39. Tag:  »Auf dem Weg in die Heilige Woche«

Heute machen wir den letzten Schritt auf unserem Fastenpfad, bevor wir in die Heilige Woche eintreten. Ich lade herzlich ein, uns weiter zu folgen. Wir werden die Texte der Heiligen Woche von 2024 übernehmen. Einzelne Passagen werden mehr auf meditative Weise betrachtet. Gerne kann man sie auch per Video auf YouTube verfolgen[1].

Am Anfang des heutigen Evangeliums (Joh 12,10–36) begegnen wir bereits dem Einzug Jesu in Jerusalem, den wir morgen, am Palmsonntag, noch einmal tiefer betrachten werden. Weiterlesen

AN DER SCHWELLE ZUR HEILIGEN WOCHE    

“Die Fastenzeit ist der Herbst des geistlichen Lebens, in dem man die Früchte ernten und für das ganze Jahr sammeln soll. Tun Sie alles, ich bitte Sie, um reich zu werden an diesen kostbaren Schätzen, die Ihnen niemand rauben und die nicht verderben können (vgl. Mt 6,20). Erinnern Sie sich daran, was ich oft sage: Solange wir zugleich zwei Fastenzeiten halten wollen, werden wir niemals auch nur eine gut halten. Halten wir also diese, als ob sie unsere letzte wäre, dann werden wir sie gut halten.” (Aus einem Brief des Heiligen Franz von Sales an Johanna Franziska von Chantal)

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38. Tag: »Der Komplott gegen Jesus«      

Auf unserem Pfad kommen wir der Heiligen Woche schon sehr nahe. Entsprechend hören wir im heutigen Evangelium (Joh 11,47–54), daß die Feinde des Herrn beschlossen, den Herrn zu töten:

“Da beriefen die Hohenpriester und die Pharisäer eine Versammlung des Hohen Rates ein. Sie sagten: Was sollen wir tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben. Dann werden die Römer kommen und uns die heilige Stätte und das Volk nehmen.(Joh 11,47–48)

Hier sehen wir die vorgeschobenen Begründungen, denn Jesus bedrohte die Römer nicht mit seiner Verkündigung und mit seinen Taten. Sie, die religiösen Führer, fühlten sich in ihrem Einfluß auf das Volk bedroht.

Die Auferweckung des Lazarus, ein eindeutiges Zeugnis für die göttliche Vollmacht Jesu, war für die religiösen Autoritäten der damaligen Zeit unerträglich. Da sie dem Herrn nichts entgegenzusetzen hatten, ihn also nicht der Sünde und damit der Übertretung des Gesetzes überführen konnten, waren sie entschlossen, ihn zu töten.

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37. Tag: »Wir folgen Dir jetzt von ganzem Herzen«

Nach der Freude über die Berufung der seligen Jungfrau Maria, die wir gestern gefeiert haben, begegnen wir heute auf unserem Fastenweg dem ergreifenden Gebet Azarias. Er ist einer der drei Jünglinge, die durch Gottes Eingreifen im Feuerofen unversehrt geblieben sind. (Dan 3,25.34–45)

Zunächst hören wir die ergreifende Klage Azarias’, der mit seinem Volk in babylonischer Gefangenschaft lebt, daß sie all dessen entbehren, was ihr Leben sonst ausgemacht hat. Gleichzeitig gesteht er die Schuld seines Volkes ein: “Ach, Herr, wir sind geringer geworden als alle Völker. In aller Welt sind wir heute wegen unserer Sünden erniedrigt. Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten und keinen, der uns anführt, weder Brandopfer noch Schlachtopfer, weder Speiseopfer noch Räucherwerk, noch einen Ort, um Dir die Erstlingsgaben darzubringen und um Erbarmen zu finden bei Dir (Dan 3,37–38)

Wie wichtig ist eine solch tiefe Erkenntnis der Wirklichkeit! Israel spürt die Folgen seiner Abkehr von Gott und realisiert, daß sie es sich selbst zugezogen haben. In diesem Gebet wird niemand anders für das Leid und Unglück verantwortlich gemacht, sondern in einer schlichten und aufrichtigen Weise wird die Schuld bekannt.

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DAS REICH SEINER LIEBE

“Im Herzen Mariens baut der Vater das Reich Seiner Liebe auf. (Heiliger Johannes Eudes)

Welch liebenswürdige Wahrnehmung des Heiligen Johannes Eudes, daß Gott Vater das Reich seiner Liebe im Herzen Mariens errichtet. Und es ist wahr: Die Jungfrau hat Gottes Liebe ganz aufgenommen und die Antwort gegeben, die unser Vater von uns Menschen erbittet und auch erwarten kann. Weiterlesen