Das Evangelium nach Johannes (1,6-18): Die Macht, Kinder Gottes zu werden

Joh 1,6-18

Ein Mensch trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Weiterlesen

Das Evangelium nach Johannes: »Der Johannesprolog«

Vorbemerkung: Mit der Gnade Gottes habe ich nun mehr als sieben Jahre lang die jeweilige Tageslesung oder das Tagesevangelium (nach dem Novus Ordo) ausgelegt, das als Text und Audio im Internet zur Verfügung steht. So hat sich ein reicher Schatz angesammelt, der für die Hörer immer zugänglich ist (elijamission.net). Für die meisten Tage im Jahr gibt es eine entsprechende Auslegung.

Das Wort Gottes ist und bleibt ein unermeßlicher Schatz für uns. Als ich überlegte, wie ich in diesem Jahr weitermachen könnte, kam der Gedanke auf, die vier Evangelien und einige Briefe des Neuen Testaments systematisch auszulegen. Die Idee ist nicht ganz neu, denn ich habe das vor vielen Jahren schon einmal auf der mündlichen Ebene getan. Inzwischen sind jedoch einige Sprachen hinzugekommen. So ergibt es Sinn, die Auslegungen nun schriftlich zu fassen, damit sie leichter in die anderen Sprachen übersetzt werden können. Weiterlesen

Jesus zerstört die Werke des Teufels

1 Joh 3,7-10

Meine Kinder, laßt euch von niemand in die Irre führen! Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, wie Er gerecht ist. Wer die Sünde tut, stammt vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören. Jeder, der von Gott stammt, tut keine Sünde, weil Gottes Same in ihm bleibt. Er kann nicht sündigen, weil er von Gott stammt. Daran kann man die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennen: Jeder, der die Gerechtigkeit nicht tut und seinen Bruder nicht liebt, ist nicht aus Gott. Weiterlesen

Er ist der Sohn Gottes

Joh 1, 29-34

In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekanntzumachen. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Das habe ich gesehen und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.

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Im Heiligen Geist bleiben

1 Joh 2,22-28

Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. 24 Für euch gilt: Was ihr von Anfang an gehört habt, soll in euch bleiben; wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, dann werdet auch ihr im Sohn und im Vater bleiben. Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben. Dies habe ich euch über die geschrieben, die euch in die Irre führen. Weiterlesen

Achte Weihnachtsmeditation: Die Gottesmutter Maria    

“Die Hirten eilten hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.” (Lk 2,16-28) Weiterlesen

Siebte Weihnachtsmeditation: Die unerlöste Schöpfung  

In den Krippendarstellungen wird die Grotte von Betlehem nicht nur vom Glanz des Jesuskindes, gemeinsam mit Maria und Joseph, erhellt, sondern es eilen auch die Hirten auf Geheiß der Engel herbei und die Weisen aus dem Morgenland kommen, um anzubeten und ihre Gaben zu bringen. Schon lange Zeit ist es auch Tradition, daß sogar die unvernünftige Schöpfung in die Darstellung einbezogen ist. Sie sind stumme Zeugen der Geburt des Herrn in Bethlehem. Die Gegenwart der Tiere bekommt einen tieferen Sinn, wenn wir die Worte des Heiligen Paulus hören: Weiterlesen