Die wahre Freude

Lk 10,17-24 

Die Zweiundsiebzig kehrten zurück und berichteten voll Freude: Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen. Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können. Doch freut euch nicht darüber, daß euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, daß eure Namen im Himmel verzeichnet sind.

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DAS MEER DER GÜTE GOTTES

“Lassen wir uns in das Meer seiner Güte stürzen, wo jede Schwäche getilgt und jede Angst in Liebe verwandelt wird.” (Paul vom Kreuz)

Ein sehr ähnliches Wort finden wir im Vaterbüchlein von Madre Eugenia, wenn wir eingeladen werden, uns in das Meer der göttlichen Barmherzigkeit zu stürzen. Dort sollen wir gereinigt und gestärkt werden, um unseren Weg weiterzugehen.

Es gilt, sich in die unendliche Liebe Gottes zu vertiefen, sich nicht bei den Schwächen und Ängsten aufzuhalten, sondern sie Gott völlig anzuvertrauen.

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Kinder und Engel

Mt 18,1–5.10   Evangelium am Gedenktag der Heiligen Schutzengel

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte? Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.

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DIE GOTTVERGESSENHEIT

“Oh, wie wurde meine Vaterliebe von den Menschen vergessen! Und doch liebe ich euch mit so großer Zärtlichkeit!” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Wie leicht vergessen wir Menschen die Wohltaten Gottes, und damit unseren Vater, der sie uns gewährt hat. Die Folgen werden nicht ausbleiben, denn der lebendige Bezug zu Gott und seine Vergegenwärtigung in unserem Leben gehen verloren. Wir versinken dann allzu leicht im normalen Ablauf des Lebens, ohne an den Herrn zu denken.

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Distanz zur Welt bewahren

Lk 10,1–12

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, eßt und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn.

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Wachsames Leben

Mt 13,47-52       (Evangelium am Gedenktag des Heiligen Hieronymus)

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja. Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt. Als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, zog er weiter.

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DIE SEELE IN DEN HÄNDEN TRAGEN  

“Niemand ist weiser, als wer seine Seele immerdar in Händen trägt. Es hat der Mensch keinen kostbareren Schatz als seine Seele. Er muß also wachen und beständig auf der Hut sein, weil dem Heil der Seele nichts gleichkommt.” (Thomas von Kempen, Nachfolge Christi)

In einem anderen Wort beklagt Thomas von Kempen: “Um eine geringe Stelle läuft man meilenweit, aber um des ewigen Lebens willen heben viele den Fuß nicht auf.”

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