“Ich komme, um mich selbst bekanntzumachen als Vater aller Menschen und als den zärtlichsten aller Väter. Und ich komme, um die Liebe, die ihr mir entgegenbringt, die aber durch eure Angst verfälscht ist, zu bereinigen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio) Weiterlesen
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ALLES HAT BEDEUTUNG
“Alles, mein Sohn, hat Bedeutung. Jedes Wort, jede Geste, jede Tat.” (Inneres Wort)
Es ist es ein Weg zur Reifung, wenn uns dies bewußt wird. Es ist ein letztes Erwachen in die Realität Gottes. Damit ist sicherlich kein ängstliches Sorgen gemeint, ob man etwas falsch macht, denn dadurch würde man sich innerlich verkrampfen. Das hätte unser himmlischer Vater bestimmt nicht gewollt und es würde seiner sorgenden Liebe für uns gar entgegenlaufen.
Die Leiden und die Kämpfe des Apostels fuer die Kirche
Am Ende der gestrigen Betrachtung habe ich darauf hingewiesen, daß ich noch einen Satz des heiligen Paulus herausstellen möchte, um ihn ein wenig näher zu beleuchten, denn es ist eine große Aussage, welche der Völkerapostel der Gemeinde in Kolossä anvertraut. Es handelt sich um diesen Satz:
“Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch, und ergänze das an meinem Fleische, was an den Leiden Christi noch mangelt für seinen Leib, welcher die Kirche ist, deren Diener ich geworden bin.” (Kol 1,24–25a)
Paulus ist der große Völkerapostel, und wir erinnern uns sehr gut, daß er auf seinem Weg nach Damaskus, als er dort die Christen gefangennehmen wollte, durch die Begegnung mit dem Herrn seine Bekehrung erlebte.
AUCH EIN ELIJA WAR SCHWACH!
“Auch ein Elija war schwach und brauchte meine Kraft, um seinen Dienst weiterhin zu tun!” (Inneres Wort)
Wer erinnert sich nicht an den großen Propheten Elija, der sein Volk durch große Wunderzeichen wieder zu Gott führte? War es nicht er, der dem König Ahab ins Gesicht widerstand, wenn dieser Dinge tat, die nicht mit Gott vereinbar waren? War es nicht er, der sich den Haß der Königin Isabel zuzog, die den Baalen huldigte und ihn verfolgte, als er ihre Baalspriester töten ließ, nicht ohne zuvor nachzuweisen, daß er im Auftrag des Höchsten handelte?
Ende des Christushymnus und Mahnungen
Nachdem wir uns dem Christushymnus in seiner ganzen Erhabenheit zugewandt haben, der die Person des Herrn auf unvergleichliche Weise aufleuchten läßt, wollen wir noch auf die letzten heiligen Worte dieses Hymnus schauen: auf das Haupt der Kirche.
“Er ist das Haupt des Leibes, der Kirche,
er, der da ist der Anfang, der Erstgeborne von den Toten,
damit er in allem den Vorrang habe.
Denn in ihm gefiel es Gott, die ganze Fülle wohnen zu lassen,
und durch ihn alles mit sich zu versöhnen,
indem er Frieden stiftete durch das Blut seines Kreuzes,
sowohl was auf der Erde, als was im Himmel ist.”
(Kol 1,18-20)
DIE LIEBE LENKT ALLE SCHRITTE UND HANDLUNGEN
“Meine Liebe soll so in dir zuhause sein, daß sie all deine Schritte lenkt und deine Handlungen bestimmt.” (Inneres Wort)
Dies wäre die herrliche Frucht einer innigen Beziehung mit unserem Vater, in der wir ihm nichts mehr vorenthalten. Die Liebe – das ist die Gegenwart des Heiligen Geistes – hat schon die Haupthindernisse auf diesem Weg überwunden und arbeitet nun immer feiner an der Selbstverständlichkeit unseres Liebesaktes gegenüber Gott und den Menschen. Das geschieht durch die Einwohnung Gottes in uns.
Der Christushymnus
Nachdem der Apostel Paulus das religiöse Leben der Kolosser gewürdigt hat, folgt eine der schönsten Passagen seiner Briefe. Es ist der sogenannte Christushymnus, der mit dem Lobpreis des Vaters beginnt. Die Verherrlichung des Vaters, die dem Sohn so am Herzen lag, erklingt hier folgerichtig an erster Stelle in diesem Lobpreis. Wie könnten wir die herrlichen Taten Gottes verstehen, wenn wir Jesus nicht als Gesandten des Vaters begreifen? Die Gemeinde in Kolossä soll sich der Herrlichkeit des Sohnes Gottes bewußt sein, damit ihr Glaube fest verwurzelt ist und sie jede Lehre, welche die Herrlichkeit Jesu überschatten möchte, zurückweisen.
