Segensgruesse zum Neuen Jahr aus Sto. Domingo!

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Nach einem kurzen, aber bedeutenden Abstecher nach Quito, sind wir wieder in Sto. Domingo angekommen!

Am 29.12.2013 hatten die „Harpas“ ein sehr gutes und auch recht gut besuchtes Konzert in einer der schoensten Kirchen Suedamerikas. Die Menschen waren sehr betroffen von der Heiligkeit der Gesaenge und viele gaben sehr gute Zeugnisse!

Leider wurde dieser wunderbare Konzerttag durch die (Heilige) Messe, die vor unserem Konzert war, sehr eingetruebt. Diese war gespickt mit schweren „liturgischen Mißbraeuchen“, die ich spaeter einmal genauer beschreiben werde.

Jetzt stehen einige Tage in Sto. Domingo an mit intensiven Gespraechen, bevor dann ein weiterer apostolischer Abschnitt mit Reisen nach Cuenca und Gayaquil kommen wird!

Segen zum Ausklang des Jahres 2013

Elija aus Sto. Domingo

Die „Harpas“ und Weihnachtsgruesse aus Ecuador!

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Konzert in Santo DomingoEs ist etwas ruhiger geworden im Bezug auf die Konzerte und Vorträge in dieser vorweihnachtlichen Zeit.
Allerdings haben die Konzerte nicht ganz aufgehört.
Eines fand noch in der ehemaligen Schule unserer „Harpas“ mit nicht so vielen Zuhörern statt und gestern ein weiteres Konzert in der Kathedrale von Santo Domingo mit vielen Besuchern. Anschließend begleiteten die „Harpas“ die Heilige Messe und so kam der „Heilige Gesang“ zu vielen Gläubigen.

Die Konzerte wurden nun noch um eine Variation erweitert. Wenn es passt, dann begleiten verschiedene Bilder die Gesänge, welche auf eine Leinwand projeziert werden (mit Motiven besonders aus Jerusalem und den jeweiligen Ländern, woher die Gesänge stammen).

Ich bin immer wieder tief beeindruckt von der Schönheit der Gesänge und der Art und Weise, wie sie von den „Harpas“ interpretiert werden. Das sollte wirklich zu vielen Menschen kommen können!

Da die Videos von „Hodie Christus natus est“

und „Kristu tvojemu“

bei youtube zu sehen sind, kann ich überprüfen, wo sie überall angesehen werden.

Wenn auch die Besucherzahl der entsprechenden Videos nur langsam steigt, erkenne ich doch, daß sie in verschiedenen Teilen der Welt angeschaut werden und daher nicht nur von unseren Freunden.

Gerade weil diese Musik so wertvoll ist, werden wir weiter daran arbeiten, denn es braucht noch einen „Feinschliff“, um dieses Juwel der Heiligen Musik noch anziehender zu machen.

Wir sind auch sehr dankbar für unsere Tonanlage, die wirklich mit dem Mischpult und den AKG-Mikros sehr gut ist und die Gesänge ohne technischen Abfall weitergeben. Derzeit prüfen wir noch, ob wir sie um zwei weitere Boxen erweitern, denn sobald über dreihundert Zuschauer da sind, wäre es gut, noch zusätzliche Lautsprecher aufstellen zu können. Unsere „Harpas“ singen sanft und müssen daher je nach Raum intensiv verstärkt werden.

Das nächste Konzert findet am 29. Dezember in der Compañia, der vielleicht schönsten Kirche in Ecuador oder gar in Südamerika, statt (mittags um 12 Uhr, Eurozeit 18:00). Dazu habe ich den Präsidenten von Ecuador eingeladen!

Gottes reichen Segen zur Weihnacht aus Ecuador

Elija in Sto. Domingo

Wieder in Sto. Domingo!

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Nach einer weiteren sehr intensiven Woche sind wir nach Sto. Domingo zurueckgekehrt. Die letzten Tage waren vor allem von Vortraegen gekennzeichnet, die ich bei verschiedenen Personengruppen hielt. Die letzten Exerzitien waren ueber zwei Tage mit Pilgern, die in den vorhergehenden Jahren an der Pilgerreise nach Jerusalem teilgenommen hatten. Es waren ueber vierzig aufmerksame Teilnehmer an einem sehr schoenen Platz in einem Gebiet Quitos, welches in einem Tal liegt!

