegen muß er sterben” (Ez 18,21–24).
Offensichtlich waren die Juden mit diesen Aussagen nicht einverstanden, denn der Herr sagt durch den Propheten: “Ihr aber sagt: Das Verhalten des Herrn ist nicht richtig. Hört doch, ihr vom Haus Israel: Mein Verhalten soll nicht richtig sein? Nein, euer Verhalten ist nicht richtig.” (Ez 18,29)
HEILSAME MAHNUNGEN
Lieber Vater, Du führst uns auf vielfältige Weise auf unserem Weg der Nachfolge Jesu. Heilsame Mahnungen gehören zu den wertvollen Geschenken, die Du uns machst. Sie können einen ernsten Unterton haben, der ihre Bedeutung unterstreicht und uns aufwecken soll. Immer aber entspringen sie Deinem liebenden Herzen, das Milde in sie hineinlegt. Sie unterscheiden sich von aufrüttelnden oder erschreckenden Warnungen und dienen eher als Erinnerungen. Erinnerungen an das, was wir vielleicht aus den Augen verlieren könnten.
