DER UMGANG MIT DEN SORGEN

Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? […] Euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles braucht.” (Mt 6,31–32)

Sehr oft werden wir in der Heiligen Schrift gemahnt, uns nicht den Sorgen zu überlassen, denn leicht sehen wir dann keinen Ausweg mehr. Die Sorgen können uns ständig begleiten, an unserer Lebenskraft nagen, und wir schauen »vergrämt« in die Welt. Schon am Morgen sind sie da, und auch am Abend verlassen sie uns nicht. Weiterlesen

ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC: »Das Herz der Heiligen« (I)

Es war der 30. Mai 1431 in Rouen in Frankreich – einen Tag nach dem Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Am Morgen hatten sich auf dem dortigen alten Marktplatz in der Nähe der Erlöserkirche viele Menschen versammelt. Neben dem Volk, das sich dort einfand, und dem Klerus, waren viele Soldaten anwesend. Allerdings waren es keine französischen Soldaten, sondern englische, denn Rouen war eine der Städte, die im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England noch unter englischer Herrschaft stand.

Auf dem Marktplatz war ein Gerüst aufgebaut, und dort stand eine junge Frau, neunzehn Jahre alt. Wegen dieser Frau hatten sich die Menschen versammelt, geistliche und weltliche Herren.

Auf diese junge Frau richteten sich alle Blicke.

Wer war sie? Warum stand sie dort?

Nun hielt Nicolaus Midi, Doktor der Heiligen Theologie, vor der ganzen Versammlung eine Predigt über Vers 26 aus dem zwölften Kapitel des ersten Briefes des Apostels Paulus an die Korinther:

Weiterlesen

DAS GEBET DES HERRN

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Es ist das Gebet, das Jesus uns anvertraut hat, damit wir mit ihm unseren göttlichen Vater auf diese vertraute Weise ansprechen können. Weiterlesen

Tag 14 – Die Geduld    

Geliebter Heiliger Geist, mit der heutigen Meditation beenden wir diese Vorbereitung auf das große Fest Deines Kommens. Mögen Deine Früchte in uns wachsen und reifen, denn so können wir den verherrlichen, von dem alles kommt, und Dich vor der Welt bezeugen!

Dazu brauchen wir Geduld, denn diese Früchte reifen mit jedem Tag mehr. Geduld brauchen wir erst recht mit den anderen Menschen, daß sie aufnehmen können, was Gott für sie bereitet hat.

Wie viel Geduld hat Gott mit uns! Wie versucht er uns immer wieder zu erreichen, die ganze Menschheit, die oft so irrige Wege geht!

Auch wenn wir mit Sehnsucht auf die Wiederkunft Christi warten und uns Tag für Tag vorbereiten – sei es für die Stunde des Todes oder die Parusie am Ende der Zeiten –wissen wir:

Weiterlesen

IM VERBORGENEN DEN HERRN SUCHEN

“Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater!” (Mt 6,6)

Welchen vertrauten Raum bietet uns der Herr doch an!

So schön die Kirchen und heiligen Orte auch sein mögen, wenn sie Stätten würdiger Liturgien und des gemeinsamen gläubigen Gebetes sind, so öffnet uns der Vater doch noch einen anderen und immerwährenden Zugang zu sich. Sein Herz steht für uns offen, und immer hört er uns. Das erlaubt uns, in ein immerwährendes Gebet zu ihm einzutreten. Dieses verborgene Gebet ist ungemein wertvoll und braucht keine äußeren Gesten, sondern nur ein offenes Herz gegenüber unserem Vater. Weiterlesen

Tag 13 – Die Treue    

Geliebter Heiliger Geist, Du willst, daß wir die Treue leben – und das in einer Zeit, in der die Untreue geradezu als Lebensstil erkennbar wird. Da wirst Du viel Arbeit haben, denn viele Menschen verstehen nicht mehr den Sinn der Treue, ob es in der ehelichen Beziehung ist oder bei Versprechen, die man gegeben hat oder gar bei religiösen Gelübden. Oft müssen wir erst wieder neu lernen, was Treue bedeutet, Zuverlässigkeit, Beständigkeit.

Doch haben wir ein unübertreffbares Beispiel vor Augen: Es ist die Treue Gottes. Gott ist treu – und niemals gibt er diese Treue auf. Das ganze Alte Testament erzählt uns von der Treue Gottes, die der häufigen Untreue Israels gegenübersteht.

Wenn wir in unsere Zeit hineinschauen, gibt es leider immer mehr Menschen, die vom Glauben abfallen und dem Herrn untreu werden. Es wird dann schwerer, untereinander treu zu bleiben.

Weiterlesen

BITTET UND IHR WERDET ERHALTEN

“Amen, das sage ich euch: Um was immer ihr betet und bittet, – glaubt nur, daß ihr es erhalten werdet, und es wird euch zuteil werden.” (Mk 11,24)

Das Gebet ist das große Gespräch mit Gott. Mit der Zusage, daß unser Gebet Erhörung findet, macht Gott uns ein großes Geschenk und zeigt uns damit seine Liebe.  Eigentlich ist das sehr einfach und einladend für uns, wenn wir Glauben haben. Weiterlesen