Bereichernd war wiederum die Teilnahme der „Harpas“, die mit ihrem wunderbaren Gesang die Herzen der Menschen beruehrten und die bei meinem Vortrag ueber die Liturgie ein Beispiel geben konnten, welche Musik fuer die Heilige Messe passend ist.

Zurueckgekehrt nach Sto. Domingo merke ich nun eine ziemliche Erschoepfung von der Mission letzten Wochen und habe mich fuer eine kurze Zeit zurueckgezogen!

Danke fuer alle Gebete

Elija

Nach der Mission ist vor der Mission

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Gestern ging in Quito unsere Mission im Rahmen der Familienpastoral der hiesigen Erzdiözese zu Ende.

Diese Mission führte uns in vier Schulen, acht Pfarreien sowie in ein Jugendgefaengnis. In der Regel dauerten die Konzerte 45-60 Minuten, zweimal begleiteten wir die Heilige Messe, einmal davon mit einer kürzeren eucharistischen Anbetung.

Diesmal hatte uns der Herr wieder durch Amparo Medina (sie hatte diese Novene zum Fest der Unbefleckten Empfängnis dem zuständigen Weihbischof vorgeschlagen) eine sehr gute Mitarbeiterin vermittelt, wie damals in Guayaquil Tania Faour.
Maria de los Angeles (Maria von den Engeln) war nicht nur sehr verantwortlich und fuhr uns geduldig zu allen Plätzen, sondern auch noch der erste „Fan“ der Musica Sacra, wie sie von unseren „Harfen“ vorgetragen wurde.
Die Musik wurde sehr gut aufgenommen und unsere Konzerte wurden auch im technischen Bereich immer ansprechender. Natürlich waren die Gläubigen aus Ecuador eine solche Musik in der Regel nicht gewohnt, aber die Heiligkeit der Gesänge und die Schönheit der Stimmen gewannen ihr Herz.
Für mich zeigte sich deutlich, daß die Botschaft, welche von der Musik ausgeht, derart eine eigene Aussage hat, daß ich nicht viele Worte machen wollte, um alles zu kommentieren oder gar eine parallele Ansprache mit einem eigenen Thema zu halten. Anfangs versuchte ich es noch, um einem Vorschlag von Amparo zu folgen. Doch dann merkte ich eine gewisse Disharmonie und ließ dem Konzert den Vorrang und begleitete die Musik lediglich mit einleitenden und erläuternden Aussagen und einigen geistlichen Hinweisen. Das fügte sich dann sehr gut ein. Eine Ausnahme machte ich im Jugendgefaengnis, als ich mehr sprach, um den Jugendlichen ein Zeugnis von der Liebe unseres Himmlischen Vaters zu geben.
Es ist wirklich ein weiser Kunstgriff Gottes, diese Musik hier in Südamerika zu Gehör zu bringen, wo wir hier in Ecuador kaum sakrale Musik in den Gottesdiensten hören. Das Mitnehmen der „Harfen“ hat sich nun schon sehr intensiv bestätigt und ich bin gespannt, was Gott mit dieser Musik noch alles vorhat. Sie ist ein großer Schatz der Kirche und die Interpretation durch „Harpa Dei“ wird immer reicher und transparenter für Gottes Gegenwart in der heiligen Musik.
Die nun angefangene Woche wird auch sehr vom Wort des Herrn gezeichnet werden. Mehrere Vorträge werde ich halten und Exerzitien und was noch so alles kommen wird. Danke für das begleitende Gebet, mit Segen und Gruß aus Quito!

Elija mit den „Harpas“

Sto. Domingo und Quito

Inzwischen sind wir gut in Ecuador angekommen und haben die ersten Tage auf Tierra de la Paz verbracht.

Leider ist die schöne Stille, die ich von diesem Platz her kenne, tagsüber empfindlich durch den Lärm des Steinbruchs gestört, so dass wir tatsächlich eine objektive Lärmbelästigung erleben. Sicher kann man sich daran gewöhnen, wenn es nicht anders geht! Doch haben wir mit einem intensiveren Gebet begonnen, wie diese Situation eine Veränderung erfahren kann!

