Salz der Erde und Licht der Welt

HINWEIS: Im traditionellen liturgischen Kalender wird heute das Fest des Heiligen Cyrill von Alexandrien gefeiert. Zu seinen Ehren wird das folgende Evangelium gelesen.

Mt 5,13-16

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

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Die Frucht des Wortes Gottes

EIN HINWEIS: Nach dem traditionellen liturgischen Kalender ist heute der sogenannte «Sexagésima-Sonntag», einer der drei Sonntage der Vorfastenzeit. Wir werden das Evangelium betrachten, das die Kirche dafür vorgesehen hat. Wer eine Meditation über die Lesung oder das Evangelium nach dem neuen liturgischen Kalender bevorzugt, findet die entsprechenden Links am Ende des Textes.

Lk 8,4-15

In jener Zeit, als aber sehr viel Volk zusammenkam und aus den Städten zu ihm herbeieilte, sprach er gleichnisweise: Der Sämann ging aus, seinen Samen zu säen; und da er säete, fiel einiges an den Weg hin, und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es. Anderes fiel auf felsigen Grund; und da es aufgegangen, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen, die mitaufwuchsen, erstickten es. Anderes fiel auf gute Erde, und ging auf, und gab hundertfältige Frucht. Indem er dies sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Es fragten ihn aber seine Jünger, was dieses Gleichnis bedeute.

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EIN RAT DES HEILIGEN PAULUS

“Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis.” (Röm 12,12)

Mit dieser Mahnung richtet sich der heilige Paulus an die Gemeinde in Rom, um sie im Geist des Herrn zu stärken. Immer sollen wir die Hoffnung aufrechterhalten, denn die Hoffnung ist eine der drei göttlichen Tugenden und darf nicht mit weltlichem Optimismus verwechselt werden, der verfliegt. Die Hoffnung verbindet uns zutiefst mit unserem himmlischen Vater. Sie ist immer auf Gott gerichtet, denn er ist unsere Hoffnung.

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DER UMGANG MIT VERLEUMDUNG

“Die schweigende Verachtung, mit der man Verleumdung oder Unbill begegnet, ist gewöhnlich ein heilsameres Gegenmittel als Empfindlichkeit, Zwist oder Rache.” (Franz von Sales)

Es ist ein großes Übel, wenn Menschen schlecht übereinander reden. Es kann so weit kommen, daß empfindsamere Seelen so sehr darunter leiden, daß ihr Leben wie zerstört wirkt. In der heutigen Zeit mit den modernen Kommunikationsmitteln steigert sich das noch, sodaß Verleumdungen zu einer wahren Plage werden können.

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DIE HEILIGE THEODORUS VON HERAKLEA: »Der Drachentöter«      

Die zahlreichen aufgezeichneten Heiligengeschichten sind sehr reichhaltig und stellen uns jene Menschen vor Augen, die ihren Glauben durch ein überzeugendes Leben der Nachfolge unseres Herrn konsequent gelebt haben. Sicherlich gibt es darunter viele Berichte, in denen uns die Radikalität der Heiligen erschrecken könnte. Manche Heilige sind dadurch mehr zu bewundern als nachzuahmen.

Eines sollte uns jedoch immer gegenwärtig sein, und das würden diese wunderbaren Menschen auch unterstreichen: Es ist immer die Gnade unseres himmlischen Vaters, die sie befähigt hat, die außergewöhnlichsten Dinge zu tun: Seien es die unermüdlichen Missionare, die sich nicht scheuten, bis ans Ende der Erde zu gehen, um das Evangelium zu verkünden; seien es diejenigen, die bis zur völligen Selbstverleugnung die Werke der Barmherzigkeit vollbracht haben, seien es Mönche, die in strenger Ordenszucht des Mönchswesens, in der sie dienten und zum Aufbau der Kirche beitrugen. Nicht zu vergessen sind jene Heilige, die mehr verborgen, aber nicht weniger fruchtbar, unserem Herrn in heroischer Pflichterfüllung dienten. Immer ist es die Gegenwart unseres Herrn, welche die Menschen zu Heiligen formt. In diesem Sinne ist das Leben jedes Heiligen, von dem wir hören, auch eine an uns gerichtete Botschaft Christi, die wir lesen sollten. Sie kann uns dazu aufrufen, den Weg zu gehen, den Gott für uns bereitet hat, und uns ermutigen, unserem Ruf zur Heiligkeit zu entsprechen.

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DER HEILIGE PAUL MIKI UND GEFÄHRTEN: »Der Sieg des Glaubens und der Liebe«

Die Kirche ist reich an Missionaren und Märtyrern, in denen sich der Sieg des Glaubens und der Liebe offenbart hat. Das trifft auch auf die japanischen Blutzeugen Paul Miki und seine Gefährten zu, deren Gedenktag wir heute feiern.

Japan wurde 1542/43 von den Portugiesen entdeckt. Schon 1549 begann der Heilige Franz Xaver dort zu missionieren. Im Jahr 1590 gab es bereits eine halbe Million Christen in Japan.

Der anfangs tolerante japanische Herrscher wandte sich zunehmend gegen das Christentum und nahm im Jahr 1596 in Osaka sechsundzwanzig Christen fest: drei japanische Jesuiten, sechs spanische Franziskaner – darunter Petrus Baptista – und 17 japanische Tertiaren des heiligen Franziskus, also Laien, die dem Dritten Orden angehörten. Darunter waren drei Ministranten im Alter von zwölf bis vierzehn Jahren.

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