DIENSTAG DER KARWOCHE: Einer von euch wird mich verraten

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“Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten.” (Joh 13,21b)

Der Verrat! Welch furchtbarer Abgrund tut sich da im Menschen auf: Den Freund verraten! Den Meister und Herrn verraten! Die Liebe verraten!

Es wagte wohl niemand, Jesus zu fragen: “Wer ist es? – außer dem Jünger Johannes, der mit dem Herrn besonders vertraut war und “Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche” (Joh 13,24). Das Herz des Johannes war rein und dem Herrn auf ungeteilte Weise zugetan. Einer, der liebt und dessen Herz rein geworden ist, kann auch dem Schatten ins Gesicht blicken und braucht sich vor ihm nicht zu verbergen. So lehnte sich Johannes an die Brust Jesu und fragte: “Herr, wer ist es?” (Joh 13,25). Diese Geste der Liebe und Vertrautheit war rein und echt, ganz anders als der Kuß des Verräters, der das Zeichen der Liebe in den Dienst der Bosheit gestellt hat.

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MONTAG DER KARWOCHE: Eine Geste der Liebe

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“Maria nahm ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar.” (Joh 12,3)

Welch zärtliche Geste von Maria wird uns hier im Evangelium gezeigt! Eine Zärtlichkeit, die sehr der Frau entspricht und auch etwas von ihrer Schönheit und Hingabefähigkeit erzählt. Sie hat ihr Herz ganz Jesus geschenkt. Welcher Trost wird es für ihn gewesen sein, diese liebende Seele wahrzunehmen – inmitten der Feindschaft, die ihn umgab! Ähnlich war es auf seinem Weg zur Kreuzigung, als er der Heiligen Veronika begegnete.

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PALMSONNTAG: Der Tag, an dem Jesus geehrt wurde

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Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt. Hosanna in der Höhe! (Mk 11,9-10)

Das Volk ist auf den Beinen, und für kurze Zeit geschieht das, was der Wirklichkeit des Kommens des Gottessohnes entspricht: Er wird mit Jubel und Freude empfangen, das Volk empfängt seinen wahren König, seinen lange verheißenen Messias.

“Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttieres.”  (Mt 21,5)

Wie anders kommt der Herr des Himmels und der Erde! Er bedarf nicht der äußeren Prachtentfaltung, obwohl ihm alles zustehen würde. Er bezeugt die Liebe seines Vaters und kommt in seinem Auftrag, um Gott zu verherrlichen und die Menschen zu erlösen.

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39. Tag:  »Auf dem Weg in die Heilige Woche«

Heute machen wir den letzten Schritt auf unserem Fastenpfad, bevor wir in die Heilige Woche eintreten. Ich lade herzlich ein, uns weiter zu folgen. Wir werden die Texte der Heiligen Woche von 2024 übernehmen. Einzelne Passagen werden mehr auf meditative Weise betrachtet. Gerne kann man sie auch per Video auf YouTube verfolgen[1].

Am Anfang des heutigen Evangeliums (Joh 12,10–36) begegnen wir bereits dem Einzug Jesu in Jerusalem, den wir morgen, am Palmsonntag, noch einmal tiefer betrachten werden. Weiterlesen

AN DER SCHWELLE ZUR HEILIGEN WOCHE    

“Die Fastenzeit ist der Herbst des geistlichen Lebens, in dem man die Früchte ernten und für das ganze Jahr sammeln soll. Tun Sie alles, ich bitte Sie, um reich zu werden an diesen kostbaren Schätzen, die Ihnen niemand rauben und die nicht verderben können (vgl. Mt 6,20). Erinnern Sie sich daran, was ich oft sage: Solange wir zugleich zwei Fastenzeiten halten wollen, werden wir niemals auch nur eine gut halten. Halten wir also diese, als ob sie unsere letzte wäre, dann werden wir sie gut halten.” (Aus einem Brief des Heiligen Franz von Sales an Johanna Franziska von Chantal)

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