Die ersten Tage waren von einigen seelsorgerlichen Gesprächen und von der Begegnung mit Bischof Julio geprägt. Er nahm sich sehr viel Zeit für uns, da er mich kennenlernen wollte. Bischof Julio ist hohen Alters, aber noch sehr wach. Wie unser Papst Franziskus ist er Jesuit und machte auf mich einen sehr positiven Eindruck. Er hörte sehr aufmerksam zu, als ich ihm den Werdegang der Gemeinschaft ein wenig erläuterte. Auch begleiteten ihn die „Harpas“ bei einer Heiligen Messe in der Kathedrale von Sto. Domingo.

Oben im Seminario (Ausbildung für zukünftige Priester) feierten wir mit den Ausbildern und Seminaristen den Abschluss des Jahres des Glaubens, welches noch Papst Benedikt XVI. ausgerufen hatte. Auch hier begleiteten die „Harpas“ die Heilige Messen mit wunderbarem Gesang.

Seit dem 28.11. sind die „Harpas“ und ich in Quito, um hier innerhalb der Novene zum Fest „Maria Immaculata“ (8.Dezember) eine Mission durchzuführen. Diese Mission führt uns in Schulen und Pfarreien, wo wir sog. „formative Konzerte“ geben. Das sieht so aus, daß ein kleines Konzert gegeben wird und im Rahmen dieses Konzertes halte ich, neben den näheren Erläuterungen der Musikstücke und ihres Hintergrunds, kleinere Ansprachen über die Themen „Familie“ und „Weitergabe des Glaubens“.
Drei dieser Konzerte haben wir schon gegeben, zweimal in einer Schule und am 1. Dezember in einer Pfarrei. Die Konzerte waren gut besucht und alles wurde aufmerksam aufgenommen! Jeden Tag haben wir nun ein oder zweimal Einsätze, an einem Tage sind es sogar mehr!

Von einer Pilgerin der letzten Heilig-Land-Exerzitien hat die Gemeinschaft in Quito eine Wohnung zur Verfügung gestellt bekommen, die uns jetzt dient!

Nach dem 8. Dezember bleiben wir weiter in Quito: Es werden dann noch zwei Exerzitien stattfinden: einmal nur kurz und dann über ein Wochenende mit Pilgern, die bereits Pilgerexerzitien im Heiligen Land mit uns erlebten.

Auch ein Jemaeltreffen ist noch geplant, also mit Menschen, die sich unserer Gemeinschaft zugehörig fühlen und von Samuel und Judith jeden Monat geistlich betreut werden oder auch nach Tierra de la Paz zur Einkehr kommen. Die Rückkehr auf Tierra de la Paz ist für den 16. Dezember vorgesehen!

Soweit für heute mit der Bitte um Gebetsunterstützung!

Elija aus Quito am 2. Dezember

So long!

Wenn ich auf meine letzte Eintragung schaue, muss ich schon ein wenig schlucken!

So long habe ich nichts mehr von mir auf diesem Weg hören lassen – far too long.

Eigentlich ist es schon so lange her, dass ich gar nicht weiß, was bis heute, am 24. November, so alles geschehen ist. Ich will trotzdem versuchen, die wesentlichen Ereignisse zusammenzutragen, denn der Freundeskreis um die Gemeinschaft herum würde sicher mehr Kenntnis von manchen Entwicklungen haben, und ich wollte diese Eintragungen ja auch ein wenig als geistlich-apostolisches Tagebuch verfassen.
Auch werde ich versuchen, nicht mehr so große Zeiträume entstehen zu lassen. Versprechen kann ich es nicht, aber ich kann versprechen es zu versuchen …

Nach der Zeit im Heiligen Land war ich sehr in Anspruch genommen, das Hörspiel der hl. Jungfrau von Orléans zu Ende zu führen. Es wurde dann aber – aus meiner Sicht – zu einem gelungenen Werk. Ich danke auf diesem Weg allen Mitarbeitern und Sprechern. Besonders Jennifer hatte sehr viel Mühe, all die verschiedenen Aufnahmen, zusammen mit der Musik, in eine gute Harmonie zu bringen und für das Ohr gut hörbar zu machen.

Was nun weiter daraus wird?

Jedenfalls wird der Text bereits ins Spanische übertragen. Gestern ermutigte mich auch Bischof Julio (Ecuador), dem ich das Hörspiel schenkte, weil er so gut deutsch spricht und derzeit verantwortlich für unsere Gemeinschaft in Sto. Domingo ist, dies zu tun. In die französische Sprache wird es auch übersetzt.

