32. Tag: »Das Licht der Welt«      

Im heutigen Evangelium (Joh 8,12–20) spricht Jesus zur Volksmenge der Juden Worte, die für alle Zeit gelten: “Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandert nicht in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.(V. 12)

Es sind Worte, die aufgenommen werden wollen; Worte, die erleuchten und uns mit dem Licht verbinden, das Jesus selbst ist. Jesus mutet den Hörenden dieses Wort zu, auch wenn sie noch nicht alles verstehen konnten. Schwierig wurde es mit den Pharisäern.

Sie stoßen sich am Anspruch, der ihnen aus den Worten Jesu entgegenkommt und der sie zur Erkenntnis seiner Person führen soll, damit sich ihnen der Weg zur Wahrheit öffnet und sie ihn als den Messias erkennen. Wenn man Jesus als den Messias erkennt, öffnet sich auch die Tür zu einer tieferen Erkenntnis Gottes, des himmlischen Vaters, der ihn gesandt hat. Geht man diesen Weg der Erkenntnis, dann kann das Licht des Heiligen Geistes immer mehr offenbaren, die Gotteserkenntnis wird genauer und umfassender und die Liebe zu Gott wächst.

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31. Tag: » Totenerweckungen als Zeichen der liebenden Allmacht Gottes«      

Nachdem wir gestern im Rahmen unseres Fastenpfades einen Blick auf den Heiligen Joseph geworfen haben, berichten heute sowohl die Lesung (1 Kön 17,17–24) als auch das Evangelium (Joh 11,1–45) von einer Totenerweckung. Im einen Fall handelt es sich um den Propheten Elija, der den Sohn der Witwe, die ihm Gastfreundschaft gewährte, erweckte. Die Erweckung ihres Sohnes brachte die Witwe zur vollen Überzeugung, daß es sich bei Elija um einen Propheten handelt: Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes bist, und daß das Wort des Herrn in deinem Munde wahr ist (V. 24).

Damit hat sie eine Dimension erfaßt, die ein solches Wunder bewirken soll, nämlich den Glauben zu erwecken, daß Gott am Werk ist. Eigentlich könnte man sagen: Eine Totenerweckung ist der physische Beweis dafür, daß Gott der Herr über Leben und Tod ist und daß nur ein Mann Gottes ein solches Wunder bewirken kann. Doch leider wird dieser Schluß nicht von allen gezogen, wie wir es schmerzhaft in den Zeugnissen des Evangeliums zu hören bekommen.

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TOTENERWECKUNG UND EWIGES LEBEN

Warum, geliebter Vater, haben die Totenerweckungen nicht ausgereicht, um die Pharisäer zum Umdenken zu führen? Ist es nicht genug, wenn ein Wunder solchen Ausmaßes geschieht, um deutlich zu machen, daß Du am Werk bist? Was müßte denn noch geschehen?

Aber Deine Antwort können wir voraussehen, denn Du hast sie uns schon durch das Zeugnis der Schrift gegeben, und auch im Leben der Heiligen war es nicht selten so, daß selbst die größten Wunder die Tyrannen nicht zur Umkehr führten.

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GEISTLICHE WACHSAMKEIT  

“Laß mich dich immer wach vorfinden, damit ich immer mit dir rechnen und auf dich zählen kann! (Inneres Wort)

»Wachsamkeit« ist ein Schlüsselbegriff für unser geistliches Leben. Sie gilt für sehr viele Bereiche und wird in der Heiligen Schrift unzählige Male thematisiert. Die ganz große und übergeordnete Perspektive für die Wachsamkeit ist die Wiederkunft des Herrn am Ende der Zeiten, auf die wir zuleben, was jedoch von uns Christen oft gar nicht wirklich realisiert wird. Dennoch ist diese Perspektive entscheidend für die Haltung, mit der wir unsere Aufgaben in der Welt angehen.

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30. Tag:  »Der Heilige Joseph und die Sendung des Mannes«

Anläßlich des Hochfestes des heiligen Joseph wollen wir heute im Rahmen unseres Weges durch die Fastenzeit ein wenig über den nachdenken, der von Gott erwählt wurde, der Pflegevater unseres Herrn Jesus Christus zu sein.                         

Mt 1,16.18–21.24a

Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus, der Messias, genannt wird. Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammen-gekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Weiterlesen

29. Tag: »Ein Zeugnis für das Volk Gottes des Alten Bundes«

Der 29. Tag unserer Fastenreise lädt uns ein, über das Volk des Alten Bundes nachzudenken, aus dem unser Herr und die Apostel hervorgegangen sind und dem bis heute noch die Erkenntnis des Messias fehlt. Die Folge ist, daß manche Juden noch darauf warten, andere gar im Staat Israel die messianische Verheißung schon erfüllt sehen oder auch in Gefahr sind, einem falschen Messias zu folgen, sofern die Religion noch eine Bedeutung für sie hat.

Das sollte uns als dem Volk des Neuen Bundes ein großes Anliegen der Liebe sein, daß die Juden nach so langer Zeit doch den Messias erkennen mögen, der niemand anders ist als Jesus Christus, der Sohn Gottes.

In der heutigen Lesung kündigt Gott dem Volk Israel an, daß es aus allen Ländern in sein Land zurückkehren wird, und daß es gereinigt und mit einem neuen Herzen ausgestattet wird (Ez 36,23–28).

Diesem Wort ging voraus, daß die Israeliten in ihrem eigenen Land nicht so lebten, wie es Gott wohlgefällig war, und er sie deshalb unter die Völker zerstreute.

“Als Israel in seinem Land wohnte, machten sie das Land durch ihr Verhalten und ihre Taten unrein.  Da goß ich meinen Zorn über sie aus, weil sie Blut vergossen im Land und das Land mit ihren Götzen befleckten. Ich zerstreute sie unter die Völker; in alle Länder wurden sie vertrieben. Nach ihrem Verhalten und nach ihren Taten habe ich sie gerichtet(Ez 36,17-19).

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DIE HEIMKEHR DER JUDEN STEHT NOCH AUS

Geliebter Vater, wie lange wartest Du schon auf die Umkehr Deiner »ersten Liebe«! In unerschütterlicher Treue rufst Du sie bis heute, Deinen Sohn zu erkennen und ihm zu folgen. Noch ist es nicht geschehen, aber bis zum Ende der Zeiten wirst Du nicht aufhören, es zu tun, weil Du Deine Liebe nie verrätst.

Du hast Dein Werk mit dem heiligen Rest weitergeführt und die Apostel Deines Sohnes bis an die Enden der Erde gesandt (vgl. Mt 28,19), um Dir ein Volk aus allen Nationen zu schaffen und es in der Kirche zu sammeln. Hier sind wir nun und sollen allen Völkern Deine Liebe bezeugen. Vielleicht können wir ja auch Deine »erste Liebe« erreichen, denn nichts Besseres könnten wir für sie tun, als ihnen den zu bezeugen, den Du als ihren Erlöser und den der Welt geschickt hast.

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