“Das ist Glaube, wenn man mit Gott spricht, wie man mit einem Menschen sprechen würde.” (Heiliger Pfarrer von Ars)
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Die wahre Verwandtschaft Jesu
Mk 3,31-35
In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen die Jünger herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum, und man sagte zu ihm: deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir! Er erwiderte: wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
Hier handelt es sich nicht etwa um eine Zurückweisung der Mutter des Herrn und seiner Brüder, wie man zunächst vermuten könnte. Vielmehr weitet der Herr unseren Blick auf die gesamte Menschheit, die gerufen ist, eine himmlische und universale Familie zu bilden.
Die Gnade Gottes wieder entfachen
2 Tim 1,1-8
Lesung am Gedenktag der Heiligen Timotheus und Titus
Paulus, durch den Willen Gottes zum Apostel Christi Jesu berufen, um das Leben in Christus Jesus, das uns verheißen ist, zu verkündigen, an Timotheus, seinen geliebten Sohn: Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn. Ich danke Gott, dem ich wie schon meine Vorfahren mit reinem Gewissen diene – ich danke ihm bei Tag und Nacht in meinen Gebeten, in denen ich unablässig an dich denke. Wenn ich mich an deine Tränen erinnere, habe ich Sehnsucht, dich zu sehen, um mich wieder von Herzen freuen zu können; denn ich denke an deinen aufrichtigen Glauben, der schon in deiner Großmutter Loïs und in deiner Mutter Eunike lebendig war und der nun, wie ich weiß, auch in dir lebt. Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteilgeworden ist. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft.
SEI GELASSEN!
“Sei gelassen! Ich bin der Ewige und habe die Zeit in meinen Händen.” (Inneres Wort)
Häufig sprechen die Lehrer des geistlichen Lebens über die Gelassenheit. Das bedeutet, daß wir uns von all den Ereignissen, die uns widerfahren, nicht aus der Ruhe bringen lassen und überstürzt handeln. Damit ist jedoch keine stoische Ruhe gemeint, die alle Dinge mehr oder weniger gleichwertig betrachtet und jede Art von innerer Stellungnahme vermeiden will. Es hat auch nichts mit geistlicher oder seelischer Trägheit zu tun, die sich zu nichts aufraffen kann und gerne in die Gleichgültigkeit absinkt.
DIES IST DER TAG, DEN DER HERR GEMACHT HAT
“Denke daran, daß der gegenwärtige Tag dir gegeben wurde, damit du durch ihn die Ewigkeit gewinnst. Nimm dir fest vor, den Tag dafür gut zu nutzen.” (Heiliger Franz von Sales)
Es ist dieser Tag heute, der mir von meinem himmlischen Vater gegeben wird. Ob der morgige Tag kommen wird, ist nicht gewiß. Wenn wir den heutigen Tag gut für die Ewigkeit nutzen und nichts versäumen, gibt das unserem Leben eine fruchtbare Spannung.
Fest der Bekehrung des Heiligen Paulus: “Die Größe einer Berufung”
HINWEIS: Das Fest der Bekehrung des Heiligen Paulus fällt dieses Jahr auf einen Sonntag, weshalb es in der Liturgie normalerweise nicht gefeiert wird. Dennoch möchte ich eine Betrachtung über den Heiligen Paulus halten, da dieser unermüdliche Apostel der Heiden der Schutzpatron für die uns anvertraute Mission geworden ist. Wer es vorzieht, eine Betrachtung zur Tageslesung zu hören, findet den entsprechenden Link am Ende des Textes.
Apg 22,3-16
Ich bin ein Jude, geboren in Tarsus in Zilizien, hier in dieser Stadt erzogen, zu Füßen Gamaliëls genau nach dem Gesetz der Väter ausgebildet, ein Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid. Ich habe den (neuen) Weg bis auf den Tod verfolgt, habe Männer und Frauen gefesselt und in die Gefängnisse eingeliefert. Das bezeugen mir der Hohepriester und der ganze Rat der Ältesten. Von ihnen erhielt ich auch Briefe an die Brüder und zog nach Damaskus, um dort ebenfalls die Anhänger (der neuen Lehre) zu fesseln und zur Bestrafung nach Jerusalem zu bringen. Als ich nun unterwegs war und mich Damaskus näherte, da geschah es, daß mich um die Mittagszeit plötzlich vom Himmel her ein helles Licht umstrahlte.
DER WUNSCH DES SCHUTZENGELS
“Der Wunsch unseres Schutzengels, uns zu helfen, ist weit größer als unser Wunsch, uns von ihm helfen zu lassen.” (Heiliger Don Bosco)
In seiner nie nachlassenden Güte schenkt uns der himmlische Vater einen zuverlässigen Freund und Begleiter durch unser Leben. Für den Engel ist es eine große Freude, uns begleiten zu können. Zum einen kann er durch diesen Dienst seine Liebe zu Gott zeigen, in dessen Auftrag er steht. Zum andern kann er uns seine Liebe durch die helfende brüderliche Nähe schenken.
