WIR GEBEN, WAS WIR EMPFANGEN HABEN

“Ich habe nichts zu geben, als das, was du mir selbst gegeben hast!(Heilige Katharina von Siena)

Wie wahr und befreiend ist dieses einfache Wort der heiligen Katharina von Siena. Es nimmt den Schleier weg, unter dem wir Menschen uns oft befinden, und wo wir uns bemühen, etwas zu sein, etwas darzustellen. Gewiß werden Anforderungen dieser Art nicht selten von der Gesellschaft an uns herangetragen, und wir meinen, ihnen entsprechen zu müssen. Und doch: Ist es nicht eine Illusion, wenn wir dabei nur auf uns selbst bauen? Wenn wir vergessen, woher alles kommt? Ist es nicht eine Blindheit, den Ursprung nicht wahrzunehmen – unseren göttlichen Vater, von dem alles kommt?

Der Satz der Heiligen ist der heilige Realismus der Demut, und hat daher die Kraft der Reinheit. Das entbindet uns nicht davon, das Unsrige zu tun, aber wir wissen, wer uns alles geschenkt und in Liebe anvertraut hat.

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DIE WERKE GOTTES TUN

“Warte noch eine Weile und tue Deine Werke. Ich bin Dein Lohn!” (Inneres Wort)

Unser Leben währt kurz, und es für Zeit und Ewigkeit zu nutzen, ist höchste Weisheit. Im Grunde sehnen sich wohl viele Menschen danach, ihre Aufgabe auf der Erde zu erfüllen. Wenn sie Gott noch nicht wirklich begegnet sind, dann sind es die Standespflichten, die ihnen helfen, sich in einer für sie vorgesehenen natürlichen Ordnung sinnvoll zu bewegen.

Doch ändert sich der Blickwinkel bei der Begegnung mit Gott. Man begreift, daß auch die natürlichen Ordnungen von Gott stammen und daß es ihm wohlgefällt und ihn ehrt, wenn man sie sorgfältig erfüllt. Der Blick öffnet sich jedoch noch weiter, denn mit dieser Erkenntnis beginnt man, seinen Dienst im täglichen Leben als einen Beitrag zum Aufbau des Reiches Gottes auf der Erde zu verstehen. In der Folge vollbringt man alles immer bewußter zur Ehre Gottes.

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Der königliche Weg

1 Kor 12,31-13,13

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, läßt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht.

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GOTT KOMMT SEHR NAHE

“Wenn ihr bereit seid, mich aufzunehmen, werde ich euch sehr nahekommen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Es ist eine Verheißung unseres himmlischen Vaters, deren Erfüllung von uns abhängt. Wir wissen, was Gott meint. Es gilt, Gott in unser Herz einzulassen und ihm Wohnung zu geben, sodaß unser himmlischer Vater immer darin einkehren kann. Wenn unser Vater sein Zelt in uns aufgeschlagen hat, wenn wir uns nie von ihm abwenden und diese heilige Liebe pflegen, dann wird der Herr uns sehr nahekommen.

Was bedeutet das?

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Gedächtnis der Schmerzen Mariens

Der heutige Gedenktag geht auf das »Fest der Sieben Schmerzen Mariens« zurück, welches von Papst Benedikt XIII. im Jahre 1721 eingeführt wurde.

Im christlichen Osten ist die Verehrung der Schmerzensmutter, der »Mater Dolorosa«, schon seit frühesten Zeiten bekannt. Der große geistliche Dichter Ephräm der Syrer (+373) besingt die Schmerzensmutter unter dem Kreuz, und viele Schriftsteller des christlichen Altertums weisen auf die Schmerzen Mariens hin. Diese Texte gingen dann in die Liturgie der Ostkirche ein. Seit dem sechsten Jahrhundert ist dort die Darstellung Mariens unter dem Kreuz allgemein verbreitet.

Im Westen breitete sich die Verehrung der Schmerzensmutter erst ab dem 12. Jahrhundert aus. Der 1233 gegründete Servitenorden der Diener Mariens machte die Andacht zur »Mater Dolorosa« in weiten Schichten des Volkes bekannt. In dieser Zeit entstand auch das berühmte »Stabat Mater«, der Hymnus an die Schmerzensmutter. Seit dem Mittelalter ist die Verehrung der Schmerzensmutter tief im Herzen der Katholiken verwurzelt; auch Wallfahrten entstanden zu den Gnadenbildern, die Jesus nach der Kreuzabnahme im Schoß seiner betrübten Mutter zeigen, der Pietà.

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Das Kreuz, das Zeichen des Heils

Phil 2,6-11

Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: “Jesus Christus ist der Herr” zur Ehre Gottes, des Vaters.

Das Kreuz unseres Herrn ist in seiner ganzen Tiefe nur vom Blick der Liebe her zu verstehen. Ohne diesen Blick bleibt uns die eigentliche Botschaft verschlossen.

“Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn für uns hingab” (Joh 3,16).

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DIE VERPFLICHTUNG DURCH DEN GLAUBEN

 

“Wer immer den Glauben empfängt, ist auch gehalten, ihn mitzuteilen. Das Licht des Herrn, das in unsere Finsternis hineinleuchtet, ist das Licht für die Welt. Wir schulden es allen unseren Mitmenschen.” (Heiliger Papst Johannes Paul II.)

Mit diesen Worten rief Papst Johannes Paul II. dazu auf, allen Menschen das Evangelium zu verkünden. Damit hat er seinem Auftrag als Papst entsprochen.

Nichts liegt unserem himmlischen Vater mehr am Herzen! Dazu hat er seinen Sohn gesandt.

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