Die Verantwortung der Hirten

Ez 34,1-11

Das Wort des Herrn erging an mich: Menschensohn, sprich als Prophet gegen die Hirten Israels, sprich als Prophet, und sag zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Weh den Hirten Israels, die nur sich selbst weiden. Müssen die Hirten nicht die Herde weiden? Ihr trinkt die Milch, nehmt die Wolle für eure Kleidung und schlachtet die fetten Tiere; aber die Herde führt ihr nicht auf die Weide. Die schwachen Tiere stärkt ihr nicht, die kranken heilt ihr nicht, die verletzten verbindet ihr nicht, die verscheuchten holt ihr nicht zurück, die verirrten sucht ihr nicht, und die starken mißhandelt ihr. Und weil sie keinen Hirten hatten, zerstreuten sich meine Schafe und wurden eine Beute der wilden Tiere. Meine Herde irrte auf allen Bergen und Höhen umher und war über das ganze Land verstreut. Doch keiner kümmerte sich um sie; niemand suchte sie.

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“Augusta Flavia Julia Helena” Gedenktag der Heiligen Helena          

Die Betrachtung des heutigen Tages wollen wir der Heiligen Helena widmen, denn der 18. August gilt als ihr Todestag und entsprechend wird in der katholischen Kirche meist ihr Gedenken an diesem Tag gefeiert.

Als biblische Lesung nehmen wir nur einen kurzen Auszug aus dem Magnifikat:

“Er (der Herr) stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.” (Lk 1,52)

Helena, die große Kaiserin, die sich um die Ausbreitung des Christentums so verdient gemacht hat, wurde in der Mitte des dritten Jahrhunderts in Bithynien in Kleinasien als Kind armer Eltern geboren. Als junge Frau diente sie als Magd in einem Gasthaus. Dort begegnete sie dem kaiserlichen Offizier Konstantin Chlorus, der sie – trotz aller Standesunterschiede – zu seiner Gattin machte. Helena blieb in ihrer hohen Stellung bescheiden. Im Jahre 284 hat sie ihm einen Sohn geschenkt, den wir als Konstantin den Großen kennen.

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Die Heilige Radegund von Thüringen (518 bis 587)

Es gibt eine reiche Auswahl an Heiligen, über die man berichten kann, und jedes Mal ist es ein Erlebnis, wahrzunehmen, wie Gottes Gnade einen Menschen erreichen und ihn über sich hinausführen kann.

Die Heiligen zeigen uns, was möglich wird, wenn man den Ruf Gottes hört und ihm folgt. Wir müssen nicht glauben, daß dies nicht auch mit Kämpfen verbunden war, in denen diese Menschen ihre Schwachheit wahrgenommen haben. Doch sie hielten an Gott fest und so konnte der Herr sie führen und sich an ihnen verherrlichen. Es ist bewegend, wenn ein Mensch mit einer hohen gesellschaftlichen Stellung so sehr vom heiligen Glauben angezogen wird, daß er sich nicht scheut, die einfachsten und oft so schwierigen Dienste am Nächsten zu tun. Die Heilige Radegund ist einen solchen Weg gegangen und wurde zum Vorbild für viele andere Adlige, den Weg der Nachfolge Christi zu gehen und ihr Leben zu schenken.

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HEILSAME EINSICHT

“Der Anfang der Weisheit ist die Gottesfurcht. Heilsame Einsicht gibt sie denen, die sie üben.”  (Ps 111,10)

Wir verstehen die Gabe der Gottesfurcht als die erste der sieben Gaben des Heiligen Geistes. Wenn wir sie praktizieren, bekommt unser Leben eine klare und unmißverständliche Ausrichtung. Wir prüfen unser Tun vor dem Angesicht Gottes, ob es unseren himmlischen Vater nicht beleidigen könnte. Das bringt eine sehr große Wende im Leben mit sich, und so kann sich die heilsame Wirkung des Heiligen Geistes in unserer Seele lichtvoll entfalten. Anfangs mag diese Gabe mehr von heiliger Furcht begleitet sein, nicht das Geringste zu tun, was Gott mißfallen könnte.  Auch die Erinnerung daran, welche Folgen es haben kann, wenn wir vom Weg abweichen, ist sehr lebendig!

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Gottes- und Nächstenliebe

Heute hören wir das Evangelium vom zwölften Sonntag nach Pfingsten gemäß der Leseordnung der traditionellen Messe.

Lk 10, 23-37

Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. Da stand ein Gesetzeslehrer auf, und um Jesus auf die Probe zu stellen, fragte er ihn: Meister, was muß ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach und du wirst leben. Der Gesetzeslehrer wollte seine Frage rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen.

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