DAS RECHTE BILD GOTTES  

“Die Menschen glauben, ich sei ein schrecklicher Gott und würde die ganze Menschheit nur in die Hölle stoßen wollen. Wie überrascht werden sie sein, wenn sie beim Jüngsten Gericht sehen werden, wie viele verloren geglaubte Seelen sich unter den Auserwählten befinden und sich der ewigen Glückseligkeit erfreuen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

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Ewiges Leben in Gott – der Himmel (II)

Wie wir gestern betrachtet haben, ist das höchste Gut, welches uns im Himmel erwartet, die Anschauung Gottes, die uns unendlich glücklich machen wird. Manche Väter der Kirche haben versucht, das Unfaßbare doch irgendwie für uns zugänglich zu machen. Deshalb möchte ich gerne eine dieser Stimmen zu unserer Freude hinzufügen. Der Heilige Augustinus, ein Meister des Wortes, schreibt im Gottesstaat:

“Wie groß wird die Seligkeit sein, bei der jedes Übel ausgeschlossen ist, kein Gut verborgen bleibt, jeder dem Preis Gottes sich widmet, der alles in allem sein wird! Denn was dort geschehen sollte, wo man weder aus Trägheit untätig ist, noch aus Not arbeitet, kann ich mir nicht denken. […]

Alle Glieder und inneren Organe des unvergänglichen Leibes, die wir hienieden für die verschiedenen Gebrauchszwecke verteilt sehen, wie es das Bedürfnis mit sich bringt, werden dem Preise Gottes dienen, weil es dort keine Bedürfnisse mehr gibt, sondern nur eine volle, gewisse, sichere und ewig währende Seligkeit […]. Und mit den großen und wunderbaren Dingen, die man dort schauen wird, werden die vernünftigen Geister aus Entzücken über die der Vernunft einleuchtende Schönheit begeistert einstimmen in den Preis eines so großen Meisters.”  (Buch XXII, Kapitel 30):

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IM DIENST DER WAHRHEIT

“Ich bin nicht zurückgewichen, wenn es galt, der Wahrheit zu dienen. Verleugne nie das, was du als Wahrheit erkannt hast!” (Inneres Wort)

Dieses Wort gilt sicher für alle Menschen – mit Blick insbesondere auf uns Katholiken.

“Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man umso mehr verlangen.” (Lk 12,48)

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Ewiges Leben in Gott – der Himmel (I)

Gestern haben wir die geistliche Auferstehung bzw. die erste Auferstehung in den Blick genommen. Dieses Thema braucht nun nicht mehr mir einer weiteren Betrachtung vertieft zu werden, denn es ist der tägliche Weg des Glaubens, verbunden mit dem Streben nach Heiligkeit. Es begleitet uns das ganze Leben hindurch und ich versuche, durch Ansprachen, Meditationen und Vorträge den Gläubigen und suchenden Menschen Hilfe zu geben.

Was aber noch zu diesen Betrachtungen nach der Auferstehung des Herrn gehört, ist der Blick auf die Ewigkeit. Für die treugebliebenen Gläubigen wird sie der Himmel sein, die vollständige Vereinigung mit Gott in der Anschauung seiner Herrlichkeit.

Es wäre ja sehr unklug, dieses wunderbare Ziel aus den Augen zu verlieren, auf das wir unterwegs sind. Es ist weit herrlicher, als wir es uns vorstellen können, und es sollte uns in seiner Schönheit anziehen. Auch werden wir bei der Betrachtung der Herrlichkeit des Himmels nicht etwa weltfremd, »abgehoben« oder flüchten aus der Realität. All das sind falsche Vorstellungen. Im Gegenteil: Mit der Vorfreude auf den Himmel sollte sich der Eifer verstärken, unserer Berufung auf der Erde nachzukommen, um Gott zu verherrlichen und den Menschen zu dienen.

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DIE WEISE GOTTES

“Die Seele:  O Freundlichster, wenn es Dir so angenehm ist, daß die Menschen Dir gut glauben, so sag mir bitte, was ich Deiner unaussprechlichen Güte glauben soll.”

“Mit gewisser Hoffnung sollst du glauben, daß ich dich nach deinem Tode aufnehme wie ein Vater seinen geliebtesten Sohn, und daß nie ein Vater so getreu seinem einzigen Sohn das Erbteil zugeteilt hat, als ich dir alle meine Güter und mich selbst mitteilen werde”. (Heilige Mechthild von Hackeborn)

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Die erste Auferstehung

Nachdem wir nun in drei Betrachtungen auf unsere zukünftige Auferstehung des Leibes geschaut haben, auf die wir als Glaubende freudig zugehen können, ist es angebracht, auf unsere geistliche Auferstehung zu schauen, welche die Voraussetzung dafür ist, daß wir mit Zuversicht dem Tod entgegengehen können. Diese geistliche Auferstehung wird auch als die “erste Auferstehung” bezeichnet, womit die Erweckung der Seele zum wahren Leben gemeint ist.

Der heilige Augustinus schreibt im Gottesstaat über dieses Thema und kommentiert dabei folgendes Wort des Herrn:

“Wahrlich, wahrlich, sage ich euch, die Stunde kommt, und jetzt ist sie da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben. Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohne verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. ” (Joh 5,25–26)

Augustinus zufolge spricht der Herr hier nicht von der zweiten Auferstehung, von der leiblichen, die am Ende stattfinden wird, sondern von der ersten, die jetzt stattfindet. Eben diese will er kennzeichnen mit den Worten: “Die Stunde kommt und jetzt ist sie da. Aber diese Auferstehung ist nicht eine Auferstehung der Leiber, sondern der Seelen. Denn auch die Seelen haben ihren Tod, nämlich in Gottlosigkeit und Sünden, und solche Tote meint der Herr, wenn er sagt: “Laß die Toten ihre Toten begraben”, die seelisch Toten mögen die leiblich Toten begraben. ” (Augustinus, Gottesstaat, Buch 28, S. 1227)

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