Franz von Sales und seine Weisheit

Im Kalender der traditionellen Messe wird heute der Heilige Franz von Sales gefeiert. Ihm ist diese Meditation gewidmet. Wer den Tagestext des Novus Ordo bevorzugt, kann die entsprechende Betrachtung über folgenden Link aufrufen: https://elijamission.net/das-licht-gehoert-auf-den-leuchter/#more-5835

Franz von Sales wurde am 21. August 1567 in Savoyen in Frankreich geboren. Für den adligen jungen Mann war zunächst eine weltliche Laufbahn vorgesehen. Er studierte Rechtswissenschaften in Paris und Padua. Nebenbei, und weil ihm die calvinistische Prädestinationslehre schwer zu schaffen machte, studierte er auch Theologie. Nach seiner Promotion in weltlichem und kirchlichem Recht sollte er Senator werden, setzte sich aber gegen seinen Vater durch mit seinem Entschluß, Priester zu werden.

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MIT GANZER KRAFT BETEN

“Das Gebet hat große Kraft, das der Mensch verrichtet mit seiner ganzen Kraft. Es macht ein bitteres Herz süß, ein trauriges Herz froh, ein armes Herz reich, ein törichtes Herz weise, ein zaghaftes Herz kühn, ein schwaches Herz stark, ein blindes Herz sehend, eine kalte Seele brennend. Es zieht den großen Gott in ein kleines Herz und treibt die hungrige Seele hinauf zum Gott der Fülle.” (Heilige Mechthild von Hackeborn)

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Das Lob der Weisheit

Weish 7,7-10.15-16    (Lesung am Gedenktag des Heiligen Thomas von Aquin)

Ich betete, und es wurde mir Klugheit gegeben; ich flehte, und der Geist der Weisheit kam zu mir. Ich zog sie den Zeptern und Thronen vor, Reichtum achtete ich für nichts im Vergleich mit ihr. Keinen Edelstein stellte ich ihr gleich; denn alles Gold erscheint neben ihr wie ein wenig Sand, und Silber gilt ihr gegenüber wie Lehm. Ich liebte sie mehr als Gesundheit und Schönheit und zog ihren Besitz dem Lichte vor; denn niemals erlischt der Glanz, der von ihr ausstrahlt. Mir aber gewährte Gott, nach meiner Einsicht zu sprechen und zu denken, wie die empfangenen Gaben es wert sind; denn er ist der Führer der Weisheit und hält die Weisen auf dem rechten Weg. Wir und unsere Worte sind in seiner Hand, auch alle Klugheit und praktische Erfahrung. Weiterlesen

Die wahre Verwandtschaft Jesu

Mk 3,31-35

In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen die Jünger herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum, und man sagte zu ihm: deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir! Er erwiderte: wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?  Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

Hier handelt es sich nicht etwa um eine Zurückweisung der Mutter des Herrn und seiner Brüder, wie man zunächst vermuten könnte. Vielmehr weitet der Herr unseren Blick auf die gesamte Menschheit, die gerufen ist, eine himmlische und universale Familie zu bilden.

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Die Gnade Gottes wieder entfachen

2 Tim 1,1-8 

Lesung am Gedenktag der Heiligen Timotheus und Titus

Paulus, durch den Willen Gottes zum Apostel Christi Jesu berufen, um das Leben in Christus Jesus, das uns verheißen ist, zu verkündigen, an Timotheus, seinen geliebten Sohn: Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn. Ich danke Gott, dem ich wie schon meine Vorfahren mit reinem Gewissen diene – ich danke ihm bei Tag und Nacht in meinen Gebeten, in denen ich unablässig an dich denke. Wenn ich mich an deine Tränen erinnere, habe ich Sehnsucht, dich zu sehen, um mich wieder von Herzen freuen zu können; denn ich denke an deinen aufrichtigen Glauben, der schon in deiner Großmutter Loïs und in deiner Mutter Eunike lebendig war und der nun, wie ich weiß, auch in dir lebt. Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteilgeworden ist. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft.

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