Die Zeit im Haus Samaria verbrachte ich bis zur Karwoche hauptsächlich mit der Arbeit an einem Hörspiel zur Ehre der heiligen Jehanne d´Arc. Am Ostersonntag konnte ich dann die erste fertige Rohfassung manchen Zuhören vorspielen, die von dem Stück sehr angetan waren. Ich glaube auch, daß es recht gut gelungen ist, wenn mir natürlich im Nachhinein noch einige Sachen auffallen, die (technisch) besser hätten gestaltet werden können.

Inzwischen macht Jennifer den Feinschliff des Stückes und so hoffe ich, daß es in einer guten Fassung vor meiner Reise ins Heilige Land (29.April) einem größeren Personenkreis zugänglich gemacht werden kann.

Am 4. April flog ich mit dem „Pequeño Coro“ nach Vilnius, Litauen. Dort traf ich mich mit der litauischen Pilgergruppe, welche am 2. Mai nach Israel kommt. Zu unserer Freude sahen wir viele neue Gesichter, die alle das erste Mal ins Heilige Land kommen. Wir freuen uns schon über ihr Staunen, welches wir dann durch ihre Augen auch noch einmal miterleben können.

Dann waren wir mit der Vorbereitung der Apokalypse in Anspruch genommen, die wir am 6.April um 22:30 für knapp drei Stunden im Heiligtum des Barmherzigen Jesus sangen. Diesmal war die Intention für unseren neuen Papst Franziskus!

Wiederum hatten wir einige litauische Mitsänger, die sowohl einzelne Kapitel rezitierten, als auch ein guten Hintergrundchor für den „pequeño Coro“ bildeten. Diesmal war der Priester, der uns einlud, die ganze Zeit dabei und dankend nahm er unser Angebot an, im Verlauf der vier Tage die wir in Vilnius waren, in noch mehr Heiligen Messen zu singen.

Von einem befreundeten Pilger (Vidas) bekamen wir eine kleine Anlage zu Verfügung gestellt; wir waren in einem kleinen Kloster in der Altstadt untergebracht. Wir danken dem Herrn sehr dafür, denn so konnten wir jeden Morgen den Tag in der Kapelle mit dem Gebet beginnen.

Der Hauptgottesdienst mit dem Kardinal war am Sonntag, den 7. April und wurde über das Fernsehen ins ganze Land übertragen.

Wie bereits im letzten Jahr, wurde unser Gesang sehr offen aufgenommen und es kann gut möglich sein, daß wir im kommenden Jahr wieder eingeladen werden. Hinzu kam noch ein Interview mit Radio Maria, so dass es in diesen wenigen Tagen eine dichte apostolische Fülle gab.

Inzwischen bin ich mit dem „pequeño Coro“ in Belgien angelangt, wo wir ein paar Tage Gemeinschaft haben, das Haus ein wenig hergerichtet wird und ich mit dem zweiten Teil des Hörspiels von Jehanne beginne.

Wie fast immer erlebe ich hier im Diepbach die Gnade der Tiefenevangelisierung, die uns helfen soll, noch manche innere unbewussten Sperren gegenüber der Gnade Gottes zu überwinden.

Schon bald treten wir in die Phase der näheren Vorbereitung für die Reise ins Heilige Land ein.

Möge Gott schenken, daß alles bis dahin auf den Weg gebracht wird, was noch erledigt werden muss.

Litauen bleibt uns und wir bleiben Litauen verbunden! Die Akzeptanz der Musica Sacra ist sehr auffällig in diesem Land. Das erscheint mir um so wichtiger, weil wir ja insgesamt einen bestimmten Niedergang der heiligen Musik in unserer Kirche zu beklagen haben! Hier mag dem „pequeño Coro“ eine Aufgabe zuwachsen, die Schönheit und Transzendenz für die Menschen erfahrbar zu machen.
Ich hoffe sehr, daß das Repertoire des „pequeño Coro“ sich noch einmal durch die Begegnung mit dem Heiligen Land erweitert und verfeinert.

Elija, Haus Diepbach 11.April 2013