»Der Drachenbezwinger und Märtyrer« *um 280 inKappadozien – †305 in Lydda

Es gibt wohl wenige Heilige, die so bekannt sind und um die sich so viele Geschichten und Legenden ranken, wie um den heiligen Georg, den wir heute feiern. Er wird in der Christenheit hoch verehrt und auf Gemälden oft als Drachentöter dargestellt. In Bezug auf die Tötung des Drachens rankt sich folgende Geschichte um ihn, die ich in gekürzter Form der »Legenda Aurea« von Jacobus de Voragine entnehme:

“Georgius, der Ritter (war geboren von kappadozischem Geschlecht), kam einst in das Land Lybia, in die Stadt Silena. Nahe bei der Stadt war ein See, so groß als ein Meer, darin wohnte ein giftiger Drache, der hatte schon oft das ganze Volk in die Flucht getrieben, wann es gewappnet wider ihn zog. Dann kam er bis unter die Mauern der Stadt und verpestete alles mit seinem Gifthauch. Die Bürger der Stadt – noch Heiden – opferten ihm täglich zwei Schafe. Als die Zahl der Schafe immer weniger wurde, ging man dazu über auch Menschen zu opfern, und loste aus, wer dafür bestimmt würde. Das Los fiel auch auf die Tochter des Königs. Diesem bis ins Innerste erschüttert, gelang es nicht, seine Tochter zu schützen, denn das Volk drohte ihm an, ihn und sein Haus zu verbrennen, wenn er sich nicht an das Gesetz hielt, das er selbst gegeben hatte.

Weiterlesen

Nachbetrachtung zum heiligen Konrad von Parzham: “Die Vertrautheit mit Gott”   

Wir haben gestern sicherlich über den heiligen Konrad gestaunt, dessen Leben so fruchtbar wurde und der seinen gewiß anstrengenden Pförtnerdienst ganze einundvierzig Jahre lang, bis drei Tage vor seinem Lebensende, durchführte. Die Pilger nach Altötting konnten durch ihn eine große Gottesnähe erfahren. Bruder Konrad hat uns selbst manches von seinem »Geheimnis der Liebe« mitgeteilt, das ihn mit Gott so innig verbunden hat.

Eines ist es, dankbar ein solches Leben zu bewundern und den Herrn dafür zu preisen. Ein anderes ist es, dem Heiligen selbst zu danken, daß er so gut auf unseren himmlischen Vater gehört und ihm und den Menschen gedient hat. Auch ist es hilfreich, ihn zu bitten, für unseren Weg der Nachfolge Christi zu beten. Doch wir können noch einen Schritt weitergehen. Wie vermögen wir das Leben der Heiligen für uns fruchtbar zu machen?

Es geht wohl darum, auch die Quelle zu finden, von der Bruder Konrad reich beschenkt wurde, sodaß Ströme lebendigen Wassers von ihm in diese Welt flossen. Der Heilige drückt es in seiner liebenswürdigen Art ganz einfach aus, wie wir leben sollten:

Weiterlesen

DIE SCHULE DER KRANKHEIT

In der Krankheit lernt man viel, wenn man will. (Bruder Konrad von Parzham)

Die geistlichen Väter – zu denen mit Sicherheit Bruder Konrad von Parzham gehört – zeigen uns immer, wie wir auf unserem geistlichen Weg wachsen können. Wenn unser Vater ein Kreuz zuläßt – und eine Krankheit ist ein solches Kreuz –, dann ist das für gläubige Menschen in der Regel eine Gelegenheit, zu wachsen und zu reifen. Abgesehen davon, daß es auch die Dimension der Sühne beinhalten kann, insbesondere für die vielen Vergehen gegen Gott und die Menschen, will unser Vater, daß wir etwas Wichtiges lernen.

Weiterlesen

DER HEILIGE BRUDER KONRAD VON PARZHAM: »Ein Apostel der Heiligkeit«      

Nach den Osterbetrachtungen und einem Blick auf die »letzten Dinge« biege ich heute mit meinen täglichen Betrachtungen sozusagen in die liturgische Osterzeit ein. Gerne möchte ich fortsetzen, was ich in früheren Veröffentlichungen bereits begonnen habe, nämlich des Öfteren einen Blick auf die Heiligen des Tages zu werfen. Dabei müssen es nicht immer diejenigen sein, die in der Tagesliturgie gefeiert werden, sondern es können auch weniger bekannte Heilige sein, die nur regional verehrt werden, jedoch in den Heiligenverzeichnissen aufgeführt sind.

Die Heiligen sind wahrlich Zeugen des Evangeliums, ob sie nun äußerlich große Werke vollbracht haben oder ob ihre Heiligkeit mehr im Verborgenen erblüht ist. Sie sind ein unermeßliches Geschenk für die Kirche und somit für die ganze Menschheit. Nur Gott allein weiß, welche Gnaden durch ihr Leben für die Menschheit frei geworden sind.

Heute schauen wir auf den heiligen Bruder Konrad von Parzham, von dem das folgende bemerkenswerte Wort stammt:

Weiterlesen

NIE ENDENDER LOBPREIS  

“Ich will den Herrn allezeit preisen; immer sei sein Lob in meinem Mund.”  (Ps 34,2)

Unser Vater braucht unser Lob und unseren Preis gewiß nicht um seiner selbst willen, denn er ist in sich vollkommen und es fehlt ihm nichts. Das heißt jedoch nicht, daß es ihm nicht wohlgefällig ist, wenn seine Kinder ihm von Herzen gerne den Lobpreis darbringen.

Weiterlesen

Das Purgatorium – Die Läuterung nach dem Tod

Das wichtige, aber nicht selten mißverstandene Thema des Purgatoriums (Fegefeuer) gehört noch in den Rahmen unserer Betrachtungen der letzten Dinge und ist trotz seiner Ernsthaftigkeit doch eine sehr tröstliche Lehre.

Wir müssen wohl davon ausgehen, daß die meisten Menschen nach ihrem Tod noch nicht sofort zur vollen Vereinigung mit Gott gelangen können, denn diese ist nur möglich, wenn der Mensch vollkommen gereinigt ist. Gleichzeitig hoffen wir, daß möglichst wenige Menschen in die Hölle kommen, am liebsten gar niemand, was allein der Liebe und Gerechtigkeit Gottes überlassen sei. Vor diesem Hintergrund erschließt sich der tiefe Sinn der Lehre vom Purgatorium. Es entspringt der Weisheit der Liebe Gottes und stellt einen Akt seiner Barmherzigkeit dar. Somit gibt es für Menschen, die in ihrem irdischen Leben nicht genug auf die Liebe Gottes geantwortet haben, noch einen Weg der Läuterung nach dem Tod.

Weiterlesen

EIN KRÄFTIGES MITTEL

“Ihr sollt im Licht bleiben und dies zu allen tragen. Das wird ein sehr kräftiges Mittel sein, um viele Bekehrungen zu erlangen und auch – wenn möglich – die Pforten derHöllezu verschließen!(Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Unser Vater spricht hier von dem Licht, das er durch seine Botschaft an Madre Eugenia in diese Welt hineintragen möchte. Es ist die so wichtige Erkenntnis, daß Gott Vater uns liebt und wir das richtige Bild von ihm bekommen sollen.

Weiterlesen