Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu: “Die Liebe Jesu”

Mt 11,25-30

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles gegeben worden; niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.

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Fest des Heiligen Apostels Barnabas: “Dem Herrn treu bleiben”            

Apg 11, 21b–26; 13, 1–3

In jenen Tagen wurden viele gläubig und bekehrten sich zum Herrn. Die Nachricht davon kam der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren und sie schickten Bárnabas nach Antióchia. Als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, dem Herrn treu zu bleiben, wie sie es sich im Herzen vorgenommen hatten. Denn er war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurde für den Herrn viel Volk hinzugewonnen. Bárnabas aber zog nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen. Er fand ihn und nahm ihn nach Antióchia mit. Dort wirkten sie miteinander ein volles Jahr in der Gemeinde und lehrten eine große Zahl von Menschen. In Antióchia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen. In der Gemeinde von Antióchia gab es Propheten und Lehrer: Bárnabas und Símeon, genannt Niger, Lúcius von Kyréne, Mánaën, ein Jugendgefährte des Tetrárchen Heródes, und Saulus. Als sie zu Ehren des Herrn Gottesdienst feierten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Wählt mir Bárnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.

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Himmelfahrt Christi: “Der Herr kehrt heim zum Vater”    

Die Zeit, in der der Auferstandene seine Jünger unterwies und sie noch tiefer in ihre Mission einführte, geht zu Ende. Nun kann der Herr wieder zu seinem Vater in die ganze Herrlichkeit zurückkehren. Er hat sein Werk auf Erden vollendet und die Grundlage dafür geschaffen, daß die Botschaft des Heils überall auf der Erde verkündet wird. Nichts ist wichtiger, als daß die Sendung erfüllt wird, daß die Menschen mit dem Erlöser aller Völker in Berührung kommen und ihm folgen. Jesus ist der Weg zum Vater (vgl. Joh 14,4 –6).

In den letzten Betrachtungen haben wir Texte gewählt, die uns immer wieder auf den Heiligen Geist verweisen, der für die wahrhaftige Verbreitung des Evangeliums unbedingt nötig ist. Ohne ihn würde das Feuer der Liebe und Wahrheit bald erlöschen und die Wahrheit würde durch menschliche Fabeleien sowie durch Täuschungen durch die gefallenen Geister ersetzt werden. Hören wir heute die Passage aus der Apostelgeschichte, die von der Himmelfahrt des Herrn berichtet:

Apg 1,1-12

In der ersten Erzählung, o Theophilus! habe ich von allem gesprochen, was Jesus zu tun und zu lehren anfing bis zu dem Tage, an welchem er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln, die er auserwählt hatte, durch den Heiligen Geist seine Aufträge gegeben; denen er auch nach seinem Leiden durch viele Beweise als lebend sich zeigte, da er ihnen vierzig Tage hindurch erschien, und vom Reiche Gottes redete. Und da er mit ihnen aß, befahl er ihnen, von Jerusalem nicht wegzugehen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten, die ihr (sprach er) aus meinem Munde gehört habet. Denn Johannes zwar taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geiste getauft werden, nach wenigen Tagen. Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn, und sprachen: Herr! wirst du wohl in dieser Zeit das Reich Israel wieder herstellen?

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Lobpreis des Heiligen Geistes

Joh 16,12-15

Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

Nicht alles hat der Herr seinen Jüngern schon zu Lebzeiten anvertraut, wohl wissend, daß es dazu der Sendung des Geistes bedarf – nicht nur, damit die Jünger noch größere Erkenntnis erlangen, sondern auch damit sie befähigt und gestärkt werden, diese Erkenntnis zu tragen und umzusetzen.

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Sünde, Gerechtigkeit und Gericht

Joh 16,5-11

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? Vielmehr ist euer Herz von Trauer erfüllt, weil ich euch das gesagt habe. Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen und aufdecken, was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist; Sünde: daß sie nicht an mich glauben; Gerechtigkeit: daß ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; Gericht: daß der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.

Wieder ist es ein Wort des Herrn, das die Jünger erst verstehen lernen müssen. Ihr Herz ist von Trauer erfüllt, und keiner wagt es, den Herrn zu fragen, wohin er denn gehen will. Vielleicht fürchten sie, eine Antwort zu bekommen, die ihren Schmerz und ihre Trauer noch vergrößern könnte.

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Das Wirken des Heiligen Geistes  

Joh 15,26–16,4a

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. Ich habe es euch gesagt, damit ihr, wenn deren Stunde kommt, euch an meine Worte erinnert.

Die katholische Lehre hält daran fest, daß der Heilige Geist vom Vater und vom Sohn gesandt wird. Seine Aufgabe ist es, wie es der Text heute nahelegt, an all das, was Jesus gesagt und getan hat, zu erinnern und Zeugnis für ihn abzulegen.

Das ist nicht nur eine allgemeine Erinnerung daran, was Jesus gesagt und getan hat, sondern eine Verlebendigung und Vergegenwärtigung des Wortes Jesu. Sein Wort schließt sich uns in einer größeren Fülle auf, und der Heilige Geist kann uns die Intention Jesu, wie er das Wort verstanden haben möchte, kundtun.

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Der Geist der Wahrheit

Heute werfen wir einen weiteren Blick auf den Heiligen Geist.

Joh 14,15-21

Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

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