“Es ist besser, in dieser Zeit zu sterben, als auf irgendeinen Befehl hin die jungfräuliche Keuschheit der Wahrheit zu vergewaltigen.” (Heiliger Hilarius von Poitiers)
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Die Vollmacht Jesu
Mk 1,21-28
In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlaß ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
DIE HERZENSTÜRE ÖFFNEN
“Möge niemand an Gottes Güte zweifeln, selbst wenn seine Sünden schwarz wären wie die Nacht. Gottes Barmherzigkeit ist größer als unser Elend. Eines ist notwendig: daß der Sünder seine Herzenstür ein wenig für den Strahl der Barmherzigkeit Gottes öffnet.” (Heilige Faustina Kowalska)
NUR DAS ERBARMEN
“Ich weiß nicht, ob der liebe Gott mit mir zufrieden ist, aber ich gebe mich ihm ganz hin. Oh, wie süß es ist, im letzten Augenblick an nichts zu denken, weder an die eigenen Sünden noch an die Tugenden, sondern nur an das Erbarmen!” (Seliger Eduard Poppe)
DER HEILIGE AELRED VON RIEVAULX: »Ein glühender Zisterzienserabt«
Nach den Auslegungen des Jakobusbriefes möchte ich das weiterführen, was ich im letzten Jahr begonnen habe: das Leben mancher Heiliger vorzustellen.
Der Heilige, um den es heute geht, wurde im Jahr 1109 in Hexham in England geboren. Seine adeligen Eltern ließen sich die Erziehung ihres Sohnes ganz besonders angelegen sein. Aelred genoß in seiner Jugend im Benediktinerkloster Durham eine umfangreiche klassische Ausbildung. Unter König David I. (1124–1153) hielt er sich zunächst als Jugendgefährte der schottischen Königsprinzen, und anschließend als Ökonom am schottischen Königshof auf.
Schon am Hof fiel er durch die Tugend der Sanftmut auf. Als er in der Erörterung eines bestimmten Themas von jemandem aus der Gesellschaft unterbrochen und mit Schimpfreden überhäuft wurde, hörte er mit tiefem Stillschweigen zu und nahm dann, ohne den geringsten Unwillen zu äußern, den Faden seiner vorherigen Rede wieder auf.
WACHSEN IN DER LIEBE
Einst fragte die Heilige Gertrud den Herrn, warum er es zugelassen habe, daß gewisse Leute sie beängstigten. Der Herr antwortete ihr: “Wenn die väterliche Hand das Kind züchtigen will, so vermag die Rute keinen Widerstand zu leisten. Deshalb wünschte ich, daß meine Auserwählten es niemals den Menschen anrechneten, durch welche sie geläutert werden, sondern auf meine väterliche Liebe schauten, da ich ja niemals auch nur dem leisesten Winde gestatten würde, wider sie zu wehen, wenn ich nicht ihr ewiges Heil im Auge hätte. Sie aber sollten mit jenen Mitleid haben, die sich zuweilen beflecken, während sie selber gereinigt werden.”
Die Macht des Gebets
Jak 5,13–20
Ist einer von euch bedrückt? Dann soll er beten. Ist einer fröhlich? Dann soll er ein Loblied singen. Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben. Darum bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheiligt werdet. Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten. Elija war ein Mensch wie wir; er betete inständig, es solle nicht regnen, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht auf der Erde. Und er betete wieder; da gab der Himmel Regen und die Erde brachte ihre Früchte hervor. Meine Brüder, wenn einer bei euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zur Umkehr bewegt, dann sollt ihr wissen: Wer einen Sünder, der auf Irrwegen ist, zur Umkehr bewegt, der rettet ihn vor dem Tod und deckt viele Sünden zu. Weiterlesen
