DONNERSTAG DER OSTEROKTAV: »Trauer in Freude verwandeln«

Geliebte Magdalena, da bist du schon früh ans Grab des Herrn geeilt, um ihn zu beweinen, und konntest gar nicht ahnen, was dir dort geschehen wird. Dein Herz war voller Trauer. Man hatte dir deinen liebsten Herrn genommen und so grausam zu Tode gebracht. Wer konnte dich da noch trösten?

Du standest da und ließest Deinen Tränen freien Lauf. Doch als Du ins Grab schautest, berichtet uns die Schrift: “Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Diese sprachen zu ihr: Frau, warum weinst Du? (Joh 20,12).

Jetzt bist du mehr als verwundert! Wo soll Dein Herr sein? Und was bedeuten die zwei Engel in weißen Kleidern? Wissen sie, wo der Herr ist? Warum ist er nicht mehr an dem Platz, wo sie ihn begraben hatten?

Und dann sieht du noch jemand stehen! Wer ist das? Der Gärtner? Ob er dir sagen kann, wo Jesus ist? Hat er ihn weggetragen? Auch dieser Mann fragt dich, warum du weinst (Joh 20,15). Wieso wirst du das gefragt? Jeder trauert doch um jene, die von ihm gehen und die er geliebt hat.

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MIT JESUS AUF DEN VATER SCHAUEN (II)

Lieber Vater, ich habe mit Deinen Menschen über das Geschenk gesprochen, welches Du uns an dem so heiligen Tag des Todes Deines Sohnes gemacht hast, und das bei uns geblieben ist. Es tröstet uns immer, wenn wir das Antlitz des Herrn betrachten, das uns mit seiner Milde anzieht. In einem inneren Wort hat der Herr uns wissen lassen:

“Schaut mit mir auf zum Vater vom Kreuz dieser Welt, welches so viel Leid hervorbringt.”

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MITTWOCH DER OSTEROKTAV: »Es ist der Herr!«        

“Meine Kinder, habt ihr etwas zu essen?(Joh 20,5) fragte Jesus seine Jünger, als er sich ihnen zum dritten Mal am Ufer des Sees von Tiberias offenbarte.

Wieder erkannten sie ihn zunächst nicht, und Jesus wählte einen Weg, wie sie ihn leicht erkennen konnten. Sie waren ja Fischer, die von Jesus erwählt wurden, Menschenfischer zu werden. Doch zunächst mußten sie erkennen, daß er tatsächlich von den Toten auferstanden war. Diese Wirklichkeit mußte sich tief in sie einsenken, denn diese Botschaft der Auferstehung sollten sie in die Welt hinaustragen. Da durfte es keine Unsicherheit geben und die Augen mußten ihnen ganz aufgetan werden.

“Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, so werdet ihr etwas bekommen!(Joh 20,6), heißt er sie.

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DIENSTAG DER OSTEROKTAV: »Ich bin es, fürchtet euch nicht!«         

“Friede sei mit euch! (…) Ich bin es, fürchtet euch nicht!(Lk 24,36)

So sprach der auferstandene Herr zu seinen Jüngern, als er mitten unter sie trat. Sie glaubten es noch nicht und waren voller Furcht und Schrecken. Wer war dieser? Die Augen waren ihnen noch nicht aufgegangen. Sie konnten den Auferstandenen nicht erkennen.

War er etwa ein Geist? Nein, es war der Herr! Es war niemand anderes als der, dem sie gefolgt waren, mit dem sie drei Jahre unterwegs gewesen waren, der mit ihnen gegessen und getrunken hatte, der vor ihren Augen Wunder getan und der sie in aller Weisheit unterwiesen hatte. Aber sie konnten ihn noch nicht erkennen. War es doch ein Geist?

Nein, ihr geliebten Jünger des Herrn! Es ist kein Geist, keine Einbildung, keine Bedrohung oder List des Teufels! Nein, nein! Es ist der Herr! Hört, was er euch sagt:

“Warum erschreckt ihr? Seht meine Hände und meine Füße. Ich bin es. Tastet und überzeugt euch, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Gebein, wie ihr es an mir seht. (Lk 24,38–39)

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MIT JESUS AUF DEN VATER SCHAUEN (I)

Geliebter Vater, heute möchte ich mit jenen, die den »Drei Minuten für Gott Vater« folgen, ein wunderbares Ereignis teilen, mit dem Du unsere Gemeinschaft beschenkt hast. Manche werden es schon kennen, andere werden es zum ersten Mal hören.

Es war am 7. April 2023 – damals der Karfreitag – um neun Uhr morgens, zu der Stunde also, in der die Kreuzigung Deines Sohnes begann, um der Menschheit die Erlösung anzubieten. In unserer Kapelle hatten wir das Kreuz des Erlösers – wie es in der katholischen Kirche üblich ist – mit lila Tüchern verhängt.

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GLÜCKSELIGES LEBEN

“Und eben dies ist das glückselige Leben: auf Dich hin sich zu freuen, an Dir und um Deinetwegen.” (Heiliger Augustinus)

Recht hat der Heilige Augustinus! Dieses glückselige Leben, geliebter Vater, beginnt bereits hier auf der Erde. Schon am Morgen ist ja Deine Huld bei uns, wenn wir den Schlaf abschütteln und unsere ersten Gedanken und Worte an Dich richten. Du hast in der Nacht durch Deinen Engel über uns gewacht. Und mit dem Kommen des neuen Tages wartet dieser mit seiner Aufgabe.

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