Das Haus Samaria hat jetzt eine sehr schöne Kapelle im ehemaligen Speiseraum. Da haben sich besonders Nicolai und Lucia ausgezeichnet, die wochenlang unermüdlich die feinsten Arbeiten verrichteten, so daß jetzt ein selbstkonstruierter Marmoraltar den Raum schmückt, ebenso wie das renovierte Kreuz, welches früher vor dem Josephshof stand. Originelle selbstentworfene Lampen zieren die Kapelle und zwei seitliche Lesepulte laden zur Lectio divina ein oder zur Rezitation der Abba Liturgie vor dem Vaterbild.

In Jerusalem bleibt Corinna vorerst noch alleine und geht treu ihren Weg. Unsere Besetzung in den Häusern ist denkbar knapp. Um die Anbetung auf dem Frauenberg gut weiterzuführen und dafür zu sorgen, daß immer genug Anbeter da sind, konnten wir nicht umgehend eine Verstärkung nach Jerusalem schicken, was aber nicht allzu spät dann erfolgen sollte!

Seit einiger Zeit haben wir angefangen, für unsere Rahelgrotte weitere Gedenktafeln für die Ungeborenen zu erstellen und die Konzeption erweitert. Nicht nur die Mütter oder Väter der abgetriebenen Kinder können um das Anbringen von Tafeln bitten, sondern auch jene, die sichere Kenntnis von der Abtreibung eines Kindes haben. Damit wollen wir ausdrücken, daß diese Kinder, die nicht leben durften, zur ganzen Menschheitsfamilie gehören!

Nach langen Vorbereitungen ist es uns gelungen, unsere congolesische Novizin Béatrice nach Deutschland zu holen. So Gott will wird sie zwei Jahre bei uns leben, um tiefer in die Gemeinschaft hineinzuwachsen und wir auch durch sie die Mentalität unsere congolesischen Geschwister besser verstehen zu lernen. Derzeit ist Sr. Bernadette in Deutschland, um sich gesundheitlich und seelisch von den Strapazen des Congos zu erholen und nach längerer, durch Umstände bedingter, Abwesenheit von den Plätzen der Gemeinschaft wieder mehr unter uns zu sein. Bruder Maurus wird auch für einige Wochen kommen, um seinen Pass zu verlängern, Zahnbehandlungen durchzuführen und für die Mission in Lokoko zu sammeln. Derzeit sind dann nur drei Geschwister in Lokoko. Eine sehr schmale Besetzung, in der nur das Wesentlichste aufrecht erhalten werden kann. Aber durch die Präsenz von Pater Johannes ist für das Wesentlichste gesorgt!

Betrüblich ist für uns, daß Jennifer in eine Berufungskrise geraten ist, die sich bisher nicht lösen konnte. Derzeit hat sie sich zurückgezogen und lebt außerhalb der Gemeinschaft, um mehr Klarheit zu finden. In diesem Zusammenhang bitte ich um das Gebet für sie.

Am 20. November 2013 bin ich mit Nicolai, Lucia und Marie-Elisée zu einer Missionsreise nach Ecuador aufgebrochen. Zunächst sind wir einige Tage bei der Gemeinschaft!

Elija aus Sto. Domingo de los Tsachilas, Ecuador

Neuer Name und Video

Die gnadenreiche Zeit im Heiligen Land geht für uns nun zu Ende.
Morgen feiern wir noch zum Abschluß die byzantinische Liturgie und es singt der „Pequeño Coro“! Nein, wir nennen ihn jetzt nicht mehr so! Der Name war nur vorläufig und wir warteten noch auf einen anderen Namen! Jetzt ist er wohl geschenkt worden!
Es war nach einem griechischen Gesang, den mir der “kleine Chor” vorsang und wiederum erlebte ich die besondere Gegenwart des Herrn durch die von ihnen gesungene Musica Sacra. Corinna und ich schauten uns an und ich sagte aus meinem Herzen: „Ihr seid eben die Harfe Gottes!“

Somit war die Spur für den neuen Namen des Chores gegeben. Natürlich dachte ich dann daran, daß die Harfe Davids ja den bösen Geist des Saul besänftigte und an unseren Weg mit der Musica Sacra in Ecuador als geistliches Kampfmittel gegen die zerstörerische Kraft der Kriminalität. So erhielt alles eine innere Linie und wir beschlossen, den Namen in Latein zu wählen.

