UNSER VATER WILL UNSERE LIEBE ZU IHM REINIGEN

“Ich komme, um die Liebe, die ihr mir entgegenbringt, die aber durch eure Angst verfälscht ist, zu bereinigen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).

Die Liebe zu unserem himmlischen Vater sollte aus einem freien und vertrauenden Herzen kommen. In der Verkündigung in unserer Kirche wurden früher vielleicht manchmal über das Maß hinaus die Konsequenzen betont, die ein sündiges Leben nach sich zieht. Dadurch kann sich Angst in die Beziehung zu Gott einnisten, die den Zugang zum wahren Bild Gottes erschwert oder dieses Bild gar verfälscht. Die immer wiederkehrenden Hinweise im Vaterbüchlein legen das nahe, gerade auch der obige Satz. Ihm geht im Büchlein unmittelbar voraus, daß der Vater betont, die Missionare würden von Gott sprechen, wie sie ihn selbst zu kennen meinen. Er sagt sehr deutlich: “Ich versichere euch, ihr kennt mich nicht so, wie ich bin.”

Weiterlesen

In der Liebe des Ewigen

“Ich bin der Ewige und habe die Zeit in meinen Händen.” (Inneres Wort)

Es ist ein Wort, das uns Ruhe und Gelassenheit schenken möchte. Dies ist besonders wichtig inmitten der unruhigen Zeiten, in denen Welt und Kirche gemeinsam wie ein richtungsloses großes Schiff auf dem großen Ozean treiben. Das Steuer wirkt blockiert. Zudem sind Lecks im Schiff nicht zu übersehen, die das Wasser eindringen lassen. Ein menschlicher Kapitän, der mit dieser Situation umzugehen wüßte, ist weit und breit nicht zu sehen! Weiterlesen

Eine wahre Bekehrung

Wenn es auch bei den Augustinern ein eigenes Fest der Bekehrung des heiligen Augustinus gibt, so ist dieses Fest des Heiligen ein guter Grund, an seine so ergreifende Bekehrung zu denken. Sie liest sich immer wieder neu, ähnlich wie die tief bewegende Bekehrung des Heiligen Paulus. Deshalb lassen wir ihn heute selbst zu Wort kommen.

Für Augustinus bedeutete die Bekehrung, einen längeren Weg mit vielen Auseinandersetzungen zu gehen. Besonders schwierig war es für ihn, die Begierlichkeit des Fleisches zu überwinden.

Die folgenden Zeilen sind seinen “Bekenntnissen” entnommen (8. Buch, Kapitel XI und XII) und geben einen bewegenden Einblick in die entscheidenden Momente seiner Bekehrung.

“Zurück hielten mich die Nichtigkeiten und Eitelkeiten, meine alten Freundinnen. Sie zerrten mich am Mantel meines Fleisches und flüsterten mir zu: »Was, du willst uns verlassen? Von dem Augenblick an werden wir nicht mehr bei dir sein in Ewigkeit. Von dem Augenblick an wird dir dies und jenes nicht erlaubt sein in Ewigkeit«. Welche Bilder brachten sie mir vor die Seele in dem »dies und jenes«! Welche Bilder, o mein Gott! Deine Barmherzigkeit wende sie ab von der Seele deines Dieners! […]

Weiterlesen

Themen des geistlichen Lebens: »Der Rosenkranz«  

Sehr bekannt ist in unserer katholischen Kirche das Rosenkranzgebet. Es gehört zu einer festen Größe im Leben der Gläubigen.

Was macht den Rosenkranz so wertvoll und warum wird er immer wieder zur Pflege und zum Wachstum des Lebens im Glauben empfohlen?

Leider hat der Rosenkranz in bestimmten Kreisen mit vielen Vorurteilen zu tun. Für manche Menschen erscheint er wie ein sinnloses Geplapper, für andere mag er mit unangenehmen Erinnerungen an frühere Zeiten verbunden sein, als man sich gezwungen sah, dieses Gebet in der Familie oder in der Kirche zu beten. Dieser Widerstand läßt sich jedoch überwinden, wenn man einen tieferen Einblick in den Sinn dieses Gebetes gewinnt.

Weiterlesen

BEKEHRUNG DER HARTNÄCKIGSTEN

“Die Kenntnis, daß Gott der Schöpfer und wahrer Vater ist, würde auch die Bekehrung der Hartnäckigsten erreichen, und diese Bekehrungen wären zahlreich und auch beständig.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Im Anschluß an den Text der gestrigen Betrachtung spricht unser Vater heute von jenen Seelen, die sich noch im Aberglauben befinden. Sie rufen zwar nach ihm und wissen, daß es ihn gibt, haben aber keine rechte Erkenntnis von Gott. Ihnen zu sagen, daß es einen liebenden Vater gibt, der sich um sie sorgt, ihnen in ihren Leiden und ihrer Verzagtheit beisteht und sie mit großer Liebe umgibt, würde sicher ihre Herzen treffen, ihrer Suche eine Antwort schenken und sie aus mancher Verirrung herausführen.

Weiterlesen

Themen des geistlichen Lebens: »Gebetsleiden« (II)  

Das Gebet gehört mit zu den Herrlichkeiten, die wir schon auf der Erde genießen können, denn es ist eine Leiter, auf der Gott zu uns niedersteigt und wir zu ihm aufsteigen. Doch auch im Gebetsleben sind wir nicht frei von den Mühen unseres irdischen Daseins und erleben Störungen aller Art, die Gott aber in seiner Weisheit in den Dienst nimmt.

Gestern hörten wir schon von einigen dieser sog. Gebetsleiden, mit denen es die Gläubigen zu tun bekommen. Heute führen wir das Thema zu Ende.

  • Widerwille gegen das Gebet:

Es kann bei einem intensiven Gebetsleben vorkommen, daß ein Widerwille aufkommt gegen das Gebet, gegen das Religiöse allgemein und gegen das Wort Gottes. Alles erscheint einem sinnlos! Das mag verschiedene Ursachen haben. Selbstverständlich ist auch der Teufel daran interessiert, uns von einem Wachstum auf dem geistlichen Weg abzubringen, und arbeitet mit Einflüsterungen daran, durch die er auf die Gefühle und Gedanken einwirken will. Der Widerwille kann aber auch aus unserer menschlichen Natur kommen, die sich gegen die Forderungen des Glaubens auflehnt und auf irgendeiner Ebene sagt: “Ich will nicht mehr!”

Weiterlesen

DEN VATER TIEFER ERKENNEN

“Ist es ferner nicht wahr, daß ihr mich wie herzlich zugeneigte Kinder lieben würdet, wenn ihr wirklich wüßtet, welchen Vater ihr habt?” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).

Es hängt sehr viel von der wahren Erkenntnis Gottes ab. Aus diesem Grund hat sich unser göttlicher Vater Madre Eugenia gezeigt und sie veranlaßt, das kleine Büchlein zu schreiben, aus dem dieser Text entnommen ist. Erkennen hängt mit Lieben zusammen. Je tiefer ich Gott erkenne, desto mehr liebe ich ihn, weil ich seinem Wesen begegne – und somit begegne ich der Liebe selbst.

Weiterlesen