DIE LIEBE DURCH DIE LIEBE BEGREIFEN

Lieber Vater, wie können wir Deine Liebe noch besser begreifen?

Als die Israeliten Dich mit ihrem Tanz um das Goldene Kalb beleidigt haben (Ex 32,8), hast Du das Flehen Deines Dieners Mose angenommen und es ihnen nicht angerechnet. Immer wieder stoßen wir auf Deine Vergebungsbereitschaft, die auch die gräßlichsten Sünden vergeben will – und es gibt so viele davon!

Staunend stehen wir dieser Liebe gegenüber. Gewiß, wir kennen sie! Sie wird uns Tag für Tag durch den Heiligen Geist bezeugt und wir vermögen sie immer besser kennenzulernen. Es gibt so viele Beispiele in der Heiligen Schrift, und auch im Leben der Heiligen begegnen wir nicht selten der unfaßbaren Güte, die sich in ihrem Leben zeigt und durch die Du Dich kundtust.

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28. Tag: »Jesu Wort kommt vom Vater«      

Zurückgekehrt zu den biblischen Texten, die uns durch die Fastenzeit begleiten, hören wir zunächst von der Idolatrie der Israeliten. Sie hatten sich ein Goldenes Kalb gemacht und Mose mußte die Worte des Herrn hören:

Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten heraufgeführt hast, läuft ins Verderben. Schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Sie haben sich ein Kalb aus Metall gegossen und werfen sich vor ihm zu Boden. Sie bringen ihm Schlachtopfer dar und sagen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben. Weiter sprach der Herr zu Mose: Ich habe dieses Volk durchschaut: Ein störrisches Volk ist es. Jetzt laß mich, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und sie verzehrt. Dich aber will ich zu einem großen Volk machen.” (Ex 32,7–10)

Immer wieder gerieten die Israeliten im Laufe ihrer Geschichte in die Gefahr, falschen Göttern zu huldigen. Nicht zuletzt deshalb wollte Gott sie von den anderen Völkern absondern, damit sie nicht in den Götzendienst geraten, der vor Gott ein Greuel ist. Die Heilige Schrift macht deutlich, daß diese “falschen Götter” im Gegensatz zu Gott stehen. Vom Heiligen Paulus wissen wir, daß sich hinter den Götzen Dämonen verbergen, die die Menschen täuschen wollen (vgl. 1 Kor 10,19–20). Sie tun auch heute ihre Arbeit, um die Menschen von der Erkenntnis Christi abzuhalten.

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