Also: Harpa Dei

Eine Erkundigung bei Johannes Grundberger ergab, daß der Name Harpa für Harfe seit dem Mittelater in Gebrauch ist. Es stand also der Übernahme des Namens nichts mehr im Weg: Voilà!

Wir schreiben ihn zunächst groß damit er als Eigenname zu identifizieren ist. Nicht sehr weit weg von Agnus Dei …..
Ein erstes Video ist in youtube zu finden:

Somit ist nun dieses Video zur Weiterverbreitung freigegeben!

Elija mit Segen aus Jerusalem

zweites Video: http://www.youtube.com/watch?v=xbj8B-yUiys

Pilgerreise der Ecuatorianer und weitere Konzerte des „Pequeño Coro“

Inzwischen ist die Pilgerreise der Ecuatorianer gut zu Ende gegangen. Sie waren vierzehn Tage mit uns und sind in Laufe dieser Zeit zu einer geistlichen Familie zusammengewachsen.
Es war nicht so einfach – besonders zu Beginn! Die Ecuatorianer sind ganz andere Menschentypen als z.B. die Litauer, denen man die europäische Prägung anmerkt. So war es nicht leicht, mit allen eine gewisse nötige Form der Disziplin zu erreichen, was aber dann zum Schluß immer besser klappte.
Ecuatorianer sind wirkliche Herzensmenschen und zeichnen sich durch ihre „südamerikanische Wärme“ aus. So waren es sehr bewegende Abschiedsszenen und wir hoffen, daß dauerhafte geistliche Früchte aus diesen Pilgerexerzitien erwachsen. Dank dem Herrn, daß er uns allen die Kraft gegeben hat, diese zwei Wochen mit ihnen sehr intensiv zusammenzusein!

Ein weiteres Konzert unseres „Pequeño Coro“ gab es in Nazareth mit gutem Besuch und am 23. Juni in der St. Annakirche in Jerusalem. Die Menschen (beim letzten Konzert waren es auch viel jüngere) nehmen die Musik wirklich sehr offen auf und nicht wenige zeigen sich sehr berührt.

Morgen, am 26. Juni, sind wir bei der Gemeinschaft der Seligpreisungen eingeladen, um auch dort ein Konzert zu geben!

Nun neigt sich unser Aufenthalt bald dem Ende entgegen und es sind noch einige Anliegen, um welche ich das Gebet erbitte!

Gerne würden wir noch Aufnahmen für eine weitere CD hier in Jerusalem oder im Heiligen Land tätigen, zwei Videoclips von zwei Gesängen (oder das Material dafür sammeln) und eine genauere Orientierung wie es mit Cornna und ihrem „Alleinsein“ in Jeruselam vom Herrn aus gedacht ist!

Dank auch dem Herrn für die weitgehende Fertigstellung des Manuskriptes des dritten und letzten Teils des Hörspiels der hl. Jeanne d’Arc

Danke für alle Unterstützung!

Aus Jerusalem

Elija

Erstes Konzert in Jerusalem

In der katholisch-armenischen Kirche an der 4. Station des Kreuzweges in Jerusalem hat der „Pequeño Coro“ sein erstes Konzert gegeben. Trotz kurzfristiger Werbung, aber mit großem Einsatz von Corinna, fanden 80-100 Menschen den Weg zur Kirche. Unter ihnen waren Juden, Araber, Armenier,orthodoxe Christen, Russen, Äthiopier, einige Ordensleute aus verschiedenen Nationen und etliche Pilger, die von dem Konzert gehört hatten. Unter den Besuchern war auch der ecuatorianische Botschafter mit seiner Frau. Sie kamen nach dem Konzert welches wir mit „Dios de Amores“ beendeten, auf uns zu und zeigten sich sehr berührt.

Alle Menschen, die da waren, nahmen den Gesang tief auf und es bestätigte sich, was wir in der Gemeinschaft schon länger erkennen: daß in dem Gesang der Drei offensichtlich eine besondere Gnade wirkt.

Für uns war schon allein die Tatsache bedeutungsvoll, in Jerusalem ein Konzert zu geben und so den Herrn zu preisen. Möge der Herr schenken, daß diese „Heilige Musik“ noch wunderbare Erweiterungen erfährt und viele Menschen erreicht!

In diesem Zusammenhang danken wir für Euer Gebet und erbitten eine weitere betende Begleitung, denn – so Gott will – wollen wir die nächste CD der „Musica Sacra“ hier im Heiligen Land aufnehmen!

