Maria aus Magdala, die dem Herrn auch im Tod unbedingt ihre Liebe bezeugen will, eilt schon vor Anbruch des Tages zum Grab. “Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben!” (Joh 20,13), ruft sie aus, als sie sieht, daß der Stein vom Grab weggenommen war, und man spürt ihren Schmerz darüber. Läßt man nicht einmal mehr die Toten in Ruhe! Wo ist ihr Herr?
Und der Herr zeigt sich ihr. Zuerst erkennt sie ihn nicht. Als Jesus sie aber bei ihrem Namen rief, “da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister!” (Joh 20,16). Sie darf ihn noch nicht berühren (Joh 20,17), doch ist sie die erste Botin der Auferstehung.
“Der Herr ist auferstanden von den Toten! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!”
