Die leibliche Auferstehung von den Toten (III)

In den beiden vergangenen Betrachtungen haben wir bereits über die leibliche Auferstehung von den Toten gehört und wahrgenommen, welch wunderbaren Weg Gott für uns vorgesehen hat. Dabei kam die Unverweslichkeit des Auferstehungsleibes zur Sprache. Der Gläubige wird mit Leib und Seele – nachdem der Herr sie wieder zusammengeführt hat – für immer in der Anschauung Gottes leben dürfen.

Unser zukünftiger Leib wird vier wunderbare Eigenschaften besitzen, wie es uns der Römische Katechismus von Pius V. wissen läßt. Da heißt es:

“Der Körper der Heiligen aber hat bei der Auferstehung überdies eine Reihe herrlicher, wunderbarer Eigenschaften, die ihm einen viel größeren Adel verleihen, als er ihn je zuvor besaß. Die wichtigsten davon sind jene vier sogenannten »Gaben«, wie sie die Väter aus der Lehre des Apostels ableiten.

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Die leibliche Auferstehung von den Toten (II)

Wenden wir uns nun weiter der heilsamen Lehre von der Auferstehung zu. Sie ist so wesentlich, daß der Heilige Paulus deutlich macht: “Gibt es keine Auferstehung der Toten, dann ist auch Christus nicht auferstanden; ist aber Christus nicht auferstanden, dann ist nichtig unsere Predigt, nichtig auch unser Glaube” (1 Kor 15,13f).

Da unser katholischer Glaube uns das Licht der Wahrheit schenkt, ist er im tiefsten Sinn des Wortes heilsam. Nichts führt den Menschen tiefer zu seiner Bestimmung, als wenn er in der Gnade Gottes die Wahrheit erkennt und die Erlösung annimmt, welche ihm Gott in seiner unendlichen Barmherzigkeit in Christus Jesus anbietet. Wenn er in der Wahrheit lebt, dann wird ihn der himmlische Vater so formen, wie er ihn bei seiner Erschaffung vorgesehen hat. Dies wird sich in der Ewigkeit vollenden. Doch dürfen wir nicht verschweigen, daß der Mensch aus eigener Schuld sein Ziel verfehlen kann und dann für immer von der Anschauung Gottes mit den entsprechenden Qualen getrennt leben muß. Auch diese Lehre ist heilsam, weil sie uns aufwecken soll und uns unsere Verantwortung für das eigene Leben vor Augen stellt, damit wir uns für ein Leben in der Wahrheit entscheiden.

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Die leibliche Auferstehung von den Toten (I)

Mit den Meditationen über die Auferstehung Jesu Christi wurden wir während der Osteroktav in die liturgisch so wunderbare Osterzeit eingeführt, die der auferstandene Herr noch mit den Jüngern auf der Erde verbrachte, um sie weiter auf ihre zukünftige Aufgabe vorzubereiten. Man spürt noch das Erstaunen der Jünger über das Geschehen, das sich erst nach und nach als Wirklichkeit in sie einsenkte.

In der Wahl, wie ich meine täglichen Ansprachen fortsetzen werde, habe ich mich für die Leseordnung des Alten Ritus als Grundorientierung entschieden. Da ich die Lesungen des Neuen Ritus vielfach ausgelegt habe, werden am Ende meiner Ausführungen weiterhin Links zu diesen früheren Betrachtungen zu finden sein.

Zunächst gilt es jedoch, ein wichtiges Thema zu vertiefen.

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