DER WEG DURCH DEN ADVENT – TAG 22: »Wenden wir uns nach Bethlehem«

In den ersten drei Adventswochen haben wir uns aus drei verschiedenen Perspektiven auf das Kommen des Herrn vorbereitet.

  • In der ersten Woche betrachteten wir die geschichtliche Dimension, anhand der biblischen Texte und der Liturgie, die das Geschehen des Kommens des Erlösers vergegenwärtigen.
  • In der zweiten Woche sollte uns der Blick auf die Geburt Christi in uns helfen, daß das biblische Geschehen auch in unserer Seele Wirklichkeit wird. Denn der Herr wollte nicht nur in Betlehem geboren werden, sondern auch real in unseren Herzen.
  • In der dritten Woche konzentrierten wir uns auf die Wiederkunft des Herrn. Wir sollen aufwachen und die Zeit nutzen, um dem wiederkommenden Herrn die Wege zu bereiten.

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MARIA, DIE MITTLERIN

“Es kommt keine Gnade vom Himmel, die nicht durch Marias Hände ginge. Je größere Sünder wir sind, desto größer ist ihr Mitleid mit uns.” (Heiliger Bernhard von Clairvaux)

Hier begegnen wir einem Heiligen, der offensichtlich keine Bedenken hatte, Maria offiziell als Mittlerin aller Gnaden anzusehen. Er folgt in seinem Denken einfach dem inkarnatorischen Weg und überträgt diesen auf den mystischen Leib Christi. Die Gottesmutter ist die Mutter des Sohnes und zugleich seines mystischen Leibes!

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DIE UNBEDINGTE NOTWENDIGKEIT DES GEBETS      

“Wer betet, wird sicher gerettet. Wer nicht betet, geht sicher verloren.” (Heiliger Alfons von Liguori)

Die geistlichen Lehrer werden nicht müde, uns immer wieder auf das Gebet zu verweisen. Es ist »das große Gespräch mit Gott«, wie die heilige Teresa von Ávila es nennt. Heute legt es uns der heilige Alfons sehr ans Herz und geht sogar so weit zu sagen, daß wir, wenn wir nicht beten, verlorengehen. Das ist noch eine ganz andere Dimension! Er weiß sehr wohl, daß, wenn wir das Gebet vernachlässigen – was an sich schon eine Versuchung ist – weitere Versuchungen folgen, und es wird uns immer schwerer fallen, ihnen zu widerstehen.

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DER WEG DURCH DEN ADVENT »Komm, Herr Jesus, Maranatha!« – TAG 21: Falsche Propheten und Bedrängnisse

Bevor wir uns ab morgen in die letzte Phase vor dem so zärtlichen Fest der Geburt Jesu begeben, möchte ich noch auf weitere Zeichen vor dem Kommen des Herrn am Ende der Zeiten aufmerksam machen. Gestern sprachen wir von der schmerzhaften Apostasie, die dem Kommen Jesu vorausgeht. Heute wird das Auftreten falscher Propheten Thema sein. Hören wir zunächst, was der Herr selbst seinen Jüngern darüber sagt:

“Als Jesus auf dem Ölberg saß, wandten sich die Jünger, die mit ihm allein waren, an ihn und fragten: Sag uns, wann wird das geschehen und was ist das Zeichen für deine Ankunft und das Ende der Welt? Jesus antwortete und sagte zu ihnen: Gebt Acht, daß euch niemand irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin der Christus! und sie werden viele irreführen.” (Mt 24,3–5)

Was ist ein falscher Prophet?

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DER WEG DURCH DEN ADVENT – »Komm, Herr Jesus, Maranatha«  TAG 20: Die Apostasie und der Antichrist      

Die Verkündigung des Evangeliums, unter besonderer Berücksichtigung der Bekehrung, der Erleuchtung der Juden, ist ein wichtiger Baustein, um das Kommen des Herrn in Liebe vorzubereiten. Das kann uns ganz in Anspruch nehmen, denn eine fruchtbare Verkündigung setzt auch eine entsprechende Lebensführung voraus. Wer möchte schon eines Tages vor dem Herrn stehen und sich sagen lassen, daß er zwar gute Worte weitergegeben hat, ihnen aber die innere Kraft fehlte, weil Wort und Zeugnis zu weit auseinanderklafften?

In den ersten Meditationen dieser Woche sprachen wir davon, daß unsere Lampen wie bei den klugen Jungfrauen brennen sollen (vgl. Mt 25,1–13), was durch gute Werke sowie durch den Einsatz unserer Talente für das Reich Gottes geschieht (vgl. Mt 25,14–30).

Am vergangenen Sonntag habe ich auf sehr ernste Zeichen aufmerksam gemacht, welche das Nahen des wiederkommenden Herrn ankündigen. Eines dieser Zeichen ist die sogenannte Apostasie, der Glaubensabfall. Weiterlesen

DER SPEICHER DER QUELLE

“Mein Sohn ist der Speicher dieser Quelle, damit die Menschen kommen können, um aus seinem Herzen zu schöpfen, das immer bis zum Rand gefüllt ist mit dem Wasser des Heiles!” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).

Hier begegnen wir dem Liebesgeheimnis Gottes, der seine unerschöpfliche Liebe durch seinen Sohn zu uns fließen läßt. Wir brauchen nur zu kommen und an das Herz Jesu anzuklopfen, und schon wird sich seine Liebe über uns ergießen. Das Wasser in diesem Speicher ist immer frisch und dafür da, daß die Menschen kommen und davon trinken. Welch trauriger Zustand ist es aber, wenn die Menschen in der Wüste ihres irdischen Lebens das heilbringende Wasser nicht finden – oder sich gar nicht erst aufmachen, es zu suchen, vielleicht sogar faules Wasser zu sich nehmen!

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DER WAHRE TROST      

“Sucht keinen Trost bei Menschen! Welchen Trost können sie euch schon geben? Geht zum Tabernakel, schüttet dort euer Herz aus. Dort werdet ihr Trost finden!” (Pater Pio von Pietrelcina)

Wo suchen wir Trost? Oft genug bei Menschen! Manchmal auch in der Ansammlung von Reichtum oder bei der »unvernünftigen Kreatur«. Immer wieder gilt: Hier werden wir keinen wahren Trost empfangen, denn dieser kommt vom Heiligen Geist.

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