Halte immer an mir fest

“Halte immer an mir fest und gehe tief in das Innere!” (Inneres Wort)

Was auch kommen mag an innerer und äußerer Bedrängnis, in der wir nicht die Gegenwart Gottes wahrzunehmen vermögen, ist dieses Wort die mahnende Stimme unseres Vaters, daß wir festhalten sollen.

Nicht unsere Empfindungen geben uns Sicherheit auf unserem Weg mit Gott durch diese Zeit, sondern das Wort Gottes und somit sein Wille, uns zu führen. Darauf können wir uns absolut verlassen. Wenn wir uns aufrichtig bemühen, im Stand der Gnade zu leben, also in Übereinstimmung mit dem heiligen Willen Gottes, dann können wir uns ohne Frage und Zweifel darauf verlassen. Wenn wir vom geraden Weg abgekommen sind, dann gilt es, sofort zu Gott zurückzukehren, der uns ruft, um dann wieder seine Gnade aufzunehmen und in ihr zu leben. Die Liebe Gottes umgibt uns immer. Entweder mahnt sie uns, an ihm festzuhalten, oder zu ihm umzukehren.

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Überwindung der irdischen Gesinnung

1 Kor 3,1-9

Vor euch, Brüder, konnte ich aber nicht wie vor Geisterfüllten reden; ihr wart noch irdisch eingestellt, unmündige Kinder in Christus. Milch gab ich euch zu trinken statt fester Speise; denn diese konntet ihr noch nicht vertragen. Ihr könnt es aber auch jetzt noch nicht; denn ihr seid immer noch irdisch eingestellt. Oder seid ihr nicht irdisch eingestellt, handelt ihr nicht sehr menschlich, wenn Eifersucht und Streit unter euch herrschen? Denn wenn einer sagt: Ich halte zu Paulus!, ein anderer: Ich zu Apollos!, seid ihr da nicht Menschen? Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Ihr seid durch sie zum Glauben gekommen. Sie sind also Diener, jeder, wie der Herr es ihm gegeben hat: Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber ließ wachsen. So ist weder der etwas, der pflanzt, noch der, der begießt, sondern nur Gott, der wachsen läßt. Wer pflanzt und wer begießt: Beide arbeiten am gleichen Werk, jeder aber erhält seinen besonderen Lohn, je nach der Mühe, die er aufgewendet hat. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau. Weiterlesen

DAS INNERSTE DES HERZENS  

“Die Wurzel der Liebe soll das Innerste deines Herzens sein. Aus dieser Wurzel kann nichts als Gutes hervorkommen.” (Heiliger Augustinus)

Dies ist zunächst ein verwunderliches Wort des Heiligen Augustinus. Man denkt an das Wort Jesu, daß alles Unreine aus dem Herzen des Menschen kommt: “Von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.” (Mk 7,2123)

Der Heilige spricht vom neuen Herzen, welches Gott uns schenken will, und bezieht sich auf ein gereinigtes Herz, in dem Gott selbst Wohnung genommen hat. Ist unser Vater in uns eingekehrt, dann ist es tatsächlich so, wie Augustinus es beschreibt: Der Geist ruft in unserm Inneren: “Abba, Vater!” (Gal 4,6).

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Dem Bösen widerstehen

Lk 4,31-37

In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit (göttlicher) Vollmacht. In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlaß ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen. Da waren alle erstaunt und erschrocken und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen. Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend!

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DIE GNADE DER RÜCKKEHR

“Weggehen von Dir heißt STERBEN.

Zurückkehren zu Dir heißt AUFERSTEHEN.

Wohnen bei Dir heißt LEBEN.” (Heiliger Augustinus)

Unser geistliches Leben stirbt, wenn wir den Weg mit Gott verlassen und uns wieder den Versprechungen dieser Welt zuwenden. Das Leben der Gnade, das uns zuvor immer getragen hat, beginnt in unserer Seele zu erlöschen. Die unmittelbare, zärtliche und selbstverständliche Nähe Gottes, die allem Leben erst den rechten Sinn verleiht, schwindet.

Das gilt bis zu einem gewissen Grad auch dann, wenn wir eine von unserem Vater geschenkte Berufung vernachlässigen und dann verlieren. Der gnadenhafte Aufschwung, den wir mit dem Ruf unseres himmlischen Vaters erhalten haben, wird schwächer und selbst wenn wir in unserem weiteren Leben den Geboten treu bleiben, läßt das etwas Unerfülltes in der Seele zurück.

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Der Herr in Nazareth

Lk 4,16-30

In jener Zeit kam Jesus auch nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt.            Weiterlesen

WENN DU MICH ANBLICKST

“Verborgen bleibt mir mein Dasein, bis Du mich anblickst, Gott, und meine Finsternis so hell wird wie der Mittag.” (Heiliger Augustinus)

Erst im Blick des Vaters auf uns erfassen wir unsere wahre Bestimmung als Menschen. Es ist so, wie es der Heilige Augustinus beschreibt.

Solange wir diesen Blick noch nicht kennen, suchen wir häufig auf verschiedensten Wegen nach unserer Identität und setzen mehr ein Bild von uns zusammen, als daß es sich organisch nach dem Willen Gottes entfalten würde.

Wer sind wir? Was sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

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