Elija aus Jerusalem

Heiliges Land – Pilgerreise der Litauer

Schon nach kurzem Aufenthalt von Marie-Elisée, Lucia, Nicolai und mir kamen 21 Litauenpilger, um im Heiligen Land ihren Glauben zu vertiefen. Es waren meist sehr gläubige Menschen mit einem noch jungen und eifrigen Priester.
Diesmal begannen wir die gemeinsame Zeit wesentlich ruhiger mit einem Aufenthalt in Nazareth.
Allerdings hatten wir zunächst zwei nicht so leichte Situationen durchzustehen. Bei der Einreise von Nicolai gab es Schwierigkeiten, die nur durch das Gebet überwunden werden konnten. Dann erfuhren wir einen Tag zuvor, daß die Ankunft der Pilger einen Tag früher als erwartet war. Irgendwo gab es eine Kommunikationslücke, so daß wir diesen Umstand erst integrieren mußten. Aber im Vertrauen auf den Herrn ging es gut und wir waren glücklich, daß uns diese Schwierigkeiten nicht aus der Ruhe gebracht hatten.
Ansonsten gestalteten sich diese Pilgerexerzitien recht problemlos. Die Gruppe war auf das Gebet hingeordnet und die meisten von ihnen nahmen die geistliche Lehre offen und dankbar auf. Natürlich war der „Pequeño Coro“ sehr willkommen und begleitete alle Hl. Messen mit dem Gesang. Herausragend war dabei die byzantinische Liturgie, welche durch den kleinen Chor einen besonderen Glanz erhielt.
Mir persönlich macht es nach wie vor Freude, die Pilger zu begleiten. Doch merke ich, daß ich mich sehr gerne auf spezielle geistliche Themen konzentrieren möchte: wie kann die Nachfolge des Herrn konkret umgesetzt werden? Bei den Litauern ging ich davon aus, daß sie ihre Bibel gut kannten sowie die katholische Lehre, so daß ich mich mehr um die geistliche Schulung kümmerte, welche immer wieder eine
authentische Vermittlung nötig hat.

Die Zeugnisse der Pilger zum Abschluß waren sehr bewegend, wobei einige Pilger den Übergang vom lieblichen und stilleren Galiläa zum mehr rauhen und lauten Jerusalem mit den vielen Eindrücken nicht so leicht verkrafteten.

Ich meine, die Balance von Pilgerreise mit dem Besuch der heiligen Plätze, Stille und Vorträge sei recht gut gelungen, wobei man immer dazulernen kann.

Wie geht es mit den litauischen Pilgern weiter? Formt sich evtl. auch eine etwas größere Bezugsgruppe oder gar eine Jemaelgruppierung, wie es in Ecuador so gut gelang? Allerdings sind die Litauer bereits häufig in mehreren geistlichen Bewegungen beheimatet oder haben sich solchen weitläufig angeschlossen.
Das Abschlußgespräch brachte von meiner Seite aus den Vorschlag, einen kleinen Chor zu bilden, der mit unserer Unterstützung das geistliche Gesangsspektrum erweitern könnte, um auch besser dem Trend nach “moderner Musik” in der Liturgie entgegenwirken zu können.

Vielleicht werden zukünftige Pilgerreisen von einer größeren Gruppe vorbereitet werden können, denn Tomas wirkt nun schon etwas zu alt, diese Last zu tragen.

Noch ein sehr bewegendes Erlebnis zum Schluß:

Als ich in “Dominus Flevit” eine Betrachtung zur Gnade des Ortes hielt (der Herr weint über Jerusalem) bemerkte ich, wie ein älterer Herr sich zur Gruppe gesellte und sehr aufmerksam zuhörte. Etwas später rief er seine Frau, mit der er dann lebhaft über Passagen meiner Meditation austauschte. Er blieb bis zum Schluß und ich sprach auch viel über die Juden. Als ich meine Ansprache beendet hatte, kam er auf mich zu, zog seine Mütze ab und ich sah darunter die Kippa der Juden. Er sagte zu mir, daß er im jüdisch-christlichen Dialog sehr engagiert sei (in Brasilien) und daß er alles zu 100% unterstreichen könne, was ich gesagt habe! Möge es nicht der einzige unserer älteren Geschwister sein, die sich von der Gnade des Herrn noch tiefer berühren lassen!

Jerusalem, der 15. Mai 2013